KI-Kompetenz vom Konzern ins Klassenzimmer – mit Susann Kunz und Kevin Shields

Shownotes

Erfahre in dieser Episode von Kollegin KI wie Siemens künstliche Intelligenz in der Industrie nutzt und gleichzeitig Bildung an Schulen fördert. Host Max Mundhenke spricht mit Susann Kunz aus dem Global Marketing von Siemens und Kevin Shields von Siemens Mobility darüber, wie sich iihr Arbeitsalltag durch hunderte interne KI-Anwendungsfälle bei Siemens verändert hat und warum der Konzern aktiv an Schulen geht, um Lehrkräfte und Kinder fit für die digitale Zukunft zu machen. Ein Gespräch über die Transformation der Industrie und die Verantwortung eines der führenden deutschen Tech-Konzerne, wenn es um Bildung und das Thema AI Literacy der nächsten Generation geht.

Über diese Themen sprechen Susann und Kevin mit Max in Folge 10 von "Kollegin KI":

  • Marketing trifft Coding Susann Kunz nutzt KI für das Verfassen englischsprachiger Texte, Kevin Shields erstellt Software-Prototypen per "Vibe Coding". Sie erklären, warum trotz enormer Beschleunigung der "Human in the Loop" zur Kontrolle der Ergebnisse unverzichtbar bleibt.

  • 600 Use-Cases und Siemens GPT Mit Tools wie dem internen "Siemens GPT" demokratisiert der Konzern den Zugang zu KI-Modellen über alle Abteilungen hinweg. Erfahre, wie Siemens internes durch Open-Source-Denken Silos aufbricht und Teams durch geteiltes Wissen effizienter macht.

  • Bildungsoffensive statt Angst Die Initiative Siemens bewegt Schule entstand während der Corona-Pandemie und bringt heute Tech-Wissen direkt in die Klassenzimmer. Darüber hinaus will Siemens auch über digitale Bildungsangebote wie Sieya und Hour of Engineering Berührungsängste bei Schüler*innen abbauen.

  • Kinderzimmer und KI-Kompetenz Statt auf Verbote zu setzen, plädieren Susann Kunz und Kevin Shields für frühe Aufklärung durch Kinderbücher und den begleiteten Umgang mit Tools. Erfahre, wie man Kindern Halluzinationen erklärt und KI kreativ für Quizze oder als historischen Avatar nutzt.

Der Chatbot zur Folge: https://bio.to/KolleginKI_Chatbot

Mehr zu Kevin Shields: Linkedin Sein KI Bildungs-Startup Crafting Tomorrow Sein Buch: "Ich dachte, mein Roboter macht das schon …"

Mehr zu Susann Kunz: Linkedin

Produktion: Podstars by OMR

Transkript anzeigen

00:00:02: In Kollegin KI besprechen wir Anwendungsfälle.

00:00:05: Anwendungsfälle, die uns allen noch irgendwo begegnen.

00:00:09: In Social Media sehen wir Studio Ghibli Memes, die generiert werden.

00:00:14: Wir sehen KI-Musik oder wir hören sie.

00:00:16: Wir kriegen viel mit von dem, was eigentlich wirklich in anwendungsbezogener KI passiert.

00:00:22: Was wir nicht mitbekommen, zumindest ich jetzt nicht so richtig, ist, was KI eigentlich in der Industrie auslöst.

00:00:28: Wie verändert sich denn eigentlich die Industrie durch künstliche Intelligenz?

00:00:31: Und gibt es vielleicht auch unter Ingenieurinnen die gleichen Ängste, die Kreative gerade haben im Bezug auf KI?

00:00:37: wird uns alle ersetzen?

00:00:39: Ich glaube, das ist eine Frage, die wir uns heute mal widmen wollen und die gerne besprechen möchte mit zwei Leuten.

00:00:45: Ihr habt richtig gehört, wir haben heute mal hier Double Trouble und zwar mit Susanne Kunz und Kevin Shields, beide von Siemens.

00:00:54: Welches Unternehmen solltest besser wissen?

00:00:55: und zwei Leute von Siemens heute zu Gast.

00:01:00: die ein bisschen über KI in der Industrie sprechen.

00:01:03: Ich freue mich ganz doll auf diese Folge.

00:01:05: Viel Spaß.

00:01:06: Ich bin Max Montenke und das ist Kollegin KI.

00:01:09: Hallo Susann, hallo Kevin.

00:01:12: Hallo Max.

00:01:14: Ja, müssen wir mal gucken.

00:01:15: Das war in der ersten Podcastaufnahme auch mit zwei Gästen.

00:01:18: Deshalb, ich versuche, ihr redet einfach rein oder so.

00:01:22: Vielleicht machen wir ein Chaos draus.

00:01:23: Nein, fangen wir mal an.

00:01:24: Susanne, du bist seit seit zehn Jahren bei Siemens.

00:01:29: Kevin, du bist seit zwanzig Jahren, über zwanzig Jahren mit dabei.

00:01:32: Ihr seid beide auch in unterschiedlichen Departments.

00:01:35: Ja, zusammen Siemens Digital Industries und Kevin, du bist bei Siemens Mobility.

00:01:41: Vielleicht die erste Frage vorweg, wie erlebt ihr eigentlich als langjährige Siemensianer, sagt man so, oder?

00:01:48: Ja, als langjährige Siemensianer innen, diese ganzen KI-Hype.

00:01:53: Sagt ihr, ach Gott, das ist irgendwie das nächste große Ding, das wir irgendwie wuppen, das haben wir mit der Automatisierung gemacht, das haben wir mit allen Trends bisher gemacht.

00:02:00: oder verändert sich oder hat sich in den letzten drei Jahren eigentlich wirklich was bei euch auch verändert im Job.

00:02:07: Susanne, magst du vielleicht einmal anfangen?

00:02:09: Ja klar, also vielen Dank nochmal für die Einladung, Max.

00:02:12: Also hat sich massiv viel geändert.

00:02:14: Ich bin ja im Marketing, im Global Marketing und unsere Assets werden normalerweise alles, alle in Global English erstellt.

00:02:21: Also das ist wirklich Gang und Gebe, alle Videos, alle Blog-Posts, alle Postings auf LinkedIn, Instagram, alles auf Englisch, damit es halt wirklich eine große Reichweite hat.

00:02:31: Und mittlerweile ist es wirklich so, dass KI-Tourts mir meine Arbeit massiv erleichtern.

00:02:36: Ein ganz einfaches Beispiel.

00:02:38: Früher habe ich eine Kollegin gefragt, ob sie den Blog-Post nochmal Korrektor lesen kann.

00:02:43: Einfach gleich spreche gutes Englisch, aber dann gibt es natürlich doch die einen oder anderen Feinheiten, die ein Native-Speaker besser im Griff hat.

00:02:51: Und eben auch bei den ganzen Social-Media-Assets, die man erstellen muss, hilft KI unwahrscheinlich.

00:02:58: Hier vielleicht noch so ein kleiner Hinweis.

00:03:01: Mir ist es immer ganz wichtig, dass ich meine eigenen Gedanken zuerst formuliere und dann eben KI nochmal drüber gucken lasse und nicht umgekehrt.

00:03:09: Und also du hast schon gesagt, bist du Marketing?

00:03:11: Klar, Marketing gibt es mit Sicherheit eine ganze Menge Use Cases, können wir gleich vielleicht ein bisschen hier voreingehen.

00:03:16: Kevin, wie ist das bei dir?

00:03:18: Du bist Entwickler, ja.

00:03:20: Wie hat sich deine Arbeit verändert oder hat sie sich überhaupt verändert?

00:03:25: Definitiv, also verändert ist ein großes Wort.

00:03:29: Es gab aber definitiv große Einflüsse jetzt.

00:03:34: Das sind so Sachen, hat angefangen mit Dokumenten erstellen.

00:03:38: Viel, viel schneller.

00:03:40: Wir bei Siemens Riesenkonzern, deutscher Konzern, prozessgetriebene Konzern, sehr viel Dokumentation, die erstellt werden muss.

00:03:49: Das geht jetzt definitiv schneller und einfacher.

00:03:54: Ähm, dann natürlich auch so Sachen wie, ähm, ja, Code-Generierung oder sowas.

