Wo der Elektro-Pastor promptet: KI und Kirche mit Christoph Martsch-Grunau

Shownotes

Weihnachten digital: Host Max Mundhenke spricht mit "Elektropastor" Christoph Martsch-Grunau über KI in der Kirche. Ob Predigten via ChatGPT oder "Digital Afterlife", die Technik wirft ethische Fragen auf. Christophs These: KI kann Gedanken strukturieren, doch echte Seelsorge braucht menschliche Empathie. Zugleich sagt er: KI kann der Kirche helfen, sich neu zu erfinden, um im digitalen Zeitalter relevant zu bleiben.

Über diese Themen spricht Max mit Christoph Martsch-Grunau in Folge 11 von "Kollegin KI":

  • Der Elektro-Pastor: Christoph Martsch-Grunau erzählt, wie er fast Informatiker geworden wäre und warum er sich heute als Dolmetscher zwischen IT-Welt und Kirche versteht.
  • KI auf der Kanzel: Erfahre, wie ChatGPT bei der Strukturierung von Predigten hilft und warum theologische Fakten-Checks gegen "Halluzinationen" unerlässlich bleiben.
  • Transparenz im Glauben: Warum es überraschend vielen Gemeindemitgliedern egal ist, ob eine Predigt mit KI-Hilfe entstanden ist, und wie man ehrlich damit umgeht.
  • Digitales ewiges Leben: Eine kritische Betrachtung von Start-ups, die Verstorbene als KI-Avatare zurückholen, und warum dies den westlichen Trauerprozess eher behindern könnte.
  • Seelsorge und Chatbots: Weshalb KI ein spannendes Trainings-Tool für Pastoren ist, aber in der echten Krise an fehlender Empathie und menschlichen Zwischentönen scheitert.
  • Kirche im Wandel: Das zentrale Learning, dass die Kirche sich, genau wie Unternehmen, neu erfinden muss, um nicht von KI wegrationalisiert zu werden.

Der Chatbot zur Folge.

Mehr zu Christoph Martsch-Grunau auf seiner Website.

Mehr zu Max in seinem Linkedin-Profil.

Produktion: Podstars by OMR

Transkript anzeigen

00:00:02: Liebe Leute, Weihnachten steht vor der Tür und ich dachte mir, im Kontext von Weihnachten könnte man mal eine kleine besondere Folge starten, wo KI eigentlich überall eingesetzt wird.

00:00:13: Ihr wisst hier im Podcast gucken wir nach Use Cases, wir gucken, wo KI wirklich ein Mehrwert bringt, wie Unternehmen mit KI.

00:00:21: arbeiten.

00:00:22: Und heute würde ich ganz gerne mal ein neues Thema aufmachen, passend zu Weihnachtszeit, ja, wie KI eigentlich in der Kirche eingesetzt wird.

00:00:32: Und ich freue mich ganz besonders auf Christoph March-Gronau, den ich heute hier habe, den ich schon eine ganze Weile kenne.

00:00:39: Er ist im Internet unter Elektropastor aktiv.

00:00:42: Und ich hab mal Spaß.

00:00:43: deshalb bei einem unserer letzten Gespräche gesagt, Christoph, you put the KI in Kirche.

00:00:48: Das ist tatsächlich so, du gibst Workshops in der Kirche, du bist selbst als Pastor aktiv.

00:00:53: Und wie du KI einsetzt, Christoph, das würde ich gerne in dieser Folge einmal mit dir besprechen.

00:00:57: Hallo, Christoph.

00:00:59: Ja, hallo, Max.

00:01:00: Schön, dass ich hier sein darf.

00:01:02: Ey, sehr geil, ich freu mich total.

00:01:05: Du hast einen ganz interessanten ... eine ganz interessante Vita.

00:01:10: Du wolltest, glaub ich mal, Informatik studieren.

00:01:13: Hast dich dann aber doch dagegen entschieden und was Ähnliches gemacht.

00:01:17: Das war Theologie.

00:01:18: Kannst du ein bisschen erklären, was es damit auf sich hat.

00:01:23: Ja, das hat damit auf sich, dass ich durch die Familie, glaube ich, mein Vater ist Elektriker gewesen und hat damit Computern gemacht.

00:01:29: und ich habe das immer als Kind immer sehr bewundert, habe früh schon mit Computern rumgefrickelt, glaube mit zwölf, damals zweitausend rum.

00:01:36: und dann habe ich gedacht so ja Informatik, das wäre das genau das Richtige, dann hatte ich eine etwas Schwede.

00:01:41: Zeit und dann war kirche da und das fand ich richtig cool.

00:01:44: und dann habe ich immer gedacht ach eigentlich würde ich kirche gern was zurückgeben.

00:01:47: und dann war sozusagen in der schulzeit immer so diese frage ja mal jetzt informatik mache jetzt theologie und dann kurz nach dem abi habe ich mich dann spontan für kirche entschieden und gesagt ok fährt fahrer und lasst das ganze computer hobby sozusagen dann hobby werden.

00:02:02: ja.

00:02:02: und dann habe ich in der uni den studierenden direkt die rechner repariert computer sehe so quasi betrieben.

00:02:07: das war mal ganz cool ja.

00:02:08: und so konnte ich dann halt immer wieder dieses IT-Wissen in Kirche einbringen.

00:02:14: Und ja, im Jahr zwanzig habe ich dann nach meinem Probedienst eine Stelle angeboten bekommen, da der der Kirchenkreis hier in Delmenhorst, Oldenburg-Land sich überlegt, so im Rahmen der Pandemie, es war doch vielleicht ganz gut, wenn wir mal jemanden hätten, der oder die sich da mehr mit beschäftigt, mit so digitalen Fragen.

00:02:30: Und dann hat man mich gefragt, ob ich das machen möchte, hat er die Stelle geschaffen.

00:02:33: Und ja, dann habe ich relativ früh gesagt, ja klar, ich könnte jetzt Social Media machen, wie das gerade sehr viele Kolleginnen und Kollegen auf diesem digital veramtlichen Bereich machen.