00:04:01: Wenn wir jetzt, ähm, mal, mal Rapid Prototyping machen oder sowas.

00:04:06: Das geht natürlich jetzt mit Vibe-Coding sehr viel schneller als vor.

00:04:09: Wenn du ja jetzt mal einfach eine Idee hast, die mal, ähm, getestet werden muss, geht jetzt sehr, sehr viel schneller.

00:04:16: Also das Ganze innerhalb von einer Woche, kannst du da so eine volle Applikation mal schon... Test und fertig.

00:04:25: Rausbalan wurde vorher teilweise Monate gesessen, um das zu generieren.

00:04:34: Dann noch in der... Ja, Kommunikation, das ist auch so ein Thema, was Susan ja auch ein Stück weit angesprochen hat, jetzt in mehrsprachiger Kommunikation.

00:04:46: Meetings sind sehr viel effizienter geworden, zum Beispiel durch die Integration von Co-Pilot in Teams-Meetings und so weiter.

00:04:54: Ich kenne kein mehr, der jetzt eigenständig die Meeting minutes... schreibt oder sowas.

00:05:01: Das ist jetzt alles co-pilot.

00:05:03: Für mich persönlich hat das aber auch einen stückweit negativen Effekt gehabt, weil ich mich mit den Meetings nicht mehr so extrem auseinandersetze, wie es vorher der Fall war.

00:05:17: Also vorher hast du ja so eine Vor- und Nachbereitung gemacht oder sowas.

00:05:21: Teilweise kann man jetzt auch mal dahin in die Situation verfallen, dass man Nicht ganz genau zuhört, weil man weiß ja, da hört ja einer mit.

00:05:31: Kannst du später noch mal nachlesen.

00:05:33: Klassiker, verstehe.

00:05:34: Jetzt ist ganz interessant, sagst du zusammen Marketing, da machst du im Grunde schon die Texte noch selbst vorher und lässt dann die KI Reviewen oder optimieren.

00:05:45: Kevin, du sagst, man kann Code relativ schnell Vibecoden.

00:05:49: Aber ich glaube, das zeigt deutlich, dass man trotzdem die Profession noch braucht, oder?

00:05:52: Also ich meine, ja, man muss schon noch schauen, was da eigentlich passiert.

00:05:56: Und das ist ja irgendwie so eine Überlegung, die ja viele haben, wird ihm Menschen und Professionen eigentlich komplett ersetzen.

00:06:02: Ich glaube, in diesen ersten Minuten können wir schon sagen, wahrscheinlich nicht.

00:06:06: Nein, also da habe ich auch eine ganz, ganz starke Meinung zu.

00:06:10: Und Siemens tatsächlich auch, also wir bei Mobility, wir haben sehr, sehr viele ... use cases

00:06:18: alle aufzählen

00:06:21: alle alle fünfhundert sechsen neunzig.

00:06:23: Das

00:06:24: sind so viele, ja?

00:06:25: Fast sechshundert.

00:06:26: Wir haben so ein Use-Case-Rata, wo wir halt gucken und so.

00:06:31: Das sind aktuell knapp sechshundert, an denen wir arbeiten.

00:06:36: Nicht alle in der Umsetzung.

00:06:38: Manche sind noch in der Ideation und so was.

00:06:41: Aber ja, es sind aktuell knapp sechshundert Use-Cases drin.

00:06:45: Nur mit generativer KI.

00:06:47: Und das ist natürlich auch wichtig zu sagen.

00:06:49: KI ist ja sehr viel.

00:06:50: breiteres Feld als der generative Faktor.

00:06:55: Und du hast es ja auch angesprochen.

00:06:58: Ist das jetzt ein neues Ding für Siemens?

00:07:00: Nein, definitiv nicht.

00:07:02: KI generell ist kein neues Thema.

00:07:06: Wir beschäftigen uns mit KI seit den neunziger Jahren.

00:07:11: Es hieß halt einfach nur anders.

00:07:13: Das hieß von ein paar Jahren, hieß es Robotics, dann hieß es Automation.

00:07:18: Jetzt ist es halt alles irgendwie KI.

00:07:21: Nichtsdestotrotz hat dieser Hype, der jetzt aufgekommen ist vor drei Jahren, doch einen sehr großen Ruck reingebracht.

00:07:28: Siemens ist auch recht früh auf den ganzen Zug mit aufgesprungen.

00:07:33: Also das war schon wirklich vor ... Wann haben wir Siemens GPT gekriegt, Susanne?

00:07:41: Bestimmt schon vor zwei Jahren oder sowas.

00:07:45: Und wir haben unseren eigenen Siemens GPT, es ist eine Website, sieht ähnlich aus wie Chat GPT.

00:07:54: Du kannst aber auf alle möglichen Modelle zugreifen.

00:07:57: Also wir haben eine Auswahl von gut dreißig Modellen oder sowas, auf die wir zugreifen können.

00:08:03: Und haben da auch Siemens intern.

00:08:07: Custom GPT Store quasi und ganz viele Use cases.

00:08:11: Also da ist Siemens relativ früh.

00:08:13: Siemens war ja auch eine der ersten Firmen in Deutschland, die auf Co-Pilot gesetzt hat, mit ganz, ganz vielen Lizenzen gerade.

00:08:22: Also Co-Pilot nutze ich jetzt auch schon seit zwei Jahren locker im Einsatz und deswegen, also Siemens ist da schon sehr weit vorne mit dabei.

00:08:34: Es ist ja so, dass wir das gar nicht so mitbekommen als Endnutzen.

00:08:37: Also im Grunde macht Siemens KI, ja, ihr habt wie gesagt bei Mobility allein knapp sechshundert, sechshundert Use-Cases oder zumindest in Planung auch, also all in all.

00:08:49: Und das ist, finde ich, eine ganz spannende Sache.

00:08:51: Für wen sind denn diese Use-Cases?

00:08:54: Oder Susanne, kannst du ein bisschen erklären, wer ist denn eigentlich die Zielgruppe von KI bei Siemens?

00:08:59: Also ich glaube, das ist stark abhängig von der Division, mit der du sprichst.

00:09:03: Also Kevin hat uns jetzt gerade einen Einblick in Mobility gegeben.

00:09:06: Ich bin bei der Software zu Hause, also wir entwickeln Software-Lösung, die natürlich auch immer mehr KI nutzen, um den Konstrukteuren des Lebens zu vereinfachen.

00:09:16: Und gerade wenn man jetzt im Hinblick auf Software noch mal näher drauf schaut, ist natürlich das Ökosystem auch eine wichtige Komponente.

00:09:24: Also auch Siemens sucht sich da starke Partner Microsoft ganz vorn weg, aber auch so Partnerschaften wie Nvidia oder dann eben auch ich betreue auch ein Starter Programm noch nebenher.

00:09:35: Wir schauen dann eben auch in das Ökosystem Starter breien und schauen natürlich dann auch, wo wir vielleicht keine eigene Lösung haben, dass wir mit Partnern zusammen weitergehen und dann die besten für unseren Kunden bereitstellen.

00:09:47: Und um da mal vielleicht so ein Beispiel zu nennen, wir haben für Start-ups oder um das Start-up-Ökosystem zu unterstützen und gleichzeitig unseren Kunden eine perfekte Lösung zu bieten, haben wir Accelerator Marketplace ins Leben gerufen.

00:10:01: Das ist im Prinzip so eine Amazon-Plattform für Industrieunternehmen.

00:10:06: Also die können sich da ihre Tools, ihre Apps, ihre Softwareprodukte einkaufen und dann eben im Daily Business nutzten.

00:10:14: Also auch eine ganz spannende Sache oder vielleicht noch eine andere Sache.

00:10:19: Wir haben dieses Jahr auch einen Preis gewonnen auf der Hannover Messe Hermes Award für unsere Kollaboration mit Microsoft.

00:10:25: Wir haben dann Industrial Co-Pilot auf den Weg gebracht, wo wir halt wirklich dann auch mit Microsoft zusammen die Vernetzung zwischen Mensch und Maschine optimieren und natürlich auch am Ende über sprachgesteuerte Eingaben am Ende der Maschine sagen, was sie zu tun hat.

00:10:43: Und wenn du dir überlegst, ne, eine CNC-Maschine muss eigentlich mit Code gefüttert werden.

00:10:48: das in Zukunft mit Sprache realisieren kann, es ist natürlich eine Vereinfachung und am Ende brauchst du vielleicht auch weniger Experten, die dann bestimmte Maschinen oder bestimmte Software-Lösung bedienen in Zukunft.

00:11:03: Über dreihunderttausend Leute seid ihr weltweit, glaube ich.

00:11:10: Wenn du jetzt davon sprichst, den Industrial Co-Pilot oder Siemens GPT, wie funktioniert dann ein Rollout?

00:11:16: Ich kann es mir beim Besten nicht vorstellen.

00:11:18: Ich meine, lass von den dreihunderttausend Leuten vielleicht... Zwei Hunderttausend im White-Color-Bereich arbeiten, die dann wirklich mit PCs und arbeiten und möglicherweise auch wirklich einen Vorteil davon sehen, generative KI im Arbeitsumfeld zu verwenden.

00:11:32: Können wir einmal drüber sprechen, was das für ein organisatorischer Aufwand ist?

00:11:35: und vielleicht so eine kleine Überlegung noch dazu.

00:11:37: Ich war vor kurzem bei einem Unternehmen und die sind auch international tätig und die sagten, wenn wir Use-Cases haben, dann rollen wir die in der Regel als Erstes in Deutschland aus.

00:11:46: Weil wenn es in Deutschland funktioniert und hier mit der Regulierung dann können wir es auch global machen.

00:11:53: Wie ist da der Ansatz bei Siemens?

00:11:54: Könnte da ein bisschen erzählen.

00:11:57: Soll ich noch mal übernehmen?

00:11:58: Kevin, passt das für dich?

00:12:01: Ich würde ein ganz konkretes Beispiel gerne nennen.

00:12:03: Das habe ich dieses Jahr auf der Realize Live.

00:12:05: Das ist unsere größte Kundenkonferenz in Amsterdam gehört.

00:12:10: Und zwar haben die Kollegen von einer Abteilung, die nennt sich NX, das ist ein Produkt, das nennt sich NX, also klassische CAD-Software.

00:12:18: Und die haben für unseren Kunden Harding eine Anwendung entwickelt, womit man eben auch per Sprachsteuerung CRD-Modelle generieren kann.

00:12:28: Und das vielleicht als Beispiel, ich glaube, du musst immer suchen nach Pionier, nach Leuchttürmen.

00:12:34: Und die musst du möglichst vorn ranstellen, sei es jetzt bei so Konferenzen oder bei so Events wie Realize Live, Hanover Messe.

00:12:42: Die stellst du am besten auf eine Bühne.

00:12:44: Und dann glaube ich über diese Einblicke, über diese ganz konkreten Beispiele.

00:12:52: Kannst du dann auch andere in der Breite überzeugen?

00:12:55: Weil, sind wir uns einig, ich glaube, unser deutscher Mittelstand oder generell vielleicht europäischer Mittelstand, es wird ja oftmals irgendwie kritisiert, dass wir hinterherhängen.

00:13:05: Ich glaube, indem wir so positive Impulse setzen und gerade eben aus der Brille von Siemens zeigen, also Harding ist zum Beispiel nineteenundviertzig gegründet, auch jetzt ist es noch möglich, sich zu transformieren und eben neue Impulse der KI mitzunehmen und vielleicht sich auch zukunftssicher aufzustellen, gerade mit dem Einsatz von KI.

00:13:27: Ich glaube, das funktioniert aktuell eben über diese Leuchtturmprojekte.

00:13:34: Kevin, noch ein Zusatz?

00:13:36: Genau, und die sind meiner Erfahrung nach, ist das nicht so zentralisiert tatsächlich.

00:13:44: Besonders im Bereich KI.

00:13:46: Wenn wir jetzt mal wieder intern gucken, mit den ganzen Use Cases, KI ist eine sehr persönliche Technologie meiner Meinung nach, weil jeder kann sie ein Stück weit anders nutzen.

00:14:01: Und es gibt keine Blaupause so richtig dafür.

00:14:05: Deswegen, so besonders mit generativer KI, Use Cases, so diese ganzen Prompt Libraries oder sowas, ist meiner Meinung nach nichts.

00:14:14: Deswegen habe ich erlebt, dass es tatsächlich diese Use Cases in Team getrieben und es gar nicht so, dass es... jetzt zentralisiert ist wie gesagt erst mal in deutschland und dann gucken wir weiter.

00:14:29: tatsächlich ist es so dass jedes team sich darüber Gedanken macht wo es eingesetzt werden kann.

00:14:35: und dann ja wir haben ja wie gesagt auch diesen diesen siemens gpt die die custom gpt base da jetzt wo diese use cases dann.

00:14:49: öffentlich gemacht werden können.

00:14:51: Und so sind wir tatsächlich auch mit allem anderen.

00:14:54: Also es ist jetzt nicht nur mit KI, es ist auch wenn wir Applikationen machen.

00:14:59: Wir haben ja auch unser internes GitHub und so was.

00:15:04: Der ganze Code ist immer für jeden sichtbar.

00:15:07: innerhalb Siemens.

00:15:09: Das heißt, wir haben da immer dieses No-Close-Doors.

00:15:11: Es gibt in der Hinsicht keine Silos mehr.

00:15:14: Wenn ich jetzt einen Code schreibe, der ist dann in GitHub für alle anderen Siemens Mitarbeiter auch einsehbar.

00:15:21: Weil jetzt halt so, wir halt realisiert haben, dass wir nicht immer das Rad neu erfinden müssen.

00:15:29: Internes

00:15:30: Open Source.

00:15:31: Genau.

00:15:31: Ja, okay.

00:15:33: Und so wird das halt ... Angegangen bei uns.

00:15:38: Und ich glaube, wenn ich noch was hinzufügen darf, ich glaube, die eine Richtung ist natürlich, dass du nach außen gehst und sagst, hier, Kunde, schau mal, was ich da tolles entwickelt habe.

00:15:49: Also, gerade bei dieser Software, für die ich Marketing mache, Solid Edge, das sind natürlich auch diese KI-Features.

00:15:54: Die stehen ganz vor und dran, wenn wir die neue Release verkünden.

00:15:57: Aber ich glaube, eben wichtig ist auch, nach innen zu schauen und die Kollegen mitzunehmen und zu enablen und eben denen auch das Gefühl zu geben, das ist gewollt, wenn ihr euch damit beschäftigt.

00:16:08: Und bei uns zum Beispiel eine Abteilung ist ganz groß rausgegeben worden.

00:16:13: Die Maxime bitte bildet euch weiter in Sachen KI.

00:16:16: Schaut euch an, was es da gibt.

00:16:18: Es gibt regelmäßig Meetings, Weiterbildungsmaßnahmen sozusagen, wo man einfach versucht die Kolleginnen mitzunehmen auf diesen Weg und ihnen eben auch zu verdeutlichen, welche Chancen KI bietet im Unternehmen.

00:16:35: Das ist richtig und das Siemens natürlich auch.

00:16:38: Es ist jetzt ein bisschen unfair, wenn man da jetzt über den Mittelstand redet und so was, weil wir haben natürlich ganz andere Ressourcen und so.

00:16:45: Besonders, was das Bildungsangebot angeht.

00:16:47: Wir haben unsere internen Lernplattform, die connected sind, LinkedIn Learning zu Coursera und so was.

00:16:55: Können wir alles kostenlos nutzen und da die ganzen Kurse uns rein.

00:16:59: Reihenwallern.

00:17:01: Aber uns wird auch dieser Freiraum gegeben tatsächlich.

00:17:05: Und das wird auch, wie Susanne gerade sagt, auch eingefordert.

00:17:07: Das ist bei uns bei Mobility genauso.

00:17:10: Und deswegen ... Ja, aber nichtsdestotrotz gibt's auch immer noch Kollegen, die auch immer noch nicht nutzen.

00:17:18: Ja klar, gut, die gibt's immer.

00:17:20: Aber da muss ich tatsächlich mal einhaken, weil Kevin, du sagtest das schon, KI ist eine individuelle Technologie.