00:02:42: Aber wie gesagt, ich könnte euch aber auch was anderes anbieten.

00:02:45: Und das ist halt ein großer Blick so in IT-Themen.

00:02:48: Und ich verstehe mich so ein bisschen so als Dolmetscher zwischen der IT-Welt und der Kirche.

00:02:53: Super spannend.

00:02:54: Ich erspare mir jetzt alle Gags, von wegen, dass auch Informatik häufig Glaubenssache ist.

00:02:58: Aber geht halt ja irgendwie mit PC's und Software zu tun, hat weiß, was ich meine.

00:03:03: Du bist jetzt im Grunde, du hast gesagt in Damer Horst, du bist Beamter, du arbeitest dann irgendwie auch in der Verwaltung, du gibst aber auch Predigten, du machst eine ganze Menge.

00:03:17: Wie setzt du denn KI ein?

00:03:20: Also bei mir ist KI so ein Begleiter sag ich jetzt mal.

00:03:23: Also wenn ich KI benutze, wir nennen es immer zu Hause ganz freundlich Chatty, dann setze ich zum Beispiel die Gottesdienstvorbereitung ein.

00:03:29: Immer dann, wenn ich das Gefühl habe, ich brauche etwas zum Sortieren oder ich möchte gerne etwas genauer wissen und ein bisschen strukturierbar bekommen, dann nutze ich die KI.

00:03:38: beispielsweise, wenn ich jetzt Gebete raussuche oder wenn ich eine Predigt vorbereite, wenn ich sage, ich habe das Thema, ich habe die Zielgruppe, ich habe den Predigtext und so weiter, dann kommt da so ein riesengroßer Prom zusammen.

00:03:49: wo ich halt alles reintuhe, was ich auch Navikarin und Navikarin auszubildend sagen würde.

00:03:54: Ja, und dann macht die Kollegin KI dann, was sie soll, und schreibt einen ersten Entwurf.

00:03:59: Im

00:03:59: Idealfall.

00:04:00: Im Idealfall.

00:04:00: Also mein Ziel ist nicht, dass die KI jetzt das alles super schreibt, weil ich mach jetzt keine Masterpromptings bis zum Übermorgen, weil dann hab ich keinen Gewinn davon.

00:04:08: Sondern ich weiß ja, was ich will, das versuche ich deutlich zu sagen.

00:04:11: Und dann nehm ich mir das, was da kommt.

00:04:13: Und wenn ich achtzehn Prozent hab, dann reicht das ja schon, den Rest kann ich ja selber.

00:04:17: Ja, das kann ich ganz aber gut nachvollziehen.

00:04:19: Wie stellst du sicher, dass da die KI oder ChatGPT in dem Fall, wir hatten Andreas Loffi, also Loffi hatten wir es in einer Folge, der sagte, sagt nicht immer die KI, weil wir sollen ganz konkret über die Tools sprechen, hat er gesagt.

00:04:32: Loffi, liebe Grüße, ich nehme das mal zu Herzen.

00:04:35: Kann

00:04:35: ich auch nur teilen die Haltung?

00:04:37: Ja,

00:04:37: genau, aber es ist doch drin irgendwie, ne?

00:04:41: Wie stellst du sicher, dass da Chatty oder das System, was du verwendest, nicht ... nicht haluziniert.

00:04:48: Wie ist das überhaupt möglich?

00:04:49: Haluzination im Rahmen des Glaubens.

00:04:51: Aber das ist, glaube ich, eine viel größere Frage.

00:04:53: Aber wie stellst du das sicher, wenn du dann irgendwie möglicherweise falsche Psyme vorliest?

00:04:58: Ja.

00:04:59: Also, das mache ich auch bei meinen Seminaren, wenn Kollegen mich fragen, wie ich das mache oder wie sie selber machen können.

00:05:04: Also, ich bin großer Freund davon, dass man so promptet und so eingibt, dass man das selber gerne lesen möchte und vergleichen möchte.

00:05:10: Das heißt, während ich das eintippe, überlege ich eigentlich schon, wie das Ergebnis aussehen wird.

00:05:14: Mehr oder weniger?

00:05:16: und stelle als sicher das heißt ich gibt zum beispiel den bibletext exakt ein.

00:05:20: auch wenn zum beispiel lutter übersetzung höchstwahrscheinlich tausendfach im sprachmodell drin ist bin ich der meinung ich tipp das alles rein kopiere das es gibt ja bible server und so weiter kopiere ich alles ganz exakt rein.

00:05:31: und während er generiert lass ich mir schon mal überlegen ich benutze da gerne diesen kenvers modus für.

00:05:36: der ist ja hilfreich.

00:05:36: wenn man so einen umfang von so einer zehnminütigen predigt hat ist er echt gold.

00:05:41: während er das schreibt vergleiche ich das und dadurch, dass ich den prompt halt relativ präzise schreibe.

00:05:47: und ich sagte leuten immer stellt euch vor ein konfirmant ein konfirmant und würde am raum vorbeirennen Und ihr müsstet den noch irgendwas für die kleinen Gruppe mitgeben.

00:05:54: Wenn die das verstehen, dann versteht das die das Tool auch.

00:05:58: Da kann ich dann halt immer auch gleich abchecken.

00:06:00: Das heißt, ich gehe dann hoch, scroll hoch oder hab da links die Spalte und check auch wirklich nach.

00:06:05: Stimmt der Psyme, stimmt der die Predigt Stelle.

00:06:08: Ist das, was ich vor hatte wirklich umgesetzt worden, gibt es Dinge, die ich nicht haben möchte.

00:06:12: Und das kann ich halt ja sehen, weil ich als Theologe weiß, wie eine fertige Predigt aussieht.

00:06:17: Also wenn ich das nicht wüsste, dann würde ich Kaid dafür auch nicht einsetzen.

00:06:20: Aber dann hätten wir die Frage nicht.

00:06:22: Also, ich bin großer Freund davon, KI da einzusetzen, wo ich mich dann auch mit dem eigentlichen Handlungsfelde, Domäne gut auskenne.