00:17:28: Also ich erzähle gerne auf Bühne, ob das eine Demokratisierung von Technologie ist, weil wir alle im Grunde die... Im Grunde, die gleichen Modelle zur Verfügung haben, zumindest was Gen AI angeht, sind relativ erschwinglich im Vergleich zu dem, was sie tatsächlich für Auswirkungen haben.

00:17:41: Und es ist jetzt nicht die Technologie, die gegete keept wird von irgendwie mächtigen, besonders reichen, sondern wir haben sie zur Verfügung.

00:17:47: Das bedeutet aber auch, dass wir lernen müssen, mit ihr umzugehen, weil es eine unfassbar mächtige Technologie ist.

00:17:55: Den Bildungsansatz finde ich extrem gut.

00:17:57: Das ist natürlich offensichtlich, dass ihr das intern bei Siemens auch macht.

00:18:02: Das machen ja viele Unternehmen, die gerade so in diesem Transformationsprozess sind.

00:18:07: Jetzt habt ihr beide aber noch andere Gemeinsamkeiten, außer dass ihr bei Siemens arbeitet.

00:18:14: Du bist auch gründerin von siemens bewegt schule und kevin du hast den start abgegründet oder ich glaube sogar zwei start aufs die sich um um bildung in technischen sind in der technologie bildung befassen und das finde ich eine ganz spannende sache an.

00:18:30: vielleicht kannst du einmal erzählen was siemens bewegt schule eigentlich macht und was da was dahinter steckt.

00:18:34: warum warum macht siemens was mit schulen.

00:18:38: Ich muss da ein bisschen zurückgehen zu unserer Gründungsgeschichte.

00:18:41: Und zwar sind wir aus der Pandemie heraus entstanden und zwar aus der Notwendigkeit, einfach Schülern und Lehrern zu erklären, wie Teams funktioniert.

00:18:51: Das war ganz praktisch.

00:18:53: Also ich habe selbst zwei Kinder.

00:18:55: Und hab selbst miterlebt, wie am Anfang jeder so zu Hause war und eigentlich diese Kommunikation nicht stattgefunden hat.

00:19:03: Und bei uns, bei Siemens, wurde Teams eingeführt, Microsoft Teams.

00:19:07: Und dann haben wir uns einfach gedacht, mehrere Kollegen auch aus verschiedenen Abteilungen, wir haben uns gedacht, okay, lass uns doch einfach ganz pragmatisch hier erste Hilfe leisten.

00:19:16: Und wir hatten, glaube ich, am Anfang über hundert Lehrer in unseren Sitzungen, auch mit Support von Schülerinnen, die dann den Lehrern erklärt.

00:19:24: haben, wie Teams funktioniert, wie man das Tool einsetzen kann.

00:19:28: Und aus dieser anfänglichen schnellen Hilfe ist dann im Prinzip die Idee entstandene, dass wir gesagt haben, okay, es gibt ja noch viel mehr Themen bei Siemens, die wir in die Schulen tragen können, sei es jetzt, ob wir mit Schülerinnen sprechen oder mit Lehrerinnen und einfach aus diesem praktischen Kontext Technologie erklären und vielleicht auch die Notwendigkeit von Innovation in die Schulen tragen.

00:19:57: könnte das besser als ein Unternehmen wie Siemens, was in so vielen Bereichen wirklich Marktführer auch ist und denke ich mal einiges mitzugeben hat.

00:20:08: Ich finde das eine super spannende Überlegung war.

00:20:10: also ja wer könnte das besser?

00:20:12: also ich würde erst mal sagen die Lehrkräfte beziehungsweise halt diejenigen die sich mit der Bildung an deutschen Schulen befassen die sollten ja eigentlich Technologie auch lehren ja und das natürlich.

00:20:23: man.

00:20:23: man versucht dann immer irgendwie ganz viel auf die Lehrkräfte abzuwälzen und ihr müsst irgendwie jetzt hier auch alle KI lernen Literacy lernen wie man das so aus China jetzt gehört hat dass dann den Grundschulen schon irgendwie mit KI gehandhabt wird das dann tatsächlich.

00:20:35: aber ein deutscher Industriekonzern sagt ja wir machen.

00:20:38: natürlich auch nicht ohne Eignutz.

00:20:39: Ich glaube, da ist auch viel Employer Branding damit dabei und so, klar.

00:20:42: Aber finde ich einen sehr spannenden Ansatz.

00:20:46: Glaubst du, das ist auch so ein bisschen die Verantwortung von Unternehmen, da, sag ich mal, den Wandel mitzugestalten und auch mal außerhalb der eigentlichen Kunden und Kundinnen vielleicht zu gucken und was zu erklären und was macht, bringt ihr auch KI bei?

00:21:00: eigentlich ganz konkret?

00:21:02: Genau, ich würde gerne noch was richtig stellen, nicht, dass die Lehre wieder aufs Dach steigen, ne?

00:21:06: Ich glaube... Ich glaube, es sind beide Perspektiven wichtig, dieses theoretische und dieses praktische.

00:21:12: Und ich glaube, Lehrer haben oftmals vielleicht gar nicht den Blick in die einzelnen Unternehmen, in die Industrie rein und das können wir eigentlich ergänzen.

00:21:21: Also von daher sehe ich das eher als Ergänzung.

00:21:24: Und wenn wir sagen, wir gehen an die Schulen und versuchen das Thema KI näher zu bringen, sind natürlich einerseits da die Lehrkräfte, die wir versuchen mitzunehmen.

00:21:35: Und wir hatten da bereits Workshops für Lehrkräfte angeboten, um ihnen einfach auch die Bandbreite zu zeigen, was es mit KI möglich ist.

00:21:43: Sei es jetzt irgendwie in der Archäologie, dass man einzelne Baustücke, die jetzt da irgendwie zerstört sind von so einem Tempel irgendwo in ... ja.

00:21:52: Iran oder so, wie kann man das jetzt wieder zusammenbauen?

00:21:55: oder Vogelstimmen im Amazonas, die über Lautspreche und KI dann gefiltert werden, um dann eine Aussage über das Ökosystem zu treffen und einfach auch Lehrkräften mitzugeben, wie sie KI sinnvoll als sinnvolle Beispiele in ihren Unterricht einbetten können oder vielleicht auch nutzen können, weil am Ende KI wird nicht mehr weggehen und später in ihren späteren Berufen werden Schülerinnen, dann später eben Arbeitskräfte auch mit diesen Tools konfrontiert werden.

00:22:23: Von daher dieses Wegducken, was ich glaube ich nicht überall sehe, aber manchmal eben doch, wird nicht funktionieren, weil das Thema wird die späteren Jugendlichen, die am Arbeitsmarkt einen Job suchen, eh wieder einholen.

00:22:41: Also von daher ist es ganz wichtig, daraus zu gehen und einfach diesen Praxisblick an die Schulen zu tragen.

00:22:50: finde ich eine gute Überlegung grundsätzlich.

00:22:53: Also dafür, dass man eigentlich überall immer nur Meckern, Meckereien hört, dass ja im Grunde die technische Bildung gar nicht funktioniert und so.

00:23:00: Und das eigentlich immer irgendwie negativ behaftet ist.

00:23:04: Ich erinnere mich an meine eigene Schulzeit.

00:23:05: Da gab es noch die großen Videowagen, die reingerollt wurden.

00:23:09: Und selbst so VHS-Kassettenregelkorder konnten eigentlich nicht von den Lehrkräften bedient werden.

00:23:14: Das haben dann irgendwie andere Mitschüler

00:23:15: gemacht.

00:23:16: Aber ja, das ist glaube ich irgendwie so vielleicht auch ein... Vorurteil, dass sich Wacker hält und möglicherweise passiert da sehr viel mehr, als wir denken, auch weil sich Unternehmen möglicherweise da beteiligen und sagen, hey, lass uns doch zusammenarbeiten.

00:23:33: Jetzt ist es so, dass KI natürlich nicht nur Vogelstimmen erkennen kann, sondern KI kann auch eine ganze Menge Unfug machen.

00:23:39: Ja, und ich sage immer so KI, oder es ist ja ein gängiges, gängiger Spruch, dass KI im Grunde nur das Werkzeug ist und wir selbst entscheiden müssen, ob wir mit diesem Werkzeug, sag ich mal, was bauen, was produktiv ist oder jemanden verletzen.

00:23:52: Und jetzt gab es natürlich eine ganze Menge Fälle, in denen KI tatsächlich extrem verletzt hat.

00:23:58: Und das stellt, glaube ich, die Frage in den Raum, inwiefern Kinder eigentlich KI benutzen sollten oder wie man vielleicht auch frühkindliche Bildung mit KI machen kann.

00:24:08: Und Kevin, vielleicht magst du ein bisschen was erzählen von dem Start-up, dass du quasi parallel zu deiner Tätigkeit bei Siemens noch gegründet hast, weil das ist eine ganz spannende Sache.

00:24:18: Ja, ich habe da angefangen zu gründen, weil ich so dann einfach zu spät kennengelernt habe, ganz ehrlich.

00:24:26: Ich wusste bis vor kurzem auch gar nicht, dass jemand so coole Sachen in die Richtung macht.

00:24:31: Das ist Siemens.

00:24:32: Ja, genau das ist Siemens.

00:24:35: Wir haben als innerhalb von Siemens auch die Redewendung, wenn Siemens wüsste, was Siemens weiß.

00:24:42: Das ist übrigens auch einer der großen Use-Cases, dass wir unser Wissen jetzt mit KI zentralisieren können und alle Datenbanken miteinander verschmelzen können, um genau diesem Ausruf ... entgegenzuwirken.

00:24:58: Aber ja, ich habe selber zwei kleine Kinder, sind wirklich noch sehr klein, also mein Sohn ist drei, meine Tochter sechs.

00:25:04: Aber dadurch, dass ich halt so in der Technik drin stecke, geht mir eigentlich schon der Popo auf Grundeis, wenn ich so in die Zukunft gucke von den Kleinen.

00:25:12: Und ich habe halt gesehen, dass in den Schulen da einfach noch nicht noch nichts passiert und das meine ich gar nicht despektierlich weil ich verstehe es folgen ganz.

00:25:25: diese technologie ist sogar für für uns magst du weißes selber.

00:25:28: für leute die sich tagtäglich damit auseinandersetzen ist es unglaublich schnell.

00:25:33: und dann mag ich mir gar nicht vorstellen wie das für lehrkräfte die vielleicht nicht so tech tecker vielen sind.

00:25:39: weil das ist auch immer was was wir in unserer bubble ganz gerne vergessen.

00:25:44: das ist der großteil der menschen gar nicht in technologien getriebenen Berufen arbeiten.

00:25:51: Und wenn der Servicekräfte oder Pflegekräfte oder so weiter wirklich mit dieser Technologie konfrontiert werden, ist das für die einfach wie eine komplett andere Welt.

00:26:07: Und so ist es mit Lehrkräften auch zum Großteil her.

00:26:11: Ich hab schon mit Lehrkräften gesprochen, die noch nicht mal wussten, was zum Beispiel Gemini ist oder so was.

00:26:19: Obwohl sie Google Classroom benutzen, aber sie wissen dann ihre drei, vier Funktionen, die sie für den Unterricht brauchen und gut ist.

00:26:29: Und dann hab ich mich halt auf die Reise gemacht, selber verstehen zu wollen, was ich meinen Kindern beibringen muss.

00:26:37: damit die halt parat sind für die Zukunft.

00:26:39: Und so ist dann eigentlich das Start-up.

00:26:41: Ja?

00:26:41: Soll ich natürlich gern ein bisschen dafür für alle Eltern, die auch zuhören?

00:26:48: Was bringt man seinen Kindern bei?

00:26:51: Das versuche ich immer noch rauszukriegen.

00:26:54: Nein, viel ist einfach wirklich.

00:26:57: erst mal das Verständnis.

00:27:01: So ein Grundlagenverständnis.

00:27:02: Und das sage ich schon seit Jahren immer.

00:27:08: dass wir alle... KI Experten werden müssen.

00:27:12: und damit meine ich gar nicht, dass wir jetzt wirklich hoch technisch da wissen müssen, wer jetzt, wie die KI jetzt funktioniert, wirklich auf Codebasis, wie wir sie programmieren und so weiter und so fort, aber wir alle müssen so ein Grundlagen Verständnis haben über die Funktionsweise und auch über die Risiken und die Grenzen von der Technologie.

00:27:36: natürlich, weil viele Glaubenheit immer noch, dass alles, was da rauskommt, der Wahrheit entspricht und sowas, haben noch nie irgendwas von Halluzination oder sowas gehört und so weiter und so fort.

00:27:49: Und das müssen wir einfach vermitteln.

00:27:51: Und da gehen wir vom Start-up her halt so einen ganzheitlichen Ansatz für die gesamte Schulgemeinschaft.

00:28:02: Also ich bin nämlich der Meinung, du hast es vorhin auch angesprochen, musst eine Firma wie Siemenster Verantwortung übernehmen.

00:28:09: Meiner Meinung nach ja, Technologiekonzerne und Industrie muss Verantwortung übernehmen, weil wir einfach... diesen ganzen Wandel nur zusammen bewerkstelligen können.

00:28:20: Es ist weder der Fall, dass wir das Thema auf Lehrer abwälzen können, auf die Schulen, noch können wir es einfach auf die Eltern abwälzen.

00:28:30: Die Kinder, die lernen das sowieso, die machen ja Learning by Doing, sind meistens schon sehr viel affiner als die Lehrkräfte und die Eltern zusammen.

00:28:43: und ja wo wo?

00:28:44: wo ist denn das wissen für die für die technologien das ist in der industrie.

00:28:50: also sollte die industrie auch da verantwortung übernehmen

00:28:55: und

00:28:56: die gesellschaft unterstützen.

00:28:57: oder eben Leute, die Startups in der Industrie, aus der Industrie heraus gründen.

00:29:02: Aber jetzt vielleicht mal eine ganz konkrete Frage.

00:29:05: In Australien ist jetzt seit kurzem Social Media verboten für Kinder und Jugendliche.

00:29:10: Und das hat auch zu ein paar Widerständen geführt, auch zu ein paar Absurditäten, dass beispielsweise da die, ich glaube, eine Olympionik jetzt auch kein Instagram mehr haben darf und so, obwohl die eigentlich sowieso in der Öffentlichkeit steht und öffentlich kommt.

00:29:27: kommuniziert durch ihren Sport.

00:29:29: Wie siehst du das mit KI?

00:29:30: Brauchen wir ein Verbot für Kinder und Jugendliche, für Gen AI?

00:29:35: Nein, ein Verbot, nicht.

00:29:37: Ich bin kein Fan von Verboten.

00:29:39: Ich kann, ich unterstütze den Ansatz, den Australien da gewählt hat.

00:29:45: Schon schon alleine dadurch, weil es einfach ein riesen Riesen wake-up Call für die gesamte Welt ist jetzt.

00:29:52: Es gibt jetzt die seine recht große Land, was jetzt mal aufmüpfig ist und Big Tech die Stirn bietet.

00:30:03: Ist es ein bisschen zu extrem?

00:30:06: Ja meiner Meinung nach schon, weil meiner Meinung nach sind Verbote der falsche Weg, es muss um Aufklärung gehen.

00:30:15: Und das haben wir einfach die letzten Jahrzehnte verpasst, weil wir selber noch gelernt haben und keine Ahnung hatten, was diese Technologie mit uns macht.

00:30:30: Aber wir sehen das ja nicht nur mit Social Media.

00:30:33: Also es gibt ja jetzt mehr und mehr Länder, die zum Beispiel Smartphones und sowas verbieten in Schulen.

00:30:39: Das ist hier in Spanien.

00:30:41: In Madrid ist es zum Beispiel noch viel strenger.

00:30:44: Da ist allgemeine Screentime für Grundschüler sehr limitiert.

00:30:49: Also meine Tochter in der ersten Klasse, die hat eine halbe Stunde Screentime pro Woche.

00:30:58: Das ist jetzt nicht viel am Tag.

00:31:01: Aber natürlich

00:31:02: ist das richtig.

00:31:03: In der Schule oder von dir aus?

00:31:05: In der Schule, in der Schule.

00:31:07: In der Schule.