00:06:28: Und auf die Weise gucke ich dann halt durch und schau, was passt.

00:06:31: Ist natürlich ein schönes Stichwort, menschliche Expertise und inwiefern menschliche Profession auch benötigt wird, um mit KI oder mit entsprechenden Tools zu arbeiten.

00:06:41: Wie ist das?

00:06:43: Erlaubt ihr das deinen Chef?

00:06:45: Also ... Also ich sag mal, dein weltlicher Chef und vielleicht auch der andere, ist das moralisch ethisch, ist das okay, wenn man predigt ein Gottesdienste, möglicherweise auch so trauer, schreibst du auch trauer reden mit KI?

00:07:01: Durchaus auch.

00:07:02: Aber es kommt immer darauf an, welches Element eines jeweiligen Gottesdienstes man einsetzt.

00:07:08: Weil man denkt jetzt natürlich so von außen, naja, die Predigt, das ist jetzt einfach so.

00:07:11: die Rede, die wird gehalten, wie wenn der Bürgermeister die Bürgermeisterin ein Gruß vortredet.

00:07:16: Letztlich ist eine Predigt auf der Kanzel auch erst mal nur ein Gebrauchstext.

00:07:20: Weil ich der PS ist jetzt theologisch es gibt Menschen die sagen na ja in der Predigt wird der Geist Gottes und der wird auf die Menschen ausgegossen und dann hören die das und machen die das.

00:07:30: aber ich habe auch schon erfahren dass ich für meine blauen Haare den Vorwurf bekommen habe dass das schon reicht dass Gottes Wort verwirrt wird.

00:07:37: also insofern Ich meine persönliche theologische Überzeugung ist dass ich dem Geist Gottes in der Predigt im Weg stehen kann.

00:07:44: also wenn ich dafür liegen misst abgebe dass dann die Leute sagen ich höre nicht mehr zu dann ist das vorbei.

00:07:50: Aber ansonsten gehe ich davon aus, dass die Menschen, die in meinen Podcast oder in der Kirchenbank sich das anhören, selber für sich merken, ob es ihren Glauben entspricht.

00:07:58: So, bevor ich überhaupt KI einsetze oder irgendwas anderes mache, ist das so erstmal meine Grundhaltung.

00:08:03: Und in dem Moment, wo mir die KI hilft, meine Gedanken und mein Willen und das, was ich ja wirklich sagen möchte, zum Beispiel in Struktur zu fassen, dann tut das Tool ja, was ich möchte.

00:08:13: Ja, das ist sozusagen einfach eine sehr, so ein bisschen wie die früher.

00:08:16: die Rechtschreibung Grammatik Prüfungen ist das quasi Sätze ausformulieren und steroids.

00:08:21: Und ich entscheide ja immer noch, welche Sätze sinnvoll sind.

00:08:24: Also allein diese ganzen kontrastiven Diggationen, die die KI dann einbaut.

00:08:28: Es ist nicht nur eine schöne Sache, sondern auch eine unglaublich wichtige Sache für den Glauben.

00:08:33: So was streiche ich natürlich ersatzlos, weil ich sage, das möchte ich selber nicht sagen.

00:08:36: Das möchte ich nicht auf der Kanzel sagen.

00:08:38: Und das würde ich als Predigtörer auch nicht hören wollen.

00:08:41: Das heißt also, die Nachbearbeitungsschiene ist relativ viel bei mir.

00:08:44: Aber trotzdem kann ich da einige Stunden mit sparen, weil mein persönlicher Painpoint, sage ich jetzt ganz offen, ist manchmal dieses Ausdruck.

00:08:50: formulieren.

00:08:51: Weil ich mir denke, ich weiß doch worum es geht.

00:08:53: Liebe Gemeinde, hier sind die sieben wichtigsten Stichpunkte.

00:08:57: Hier ist der Predigtext.

00:08:58: Viel Spaß nächste Woche.

00:09:00: Ja, in der evangelisch-lutterischen Predigtkultur kommt das nicht so gut an.

00:09:03: Man erwartet dann zehn Minuten von mir auf der Kanzel.

00:09:05: Und dann ist es natürlich total gut, wenn man dann so ein bisschen sprachliche Vorschläge bekommt und dann einfach mal sagen kann hier, ach, das ist ja ein schönes Bild.

00:09:12: Ach, das mit dem Fahrrad, das kann man ja mal einbauen, so mit Taffern.

00:09:16: Oder einfach zu sagen, guck mal, ich habe mir so viel vorgenommen, ich will das alles erzielen und dann einfach mal so ein Mockup zu kriegen von der Predigt, sondern zu merken, so, na ja, also das möchte ich jetzt so nicht machen.

00:09:29: Das ist eigentlich ganz gut.

00:09:29: Und gerade dann, wenn man regelmäßig so Gebrauchstexte schreibt, ist das ganz gut.

00:09:33: Und was schön ist bei den anderen Teilen, bei den Gebieten zum Beispiel, kann ich dann ja zum Beispiel mein fertiges Predigt-Ergebnis auch geben und sagen, kannst du hierfür eine Für-Bitte formulieren.

00:09:43: Und dann sage ich einfach, ich schreibe eine Führbitte zu der folgenden Predigt.

00:09:46: Ich brauche das für zwei Sprecher und so weiter.

00:09:48: Und dann kann ich gucken, weil das ist letztlich auch erstmal eine logische Geschichte.

00:09:52: Man geht seine Predigt durch, hat seine Themen.

00:09:54: Man schlägt vielleicht, Karl Barth hat früher mal gesagt, man schlägt dafür die... Tageszeitung auf für die Fürbitten.

00:10:00: Das kann man natürlich mit ChatGPT theoretisch auch mal ausprobieren und sagen, okay, geh doch mal bitte in die Internet suche, mach doch bitte auch hier mal die aktuellen Tagesereignisse mit reinpassen zu der Predigt.

00:10:10: Also das sind so Associationsprozesse, die ich natürlich auch selber machen kann und natürlich auch tue.

00:10:15: Aber ich finde es natürlich schon interessant, auch mal so einen anderen Impuls zu bekommen.

00:10:18: Also ein negatives Beis, weil ich gucke natürlich auch immer mit meiner Brille ins Internet und von der KI auch mal was vorgeschlagen zu bekommen.

00:10:26: von dem Tool-Force geschlagen zu bekommen, dass irgendwie ja mal was anderes ist, ist ja auch Horizont erweitern.

00:10:32: Und

00:10:33: wie sieht dein Dienst her, das?

00:10:35: Wir hatten in der ersten Folge, Kollegin KI, hatten wir Yasemin da, Yasemin berät ja auch den öffentlichen Dienst und hat auch erzählt, dass es so diverse KI-Projekte gibt, die laufen und das da durch das Bewegung reinkommt.

00:10:46: Aber es ist am Ende natürlich die Verwaltung, die da jetzt nicht so risiko bereit ist, würde ich vielleicht einfach mal zusammenfassen.

00:10:54: Wie möglicherweise die freie Wirtschaft.

00:10:55: Wie ist das bei dir?

00:10:56: Du gibst ja auch Workshops.

00:10:58: Du bringst anderen Menschen auch KI bei und wie sie KI einsetzen können.

00:11:03: Inwiefern gibst du eine Absprache mit deinem weltlichen Vorgesetzten?

00:11:09: Wie wird das im Grunde aufgenommen?

00:11:10: Wie hat das überhaupt angefangen?

00:11:11: Wie hast du das durchbekommen?

00:11:13: Pro-Lizenz für Chatchapitiers auch bekommen.

00:11:15: Bei der Predigt sind wir natürlich der freien Wortverkündigung offen.

00:11:18: Das heißt, es gibt ja auch genug Leute, die ohne KI in der Lage sind, ziemlich viel Scheiß ins Internet zu rotzen.

00:11:23: auf der Kanzel.

00:11:25: Gibt ja so homophobe Kollegen, keine Grüße gehen raus.

00:11:28: Das heißt, grundsätzlich, das, was ich auf der Kanzel hab, muss ich erst mal von mir, meinem Gewissen und vom Herrn verantworten.

00:11:34: Vom Richterschutz, Christi, wie man das so schön sagt.

00:11:36: Das ist der erste Teil, das zweite Teil ist, als ich damals meine Stelle angetreten habe, hatte mein damaliger Kreisfahrer Bertram Althausen gesagt, du weißt am besten, was du für deine Stelle brauchst, beschreib sie selbst.

00:11:47: Das ist natürlich wunderbar, so ein Freibschick zu sagen, was er macht.

00:11:52: Als es darum ging, das Thema KI zu erforschen, war erst mal keine Ablehnung, das war große Neugier, war so nach dem Motto, guckt ihr das mal an, das können wir gut brauchen.

00:12:01: Und als es um die Fortbildungen ging, die dann angefragt wurden, also man muss dazu sagen, ich mache keine Werbung wirklich für meine Arbeit, die Leute kommen über persönliche Empfehlungen, vielleicht natürlich jetzt auch mittlerweile über bestimmte Presse oder Öffentlichkeitsarbeit jetzt wie dieses hier.

00:12:15: Aber da wurde dann gesagt, okay, dein ... Fokus liegt im Kirchenkreis für die zwanzig Gemeinden, die wir hier in der Region zwischen Oldenburg und Bremen haben.

00:12:22: Und da schlägt auch mein persönliches Herz weiterhin sehr für.

00:12:26: Aber gleichzeitig ist halt so, wenn ich freie Ressourcen habe, bevor ich dafür Bleistifte anspitze, kann ich dann halt auch andere Landeskirchen, andere Kirchenkreise, verschiedene Gruppen unterstützen und damit wissen weitergeben.

00:12:38: Weil für die Oldenburgische Kirche bin ich dann ja auch eine Advisitenkarte.

00:12:42: Also innerhalb der Kirchen, aber natürlich auch nach außen.

00:12:45: Deswegen wird das, glaube ich, gerne gesehen und... Ja, wenn Sie jetzt mir sagen würden, darf ich nicht mehr, dann lasse ich's halt.

00:12:52: Du gehst ja auch transparent damit um.

00:12:53: Wer dir in Social Media folgt, weiß das, dass du da natürlich am Ball bleibst.

00:12:57: Man kriegt immer coole AI-Inus auch von dir.

00:13:00: Ich folge dir gerne und quatsche auch gerne mit dir.

00:13:04: Wie transparent gehst du damit in den Predigten und sagst du da am Ende davon, dass auch diese Predigt wurde übrigens erstellt mit KI oder möglicherweise bei der Grabrede oder so.

00:13:13: Ich glaub, das würde doch für Verwirrungen sorgen, oder?

00:13:17: Wie geht man damit um?

00:13:19: Ja, ich bin ja jemand, der gerne sich das ganze System anguckt.

00:13:22: Also wir haben zum Beispiel in Kirche das Problem, das Ideenplaggiat sehr gewollt ist, sag ich jetzt mal ganz ehrlich.

00:13:27: Das heißt, Kollegen klauen sich gegenseitig die Ideen für Predigten oder Projekte und keiner redet darüber, woher er oder sie das hat.

00:13:34: Und das finde ich persönlich erst mal anstößig.

00:13:36: Das sage ich jetzt mal ganz bewusst.

00:13:39: Das heißt, wir haben keine etablierte Struktur.

00:13:40: Das heißt, jemand, der unsere Produkte in Anführungszeichen wahrnimmt, geht erst mal davon aus, dass wir das sind.

00:13:46: Und es wird nicht thematisiert.

00:13:48: Egal wie.

00:13:49: Und das habe ich zum Beispiel in der Situation so, dass ich auf der Kanzel das nicht machen könnte, weil es würde die Leute völlig rausschmeißen, wenn ich sage, ich lese jetzt die Lese-Predigt aus dem Buch XY.

00:13:58: Das ist bei unseren Predigt-LektorInnen, zum Beispiel die Leinen, die dann lesen dürfen in der Predigt.