00:31:07: Okay, Asuka.

00:31:08: Genau.

00:31:10: Weil ich bin der Meinung, es gibt natürlich auch gute und schlechte Screentime.

00:31:14: Also es gibt ja Lernapplikationen und so weiter und so fort, die man machen kann.

00:31:20: Aber wir sehen auch, wenn wir uns die Zahlen angucken, dass wenn wir nach England gucken zum Beispiel, selber eigenständig durchskrollen.

00:31:40: Ist das besser als vor ChatGPT geparkt zu werden oder schlechter?

00:31:44: Na ja, ich würde jetzt mal sagen, wie viel kann ein drei bis fünf jähriger mit ChatGPT kommunizieren?

00:31:51: natürlich über die Voice Funktion.

00:31:53: Aber ja, wir sehen jetzt natürlich auch mehr und mehr... Ai toys die auf den markt kommen hier in europa jetzt zum mal zum glück noch nicht so viel aber besonders in china und in den usa.

00:32:10: Haben wir ganz ganz viele kuscheltiere die jetzt eine api anbindung zu chatchity haben und so weiter.

00:32:16: und da wird dann auch damit geworben hey wir reduzieren screen time und.

00:32:20: Geben halt einfach dem kind access zu chatchity was definitiv nicht besser sind.

00:32:26: ja also ein verbot.

00:32:28: sollte es nicht, es sollte Aufklärung geben, weil erster Linie, okay, wer kauft denn zum Beispiel diese Zugänge, diese Toys und so weiter, es sind dann Eltern.

00:32:37: Also muss da Aufklärung stattfinden.

00:32:41: Und das sehen wir auch mit dem Social Media verboten oder mit den Smartphone verboten.

00:32:47: In Australien ist jetzt auch schon so, dass Eltern einfach die Accounts für die Kinder neu anlegen und so.

00:32:54: Weil sie halt einfach dagegen sind.

00:32:57: Wenn wir nach Finnland gucken, wo auch Smartphone verboten an Schulen herrscht, sehen wir auch, dass Eltern teilweise zu Psychiatern rennen, um sich ein Attest ausstellen zu lassen, dass die Kinder ja unbedingt ein Smartphone brauchen, weil sie sonst Angstzustände kriegen, wenn sie die Eltern nicht erreichen können.

00:33:17: Und solche Sachen, also da muss einfach Aufklärung, ist da die bessere Wirkung.

00:33:25: Jetzt ist so, dass du das natürlich studiert hast.

00:33:28: Du bist Entwickler, du kannst KI verstehen, du kannst KI erklären, du weißt, was das bedeutet.

00:33:34: So san'n, als jemand aus Marketing kommt.

00:33:36: Ja, ich meine, du erklärst auch KI an Schulen, so klar.

00:33:39: Aber wie bringst du deinen Kindern KI bei oder verbietest du ihnen das sogar?

00:33:43: Das ist für mich eine ganz spannende Frage.

00:33:45: Also meine beiden Töchter, die sind zehn und fünfzehn und gerade die ältere, nutzt KI eigentlich regelmäßig, um ihre Präsentation zu erstellen.

00:33:53: Und die Jüngere, der habe ich letztens des Buches, ein kleines Heft, vom Kevin in die Hand gedrückt.

00:33:59: Und ich glaube, eben oftmals geht es los mit sensibilisieren.

00:34:03: Erst mal dafür, was ist KI, was sind die Risiken.

00:34:07: Und Kevins Heft oder kleines Buch war da eigentlich eine ganz schöne Einführung.

00:34:11: Ich hatte ja nur gesagt, ließ mal vier Seiten, sie hat es komplett gelesen.

00:34:15: Und ich fand eben gerade diese Kombination aus, ja, eine kurze Geschichte für die Kids und danach eben noch eine Anleitung für die Eltern oder vielleicht auch für Lehrkräfte.

00:34:26: Wie kannst du jetzt diesen ganz konkreten Beispielfall einsetzen im Unterricht und wie kannst du da dann vielleicht News Case ableiten?

00:34:33: In meinem Fall war es eine Liste von geografischen Begriffen, die meine Tochter auswendig lernen musste, relativ dröge Angelegenheit.

00:34:42: uns allen bekannt aus unseren früheren Schulzeiten.

00:34:45: Was hab ich gemacht?

00:34:46: Ich hab den Text erfasst und hab gesagt, bitte KI, wandeln mir diese Drögeliste in ein Quiz um.

00:34:53: Und das ist natürlich irgendwie viel spannender, am Ende so ein Quiz zu beantworten, als irgendwie sich hinzusetzen, was ist eine More und was ist eine Küstenlinie und was ist die glatiale Serie?

00:35:06: Also könntet ihr wahrscheinlich auch nicht mehr wiedergeben.

00:35:10: Brauche ich auch in meinem Beruf nicht unbedingt täglich.

00:35:12: Aber auch entspannt.

00:35:15: Kevin, das Buch, was angeschrieben wurde, jetzt gehst du natürlich hier komplett in den Eltern-Podcast.

00:35:19: Aber das Buch, was du angeschrieben hast, was Kind an KI erklären kann, gibt's das online?

00:35:24: Kann ich das verlinken in den Show-Nutz?

00:35:26: Ich glaub, das interessiert tatsächlich den ganzen Leben.

00:35:27: Das ist die Idee dahinter, hinter den Büchern ist.

00:35:31: Also das zweite kommt jetzt auch bald.

00:35:33: Das sind einfach so Mini-Hefte, die kleine Themen von diesem KI-Thema rausnehmen.

00:35:38: Und wie Susann grad schon gesagt.

00:35:39: macht hat, ist das halb Kinderbuch, halb Elternratgeber.

00:35:43: Es sind Minibücher, also so vierzig Seiten ungefähr, so kleine Hälfte.

00:35:49: Und das erste war jetzt einfach über, wie kann man KI als Hausaufgabenhilfe nutzen?

00:35:53: Das zweite wird über AI Companions.

00:35:57: Das dritte ist dann so über Deepfakes und so.

00:36:00: Und du siehst da immer ein Thema von dem Ganzen rausgegraben, um das dann, sag ich mal, verdaulich rüberzubringen.

00:36:10: Siemens Jana innen sind auch nur Menschen.

00:36:13: Es ist spannend, wie ihr Privat auch mit KI umgeht.

00:36:20: Wenn wir jetzt bei dem Thema sind, ich habe so ein Use Case.

00:36:23: Begegen wir immer wieder, gibt es einige Leute, die auch arbeiten gerade so im Bildungskontext.

00:36:27: Den finde ich relativ spannend, dass es darum geht, auch Avatare zu bauen von historischen Figuren, die dann möglicherweise im Gespräch mit Kindern und Jugendlichen Dinge erklären können.

00:36:38: Also quasi jetzt, also eine Person, von der es viel Text gibt und viel Wissen, so Goethe oder so.

00:36:43: Man kann Goethe im Grunde mehr oder weniger nachbauen.

00:36:47: Und das führt immer wieder auch zu Problemen, wo Leute dann nicht weiterkommen.

00:36:53: Language Models in ihrem Output einfach nicht hundertprozentig beeinflussen.

00:36:57: Du musst ja irgendwo eine gewisse Temperatur drin lassen, heißt das, damit das irgendwie menschlich klingt.

00:37:02: Aber je mehr Menschlichkeit du reinbekommst, desto unkontrollierbarer wird eigentlich der Output.

00:37:08: Das heißt, du könntest rein theoretisch diese historischen Figuren so prompt injecten oder im Grunde verändern, dass sie auch irgendwie Mist erzählen.

00:37:14: Und das ist einfach so eine riesengroße Gefahr, die es einfach gibt.

00:37:17: Und vor allem, was macht das mit... Persönlichkeitsrechten von historischen Figuren.

00:37:24: Oder auch, wie hat die Stimme von dieser Person geklungen?

00:37:26: Das wissen wir, bei den meisten Menschen müssen wir das gar nicht.

00:37:29: Weil es einfach nur so was wie Stimmeaufzeichnung nicht gab.

00:37:32: Und das finde ich eine ganz spannende Überlegung.