00:14:04: Ja, die müssten das ja sonst auch immer sagen.

00:14:06: Ich mach das so, wenn die Leute an der Tür sind und sagen, Herr Matsch-Grunau, das hat mir aber sehr gefallen.

00:14:11: Das war doch total schön, dass ich dann transparent mache, wie ich da hingekommen bin.

00:14:14: Also, ich hab zum Beispiel ein Podcast-Projekt mit einem Kollegen hier aus Stur.

00:14:18: Das heißt, mit dem wechsel ich mich ab.

00:14:19: Und wenn er die Predigt für den Podcast gemacht hat, dann ist das auch die Predigt auf der Kanzel.

00:14:24: Die passe ich natürlich ein bisschen noch an, wenn es wirklich vielleicht irgendwas ergibt.

00:14:28: Aber in der Regel ist es ja zu einem festen Text, nach dem Rhythmus.

00:14:31: Und dann sind die Leute happy.

00:14:32: Und wenn die dann sagen, wow, toll, dann sag ich, ja, das hat mein Kollege Robert Vetter aus Sturr geschrieben.

00:14:36: Wir sind hier im selben Entwicklungsraum und wir machen zusammen das Projekt und sind die Leute eher sogar beeindruckt davon, dass wir halt strukturiert arbeiten.

00:14:43: Und beim Thema KI ist das dann ähnlich, dass ich sage, ja, natürlich habe mich da unterstützen lassen.

00:14:47: Die Ideen sind schon meine, das Predigtziel ist Mainz und dann kann ich aus sehr transparent auflisten.

00:14:52: Aber ich habe die Wahrnehmung gemacht, dass das Leute, ehrlich gesagt, gar nicht so sehr interessiert, wie sie es eigentlich müsste.

00:14:57: Also, wo ich mir dann auch ein bisschen Sorgen mache für die Medienkompetenz.

00:15:00: Ihr habt das ja sicher auch schon in den anderen Folgen öfter gehabt.

00:15:02: Wie geht man mit Ergebnissen um KI-Kennzeichnung?

00:15:05: Ja, nein.

00:15:07: Also, da ist auf jeden Fall... Ja.

00:15:10: Aber schön, weil man... Der Schöne dabei ist, wenn man sich das transparent hält, man weiß halt, wo man welche Idee her hat, wo man was hat.

00:15:16: Und da muss man eigentlich auch diese... Also, diesen Maßstab sollte man eigentlich auch an andere Predigten anlegen.

00:15:21: Dass man sagt, ich hab aus dem Buch das, ich hab die Idee von dem Kollegen.

00:15:24: Also, das ist so das, was ich dann zurückspiege.

00:15:27: Weil KI uns die Chance bietet, halt in verschiedene Richtungen nachzudenken.

00:15:31: Wir sind jetzt viel bei textbasierten Modellen.

00:15:34: Also klar, Buchreligionen sind in der Regel voll mit Texten und der bietet sich, bieten sich Large Language Modus an, beziehungsweise generative KI generell, um da im Grunde Sachen rausziehen, für Predigten vorbereiten und so weiter.

00:15:49: Jetzt gibt es ja noch andere Anwendungen und ich habe mal so ein Beispiel mitgebracht, weil ... Ich weiß also du bist natürlich irgendwie ein Experte für irgendwie Ethik und Moral.

00:15:59: Ich meine das ist ja glaube ich etwas ein bisschen berufsbezeichnend.

00:16:03: Und es gibt jetzt im letzten Jahr gab es diesen Film Eternal You von Moritz Riesenig und Hans Block die.

00:16:10: Die viel auch über KI machen noch anderen Film über KI gemacht über diese Klick worker in.

00:16:17: und jetzt Eternal You war letztes Jahr ein ganz schöner.

00:16:20: Erfolg, sag ich mal, wurde viel diskutiert, da ging es so ein bisschen um die digitale Unsterblichkeit.

00:16:25: Denn so large Language Models nutzen und Predigten vorzubereiten, ist das eine.

00:16:28: Aber es gibt ja nun durchaus gerade im ostasiatischen Raum, ist es so relativ verbreitet, gibt es Startups.

00:16:36: Ich sage mal, erklärst du mal sowohl ganz da Lob, wenn irgendwie ein Familienangehöriger stirbt, dann kann man da Sprachnachrichten, Fotos, Videos, Texte, die die Person geschrieben hat, Tagebücher und so weiter hinschicken.

00:16:48: Und dann wird da ein digitales KI-Abbild von einer Person erstellt und dann kann man danach mit dieser verstorbenen Person Zoomen, Texten, vielleicht telefonieren, wenn man sogar die Stimme geklont hat.

00:17:03: Was für eine Rolle spielt das ganze Thema ewiges Leben mit KI und wie stehst du zu solchen Projekten und Ansätzen?

00:17:12: Ich glaube, man sollte erst mal die Intention der Menschen, die das wahrnehmen, also die da ihre Sachen hinschicken, erst mal ernst nehmen.

00:17:18: Weil das ist natürlich ein Trauerprozess.

00:17:20: Man hat diesen Menschen vielleicht ganz überraschend verloren.

00:17:22: Man hat vielleicht keine Chance mehr gehabt, Tschüss zu sagen.

00:17:25: Es gibt ja dieses eine kleine Video von, was man da ja gemacht hat, wo so eine Frau ihre Tochter noch zum Geburtstag begleitet, weil sie irgendwie nicht dabei sein konnte.

00:17:33: Das ist sehr berührend.

00:17:34: Also da geht einem schon das runter.

00:17:37: Aber man sieht halt genauso, wo sie diese VR-Brille aufhat.

00:17:40: wie sie ins Leere greift.

00:17:42: Also wie sie das Kind versucht dann zu berühren und natürlich irgendwann sich dann auch denkt so, ich bin jetzt gerade wirklich in dieser VR-Welt mit dem Kind und ich muss dann an der Stelle mich fragen, ob das gut ist für den Trauerprozess, dass man, also ein bisschen nach dem alten Fritzhunde wollte ich ewig leben, frage ich mich, dass jetzt, Scherz bei Seite, schon sehr deutlich, ob es Menschen gut tut, wenn sie den Verstorbenen nonstop verfügbar haben.

00:18:08: Es gibt Studien dazu.

00:18:09: Und das letzte, was ich gelesen hat, ist, dass tatsächlich genau dieser Punkt auch kritisch gesehen wird.

00:18:13: Da gibt es auf jeden Fall so ein paar Sachen auch gerade in der westlichen Welt, die so ein bisschen darauf eingehen und sagen, ja, das ist ganz klar Unterstützung des Trauerprozesses.

00:18:21: Und dann gibt es durch das Studien, die sagen, nee, Moment, eigentlich hilft das nicht wirklich.

00:18:26: Also es gibt auf jeden Fall Kritik daran.

00:18:28: Jetzt ist aber die Sache, dass das natürlich nicht nur zum Trauerprozess gilt.

00:18:31: Und das ist ja eine Frage, die ich mir immer stelle, wenn wir beispielsweise von unserer Ethik in unsere... unserer christlichen Demokratie, christlich geprägten westlichen Welt, auf andere schließen und sagen, das hat im Grunde den kompletten Anspruch weltweit.

00:18:45: Solche Debatten gibt es immer wieder, wenn wir beispielsweise über europäische KI sprechen, dass wir sagen, Unternehmen.

00:18:51: die aus dem Ausland kommen mit Europa zusammenarbeiten wollen, die müssen sich an unsere Werte halten.

00:18:55: Mit unserer KI und gewisse Dinge sind einfach verwerflich.

00:18:59: Jetzt gibt es aber dann durchaus andere Kulturen, wenn ich ein bisschen an konfuzianische denke, gerade in Ostasien, wo das eigentlich ganz normal ist, mit verstorbenen Ahnen zu sprechen.

00:19:12: Und wirklich, wo man die Teil ihres Lebens hat, dass das ein ganz anderer Bewältigungsprozess ist oder ein Umgang mit verstorbenen, vor allem mit verstorbenen Familienangehörigen, Wie ist das?

00:19:23: Sollten wir wirklich irgendwie sagen, wir nehmen uns das Recht raus und sagen, nee, das ist nicht okay, das dürfen wir nicht machen.

00:19:28: oder sollten wir sagen, KI ist eigentlich für alle Glaubensreligionen da, für alle Glaubensgemeinschaften, für alle Kulturen und jeder soll KI so nutzen, wie es im Grunde in der eigenen Kultur vorgesehen ist.

00:19:38: Also ich würde dir dazu stimmen, also gerade jetzt.

00:19:40: ich denke zum Beispiel an japanische Strukturen, Chintu, Glauben auch oder buddhistische Strukturen.

00:19:45: Also wenn man es aus der Perspektive betrachtet, ist das ein etwas gesünderer Umgang.

00:19:49: Also ich kann mir im westlichen Feld es eher weniger vorstellen.

00:19:52: Dann nehmen wir mal an, so ein Unternehmen gibt Pleite, geht Intervent.

00:19:55: Da hat es ja letztens auch einen Fall gegeben, da hatte sich jemand vor zwei oder drei Jahren, wie gerade eine virtuelle Frau genommen, hat die auch geheiratet und alles Mögliche und dann ist diese Firma Insolvent gegangen.

00:20:04: und damit ist quasi dieser Mensch.

00:20:07: Wie man dem und wie man es betrachtet zum Witt war geworden.

00:20:09: So, das heißt für ihn ist ja die Welt zusammengebrochen, weil seine lebende KI, Ehefrau dann auf einmal nicht mehr verfügbar war, als er war ausgestaltet war und so weiter.

00:20:18: Das heißt, das ist so ein Aspekt, den man natürlich dann je nach Kultur vielleicht anders identifiziert.

00:20:22: Wenn man diesen Tempel, es gibt ja diese kleinen Schreine, die in den Häusern zum Beispiel stehen, wo die Leute eine Kerze anzünden, das Fenster, also die so ein Bild haben vielleicht auch.

00:20:31: die Urne dastehen haben.

00:20:32: Also ich glaube, wenn das in so einer Kultur ist, dass man dann noch mal interaktiv mit jemandem arbeitet, wo man vielleicht sowieso das Gefühl hat, ich rede jetzt gerade mit meiner Angehörigen, weil die kommt da hinten um die Ecke.

00:20:42: Ich glaube, das kann dann definitiv, also aus der Richtung, so wie du es beschrieben hast, die Menschen definitiv besser abholen.

00:20:50: Hier im westlichen Kontext würde ich sagen, wir rennen allgemein, unabhängig, ob es mit KI-Technologie oder gar nicht machen, wir rennen dem Tod weg.

00:20:57: Also ich hab das ganz oft bei Trauergesprächen, dass ich Menschen treffe, die dann ganz bestürzt sind.

00:21:01: Weil jetzt auf einmal doch der Punkt ist, wo sie sich mit dem Leben oder mit dem Sterben beschäftigen müssen.

00:21:06: Manchmal ist es erleichtern, wenn man z.B.

00:21:08: eine demenzielle Erkrankung hatte, wo man sieben Jahre den Sterbeprozess begleitet hat, dann sind die Leute meistens sehr gefasst, so nehme ich sie wahr.

00:21:16: Was schwierig ist, wenn z.B.

00:21:17: jemand spontan stirbt durch einen Autounfall oder durch einen Verbrechen.

00:21:21: Das heißt, dann ist er auf einmal so plopp.

00:21:23: Dann ist auf einmal ein ganz großer Riss.

00:21:25: Und da frage ich mich manchmal, neben diesem doch sehr krassen Situation, ob es nicht manchmal uns als Gesellschaft im Westen sehr gut täte, sich mit dem Tod und dem Sterben und der Trauer mehr zu beschäftigen.

00:21:36: Also deswegen würde ich es sehr begrüßen, wenn diese KI-Angebote dazu führen würden, dass wir uns auch unabhängig von KI mehr damit beschäftigen, was wir jetzt eigentlich so unser Andenken ist, wie unsere Angehörigen gestützt sind.