00:37:34: Ich weiß, dass ich da gerade so ein paar Kollegen und Kolleginnen mit befassen und ich würde, ich glaube, ich finde das super für so Geschichtsunterricht, aber die ethischen Fragen, die sich dann stellen und die sind bei Weitem noch nicht geklärt.

00:37:46: Das heißt, nicht jeder Jungskäste.

00:37:48: Das wird auch noch lange dauern.

00:37:50: Und das ist halt so, sag ich mal, das ist auch bei mir, ich bin da selber immer hin und her gerissen, weißt du?

00:37:56: Weil eigentlich bin ich so ein richtiger Nerd.

00:37:59: Ich war schon immer so ein Techie, der immer die neuesten Gadgets als erstes ausprobiert hat und so weiter und so fort.

00:38:06: Aber mittlerweile bei KI komme ich auch an meine Grenzen und dreht manchmal auf die Bremse und sagt... Aber genau so diese Themen, besonders Ethik und so was da angeht, sollten wir vielleicht doch erst mal klären und so.

00:38:21: Und da können wir es auch jetzt wieder ein bisschen kurz die Brücke wieder zu Siemens bringen.

00:38:28: Wir sind zum Beispiel ein Grund von diesen sechshundert Use Cases, die wir bei Siemens Mobility da jetzt haben.

00:38:35: Die sind... Ich würde sagen zu neunundneunzig, neun Prozent sind das intern gerichtete Use Cases, weil es genau diese Sachen sind.

00:38:43: Wir können nicht hundert Prozent kontrollieren, was rausgeht.

00:38:47: Und deswegen bei uns, wenn es in die externen Felder geht, Kundenkommunikation und so weiter und so fort, da wird es auch immer noch die Menschen dazwischen geben.

00:39:00: Die natürlich ... ... Unterstützung bekommen durch KI.

00:39:05: Aber eigentlich wird der Mensch da immer noch mit dabei sein.

00:39:08: Und das sehen wir ja auch in anderen Firmen.

00:39:10: Ich meine, vor ein paar Jahren, vor zwei Jahren gab es ja diesen Riesen ... Presse Hype um Klaner damals, die ja gesagt haben, wir sind jetzt AI First, wir hauen alle Kundendienstmitarbeiter raus und da setzen sie durch KI.

00:39:25: Und jetzt haben sie auch wieder zurückgerudert, weil genau das eben passiert ist und sie gemerkt haben, war doch nicht so das Schlauste.

00:39:32: Deswegen, die Technologie wird uns nicht so schnell.

00:39:37: ersetzen, auch wenn Big Tech uns das gerne weiß machen möchte.

00:39:41: Vor allem Klaner ist ein schönes Beispiel, weil das wieder zeigt, wo KI auch zu Marketingzwecken eingesetzt werden kann.

00:39:46: Die standen ja vor dem IPO und wollten einfach ein bisschen Basse erzeugen und haben das dann natürlich gemacht und das war erfolgreich.

00:39:52: Wir reden alle darüber, aber am Ende glaube ich, dass der Use Case dann auch daran scheitert, dass Menschen mit Menschen reden wollen.

00:39:58: Ja und einfach nicht mit K.I.

00:40:00: Und das übersehen wir häufig, wenn wir uns von so einer technischen Seite an Use Cases nähern und sagen, wir können das ja alles automatisieren.

00:40:06: Aber am Ende ist es, wenn niemand die Automatisierung nutzt oder niemand happy ist mit der Automatisierung, dann funktioniert das eben nicht.

00:40:12: Das Gleiche denke ich immer.

00:40:13: Aber ist das tatsächlich so, Max, wenn wir uns jetzt sie angucken, so die meisten den größten Use Cases?

00:40:19: Äh, in diesem Jahr für, für Chachibiti.

00:40:22: Chachibiti hat ja die, die Nummern veröffentlicht und so was.

00:40:26: Die meisten User nutzen es für Companionship, Freundschaft, Ähm, Coaching, Therapie.

00:40:34: Also was, also ähm... Ich weiß nicht, wollen wir wirklich mehr mit Menschen reden, oder?

00:40:40: Ich glaube, ja, tatsächlich, wenn es um Customer Support geht, ja, wenn es um Gefühle geht, oder um Sachen, wo man sich vielleicht auch eher ähm... Ja, eher scheut, mit einem Menschen zu sprechen, dann kann ich mir vorstellen, dass das eher in die KI-Richtung geht.

00:40:56: Aber es ist eine spannende Überlegung, klar.

00:40:58: Aber nur weil die Use-Cases bei ChatGPT in die Höhe gehen, heißt das ja nicht, dass das erst mal auf die Gesamtgesellschaft auch zählt.

00:41:05: Das würde ich da erst mal einwerfen.

00:41:07: Und auf der anderen Seite ist eine gute Frage.

00:41:10: Muss ich drüber nachdenken, Kevin?

00:41:11: Das nehme ich mal mit, auf jeden Fall, aus dieser Folge.

00:41:15: Wurde mich interessieren, zu welchem Schluss du kommst.

00:41:17: Hänge an der Frage schon einen bestimmten Jahr oder so.

00:41:24: Du hattest ja das Thema Avatare angesprochen.

00:41:26: Das haben wir letztes Jahr beim Tag auf den Tür im Siemens Technology Center in Garching ausprobiert, weil unser Gründervater, Werner von Siemens, ist ja nun ... weit nicht mehr unter den Lebenden.

00:41:36: Von daher ist es eine tolle Möglichkeit, den vielleicht Kids auch näher zu bringen über so ein Avatar, weil das ist wirklich ein faszinierender Erfinder.

00:41:48: Und sich mit dem dann vielleicht auszutauschen, eröffnet vielleicht auch noch mal neue Perspektiven.

00:41:56: Das erste, was ich fragen würde ist, Herr von Siemens, was halten Sie eigentlich von Labubus?

00:42:01: Du wirst jetzt

00:42:03: mal klären, was das ist, glaube ich, oder?

00:42:05: Naja, vielleicht weiß er das ja.

00:42:07: Vielleicht weiß

00:42:07: er das schon, hätte es so... kann er die Zukunft schauen, sozusagen, aus seiner Perspektive.

00:42:14: Ja, also ich meine, ich meine, man kann halt alles Mögliche fragen und muss eben gucken, wie reagieren die Leute drauf?

00:42:20: oder was hättest du von Labubus gehalten, wenn sie noch zu einer Zeit... Ist das die Innovation schlechthin?

00:42:25: Nein, Spaß bei Seite.

00:42:26: Also, sehr cool.

00:42:27: Natürlich, wenn sie jemand macht, dann macht Siemens das.

00:42:30: Also, wenn alle gerade irgendwie daran scheitern und verzweifeln, wie sie das umsetzen, dann kriegt ihr das irgendwie hin.

00:42:36: Spannender

00:42:37: Case.

00:42:37: Du musst dir auch sagen, in dem Zusammenhang, wenn ich mit Schulen spreche, oder mit Lehrern, der Avatar-Use-Case ist ein wunderschöner Unsonne.

00:42:46: Ja.

00:42:47: Und den... ist ja wirklich cool mit diesen Persönlichkeiten zu reden.

00:42:52: Aber was die Technologie ermöglicht, ist ja nochmal ein Stück weit, wenn du da ein bisschen kreativer denkst, du kannst ja jetzt nicht nur alte Persönlichkeiten zum Leben erwecken wieder.

00:43:05: Du kannst ja auch Gebäude und sowas zum Leben erwecken.

00:43:09: Du könntest ja zum Beispiel hingehen und sagen, hey Brandenburger Tour, wie hast du damals die Zeit im Zweiten Weltkrieg erlebt oder sowas?

00:43:19: Und kannst dann das ja auch noch so denken und so weiter.

00:43:23: Das ist dann auch mal ein bisschen ... nochmal ein coolerer Ansatz, um Geschichte zu vermitteln oder sowas.

00:43:32: Und wenn ich noch

00:43:33: was,

00:43:34: was ich noch ergänzen könnte, wir hatten letztes Jahr in Estland ein KI Workshop, weil wie gesagt, mein Themenfeld ist ja CAD Software.

00:43:43: Und da hat der Kollege wirklich gezeigt, wie man Designs aus der Natur nehmen kann und die anwenden kann auf Produkte, die wir tagtäglich nutzen.