00:21:47: Weil wenn du überlegst, wie viele Fragen du so beantworten musst, dieses Jahr ist mein Vater gestorben, denn ich wusste, beruflich, was da alles kommt.

00:21:54: Aber du kriegst so viele Fragen gestellt.

00:21:56: Soll es eine Ersag, soll es eine Urne, soll das, soll dies, soll das.

00:21:59: Und damit machst du dir normalerweise im Alltag keine Gedanken, obwohl du so etwas theoretisch vorbereiten könntest.

00:22:06: Das ist kein Zufall, dass die Römer damals von Memento Mori geredet haben.

00:22:10: Bedenke, dass du sterben kannst.

00:22:12: Bedenke, du könntest beim nächsten Feldzug oder auf dem Feld, keine Ahnung.

00:22:17: Ich glaube, dass das uns komplett verloren gegangen ist in der westlichen Welt.

00:22:21: Deswegen kommt jetzt auf einmal dieser Punkt, was ich im Leben nicht geschafft hab, das kann ich im Digital Afterlife nachholen.

00:22:29: Das kann sein, dass das eine Inzente für manche Menschen ist, das zu machen.

00:22:32: Ich würde das jetzt nicht verurteilen wollen.

00:22:34: Im Gegenteil ... Ich würde nur sagen, ist es gesund, wenn man sich damit nicht beschäftigt, dann auf einmal sozusagen den kalten Entzug zu bekommen, wenn es nicht mehr funktioniert.

00:22:43: Oder wenn diese Person auf einmal etwas erzählt, was sie zur Lebzeit nie gesagt hätte.

00:22:48: Ich habe mich auch mit Chatbots beschäftigt in meiner Arbeit.

00:22:51: Und hab versucht, was das so in die Richtung zu machen, also nicht digital afterlife, sondern eine fiktive Figur.

00:22:56: Und hab gemerkt, wie schwer es ist, dass ein KI-Tool wirklich den Ton trifft.

00:23:00: Das reicht doch nicht, dass du einfach alle Texte und Sprachnachrichten transkribiert irgendwie in das Sprachmodell pumpst oder als Rack anbietest, sondern du brauchst ja wirklich das.

00:23:08: Und wenn dann irgendwann sozusagen dieser Schleier abfällt und man irgendwann merkt, was mach ich hier eigentlich?

00:23:16: Ich glaub den, also jetzt ist es eine westliche Perspektive.

00:23:20: Da könnte ich mir vorstellen, dass das manche Leute doch ganz schön schocken könnte.

00:23:24: Und das ist die Frage, ob das wirklich kommuniziert wird von den Unternehmen.

00:23:29: Düstere Folge auf jeden Fall.

00:23:30: Aber es ist, ich glaube, wichtig, dass wir, ja, du, ist das natürlich jetzt für dich Alltag, für unsere Hörer und Hörer wahrscheinlich weniger.

00:23:37: Aber ich danke dir auf jeden Fall für die Insights dahingehend.

00:23:43: Wo kann denn KI konkret helfen beim Trauerprozess?

00:23:45: Oder sagst du, das ist auch was komplett Menschliches nach meiner Erfahrung.

00:23:48: Da kann KI nicht helfen.

00:23:50: Ich glaube, da muss man immer... Wie Jasemin auch schon sagte, Eddie Pence.

00:23:55: Ich glaube, aus der Perspektive von uns als Kirche, nehm ich jetzt mal ein, kann KI, glaube ich, nicht so sonderlich viel helfen.

00:24:03: Also wir hatten das.

00:24:04: letzte Woche war ich im Pastoralkolleg mit Achim Blakstein, einem ausgebildeten Seelsorger, der sich auch da in dem Bereich sehr in die Expertise gegangen ist.

00:24:10: Die benutzen das in der Chatseelsorge zum Training, hat er mir erzählt.

00:24:14: Das fand ich ganz spannend.

00:24:15: Das heißt also ausgebildete Seelsorgerinnen auch Ehrenamtliche machen KI mal zum Sparing Partner für KI-Seelsorge.

00:24:22: Das fand ich spannend.

00:24:23: Also könnt ihr mal zu Hause ausprobieren, einfach mal die KI zu bitten, dass sie diejenige ist, die das Problem hat.

00:24:30: Und ihr müsst darauf Antworten finden.

00:24:32: Also nicht wie man's typischerweise benutzt und sagt so, ich hab ein Problem, weil das ist das Intent... Ich hab ein Problem, ich mach mein Chatprogramm auf, ich tipp das da ein, bevor ich irgendwas Schlimmes tue.

00:24:42: Also da sehe ich KI jetzt nicht als optimales Mittel, aber es ist immer besser, als wenn die Menschen niemanden zum Reden haben.

00:24:48: Find ich spannend, dass du den Case bringst, weil das ist tatsächlich ein Case, der auch in der Wirtschaft immer wieder mir begegnet, der hier auch in dem Podcast schon mal erwähnt wurde in der Folge mit Alvin von Rossmann, der sagt, wir bauen auch Bayer-Personas nach oder Marketing-Personas, die dann im Grunde bei Pitches zuhören oder den wir eben ein bisschen Fragen stellen können und die dann so reagieren wie eine Person, mit der man im Grunde spricht.

00:25:11: Aber eben nicht so, dass man sagt, wir wollen ein konkretes Problem mit KI lösen, sondern wir nutzen KI als Sparingspartner und lassen uns... Fragen stellen, mit denen wir uns befassen müssen, auf die wir vorher vielleicht gar nicht gekommen wären.

00:25:21: Deshalb spannend, dass da so eine Überschneidung ist in den Use-Cases, finde ich, weil du das natürlich nicht im wirtschaftlichen Sinne machst, sondern im Kirchlichen.

00:25:31: Und das ist sehr selbst entlarvend.

00:25:33: Also ich habe das letzte Woche auch das erste Mal ausprobiert, weil ich bei dem Thema Sehlsorge bisher mal gesagt habe, man sollte sich damit ja auch gut auskennen.