00:43:52: Also stellt euch vor, ein Laptop, der plötzlich aussieht wie ein Frosch.

00:43:56: Also der das Design von einem Frosch hat oder von einer Zitrone.

00:43:59: Und auch das ist im Prinzip ja dann möglich, dass du echte Geometrien erzeugst und sagst, aber okay, ja.

00:44:07: Schau dir das mal an, was in der Natur an organischen Formen da ist und auch zu überlegen, welche Bandbreite, welche Explosion an kreative Möglichkeiten im Produktdesign möglich sind durch KI, in dem viel schneller Interaktion gefahren werden können, auf die dann eben Ingenieure niemals gekommen wären, weil sie einfach limitiert sind in ihrem Vorstellungsvermögen.

00:44:30: Das ist ganz spannend, dass man wirklich sagt, die Limitation, die Menschen haben, die können wir durch KI ausbessern.

00:44:37: Aber auf der anderen Seite, Kevin, du hattest das kurz angesprochen, den Human in the Loop.

00:44:42: Also, weil man eben auch nicht die hundertprozentige Gewissheit hat, was der Output sein ist, muss da irgendwie noch einen Menschen mitten im menschlichen Verstand drauf schauen und da.

00:44:51: Das gegebenenfalls freigeben oder nicht ist ich liebst total mit zwei ExpertInnen hier zu sprechen kreativ zu Brainstorm.

00:44:58: Ich glaube, das ist die abwechslungsreichste Podcast Folge bisher.

00:45:02: Wir haben über Industrie

00:45:03: geredet.

00:45:04: über

00:45:05: sie war Spaß.

00:45:06: Tatsächlich ja, total Kevin.

00:45:08: Ja, wir quatschen auf jeden Fall nochmal.

00:45:11: Wir haben über Industrie geredet über Überbildung, Eltern schafft jetzt ein bisschen zu Produktdesigns und Laptop fröschen.

00:45:20: Vielen lieben Dank für diese ganzen Insights.

00:45:22: Ich hatte wirklich großen Spaß und das sollten wir nochmal wiederholen.

00:45:26: Vielen Dank.

00:45:28: Ich fand es auch super spannend.

00:45:30: Dann bedanke ich mich vielleicht irgendwie in den letzten Satz, ob Industrie oder Eltern schafft Tipps für die Umgang mit KI.

00:45:39: Überlasse ich euch.

00:45:40: Kevin, möchtest du anfangen?

00:45:43: Ja, gerne.

00:45:43: Also... Wie ich ja schon mal gesagt habe, ich glaube, wir schaffen das einfach nur alle zusammen.

00:45:49: Wir müssen da alle ein bisschen mehr uns aneignen, anwissen und so was.

00:45:56: Das meine ich aber im Bezug auf Technologie im Allgemeinen.

00:46:02: Wir müssen da ein bisschen mehr Rücksicht aufeinander nehmen, die Schulen, aber auch die Eltern auf die Schulen und so weiter.

00:46:09: Es ist einfach jeder überfordert und das müssen wir uns eingestehen.

00:46:14: Und wie gesagt, wir schaffen das nur zusammen.

00:46:17: Jeder muss Verantwortung übernehmen.

00:46:18: Aber ich glaube auch, was ich in den letzten anderthalb Jahren erlebt habe und gesehen habe hier überall in Europa.

00:46:26: Wir sind auf einem guten Weg, auch wenn man das nicht so ganz offensichtlich sieht.

00:46:31: Aber es tut sich was, es tut sich was.

00:46:34: Ganz offensichtlich.

00:46:35: Vielen Dank.

00:46:35: Susanne, du hast das letzte Wort.

00:46:37: Ja, vielen Dank.

00:46:38: Ich habe einen ganz pragmatischen Tipp.

00:46:40: Neben den Büchern, Häftchen, die der Kevin da veröffentlicht.

00:46:44: Einfach auch mal einen Blick auf die Webseite von meinen Kollegen, von unseren Kollegen Siemens Professional Education zu werfen.

00:46:51: Sia.de heißt ausgeschrieben Siemens Your Adventure.

00:46:56: Da findet man tolle Handreichungen, also vor allen Dingen auch für Lehrkräfte, die sich mit dem Thema KI auseinandersetzen wollen, die das Thema in die Schulen bringen wollen.

00:47:06: anderen siemensrelevanten Themen.

00:47:08: Und also auch wirklich ganz toll, was die Kolleginnen da auf die Beine gestellt haben.

00:47:12: Und deshalb hier nochmal der ganz konkrete Tipp und wie gesagt immer immer schön neugierig bleiben, was KI und generell das Leben angeht.

00:47:20: Wir verlinken das gerne alles in den Show Notes.

00:47:23: Vielen lieben Dank euch beiden.

00:47:24: Liebe Grüße nach Madrid und München.

00:47:28: Und wir hören uns dann nächste Woche.

00:47:29: bis dann.

00:47:30: Ciao.

00:47:30: Danke schön.

00:47:31: Ciao.

00:47:35: Ja, wilde Folge mit Siemens Wilderrit, knapp sechshundert Use Cases, die bei Siemens unterwegs sind, dann diverse Bildungs-Initiativen, Ausgründungen und so weiter.

00:47:46: Ich finde es ganz spannend, überhaupt die Überlegung, was der Industrie eigentlich für eine Verantwortung zuteil wird, dabei die Gesellschaft in Sachen Technologie aufzuschlauen.

00:47:55: Also es ist ja im Grunde jetzt nicht zu erwarten, dass die Industrie auch in Schulen geht und dort ganz konkret Lehraufträge bekommt oder so.

00:48:04: Das ist ja eigentlich nicht vorgesehen, aber dennoch ein Thema, über das man, finde ich, durchaus mehr sprechen könnte.

00:48:11: Also würde ich einfach mal so einen Raum stellen.

00:48:13: Und ansonsten in Sachen historische Figuren als Avatare nachbauen, es ist halt wirklich nicht trivial.

00:48:19: Man muss halt schon ziemlich genau definieren, wie der Bot reagieren soll, auf welche Fragen erantworten sollen, auf welche nicht.

00:48:26: Ich kenne das anhand meiner eigenen Bots.

00:48:28: Da werden teilweise Fragen gestellt, das ist wirklich absurd.

00:48:31: Ich hatte ja letzte Woche den Pippbot gelounge.

00:48:34: pippbott.de.

00:48:34: Und da steht ganz dick drüber, dass der auch keine Anlageberatung gibt.

00:48:39: Er ratet, was achtzig Prozent der Anfragen bei diesem Bot sind.

00:48:42: Das ist halt wirklich total crazy.

00:48:45: Leute nutzen KI nicht so, wie wir es vorgesehen als Entwicklerinnen.

00:48:50: Ja, das ist einfach so.

00:48:51: Aber wir können uns jetzt der Frage ja nochmal widmen.

00:48:53: hier zum Schluss.

00:48:54: Liebe Kolleginnen KI, ich weiß, ihr habt alle drauf gewartet.

00:48:57: Ja, also liebe Kolleginnen KI, was hätte Werner von Siemens?

00:49:01: Ich glaube nicht, dass ich das wirklich mache.

00:49:02: Was hätte Werner von Siemens von Labubus gehalten.

00:49:06: Oh, ich weiß, du konntest es nicht lassen.

00:49:09: Also, der gute Werner hätte vielleicht gesagt Labubus, klingt nach einem spaßigen Zeitvertreib.

00:49:14: Solange die Maschine läuft und der Fortschritt nicht stehen bleibt, habe ich nichts dagegen.

00:49:18: In dem Sinne, ein bisschen Spaß darf auch in der Industrie sein.

00:49:22: Der Werner, die KI, duzt den Werner.

00:49:25: Ja, ganz klar, warum auch nicht.

00:49:28: Äh, ja,

00:49:30: danke fürs Zuhören.

00:49:31: Danke, dass ihr den Quatsch hier auch mal mitmacht.

00:49:33: Ansonsten treffen wir uns nächsten Dienstag wieder bei einer neuen Folge.

00:49:37: Kollege in KI, bis dahin,

00:49:45: ciao.

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