00:25:40: Ich meine, ich kenne mich auch aus, aber ich bin ein Gebrauchspraktiker.

00:25:43: Also jemand Achim Blackstein, der da wirklich sich seit vielen Jahren auch intensiv mit beschäftigt, der kann ja auch sofort identifizieren und sagen, ja, das ist jetzt die Sehnsorge-Technik nach X, die die KI da jetzt verwendet.

00:25:54: Ich habe zum Beispiel für mich gemerkt, mir vieles teilweise schwer aufgrund vielleicht auch der Fragestellung, die die KI gebaut hat, das zu antworten.

00:26:02: Weil das ist so ein Themenbereich, der auch den Kolleginnen in der Social Media.

00:26:07: diesen sogenannten Influencer begegnet.

00:26:09: Du bist bei Instagram und auf einmal slidet dir jemand in die DMs und stellt dir voll die krasse Frage.

00:26:14: Und dann hast du natürlich eine ganz andere Situation, wenn du mit diesem Menschen, wenn du Mensch redest, wenn das eine chatbasierte Kommunikation ist.

00:26:22: Weil typischerweise, wenn man jetzt hier zusammensitzt oder hier auch im Videocall, da kann man auch mal schweigen.

00:26:28: Da kann man viel mit dem Gesicht machen.

00:26:30: Da kann man viel auch mit nicken oder.

00:26:34: Kann man zum Beispiel durchaus zeigen, dass man da ist.

00:26:37: Das kannst du bei Chatseelsorge an sich nicht so leicht.

00:26:40: Klar, du hast Pause.

00:26:41: Du siehst vielleicht, dass jemand schreibt.

00:26:43: Aber du kannst ja diese vielen Norms nicht hören.

00:26:46: In welcher Tonlage sagt das jetzt jemand?

00:26:48: Wenn da noch andere Geräusche ist, da entzögern.

00:26:50: Das kannst du alles nicht sehen.

00:26:51: Das heißt, das macht die Kommunikation mit der Chatseelsorge sehr.

00:26:54: Anspruchsvoll.

00:26:55: Und als mir dann die KI, ich hab erst mal die GPT-Fünf.Eins-Thinking angehabt.

00:27:00: Da hat das Ding auf einmal solche Texte geschrieben.

00:27:03: Das waren, was ich nicht, fünfzehn Absätzen mit drei Ballettpoints.

00:27:05: Und als mir dann die KI am Ende noch irgendwelche Antwortvorschläge machte, sowie so Bingzeiten, da hab ich dann gemerkt, okay, das funktioniert nicht das Experiment, das würde niemand im Realitas machen.

00:27:18: Also gibt reflektierte Menschen, mit denen man im Gespräch kommt, das ist immer sehr bereichernd, aber diese Leute würden nicht.

00:27:24: Die würden das nicht nutzen, und die würden so auch nicht dir begegnen.

00:27:26: Und dann habe ich einfach das Modell runtergefahren, habe Instant verwendet, dann wurden die Fragen schon ein bisschen, ja, sage ich mal, realistischer.

00:27:34: Und da habe ich dann aber auch gemerkt, es sollte, also für mich war das sofort klar, ich muss mich da weiter fortbilden.

00:27:39: Gerade wenn viele solche Fragen kommen und abhängig von KI, möchte man ja auch darauf reagieren können.

00:27:44: Also das war zum Beispiel für mich ein sehr erhellendes Learning.

00:27:47: einfach zu merken, wenn ich jetzt schon bei der KI so ein bisschen nachdenken muss.

00:27:52: Und das Problem ist natürlich auch, man weiß ja, auf der anderen Seite sitzt eine KI, da redest du anders, als wenn du einfach zackhaft fragst, wie geht es dir jetzt eigentlich gerade, Max, erzähl mal mehr.

00:28:00: Da kann man doch mal, also das war sehr spannend, also dieses Experiment umzudrehen.

00:28:04: Also insofern dafür kann KI sicherlich hilfreich sein, zumal man dort ja auch nichts preisgibt.

00:28:10: Ganz kurz in der Kommunikationswissenschaft ist das ja im Grunde, ich glaube die Annahme, ich habe ja mal vor Ewigkeiten Soziologie studiert und die Annahme ist ja, dass allein menschliche Kommunikation extrem unwahrscheinlich ist, dass die Kommunikation zwischen Sender und Empfänger genauso transportiert wird, wie die Intention eigentlich ursprünglich gewesen ist, das ist eigentlich nahezu unmöglich.

00:28:31: Und deshalb gibt es ja durchaus Mechanismen, wie man Kommunikation sicherstellt.

00:28:35: Gästig, Mimik, Betonung und so weiter und so fort.

00:28:38: Und überall, wo Technologie zwischengeschaltet wird.

00:28:41: Also wenn wir telefonieren, wenn wir chatten und so weiter, dann fallen ganz viele dieser Mechanismen ja schon per se raus.

00:28:49: Also du kannst gewisse Dinge nicht machen.

00:28:50: So wurden dann irgendwann zumindest soweit die Theorie auch Emojis oder Smilies erfunden, um im Grunde den Wegfall von nonverbaler Kommunikation wieder herzustellen.

00:29:01: dann im Grunde damit zu kommunizieren.

00:29:03: Mittlerweile gibt es zahlreiche andere Kommunikationsmöglichkeiten.

00:29:06: Es gibt GEVS, also kannst du im Grunde Kleiberweg Bilder schicken und so weiter und so fort.

00:29:09: Das sind alles Dinge, die menschliche Kommunikation imitieren sollen.

00:29:13: Und ich glaube, das stellt in der Kommunikationswissenschaft, oder aus kommunikationswissenschaftlichen Perspektiven, KI auch noch mal vor eine ganz andere Herausforderung.

00:29:22: Weil das im Grunde ja noch weniger kontrollierbar ist, was da am Ende rauskommt und wie eine KI auf etwas reagiert.

00:29:29: Und du sagtest jetzt schon, ja, es gibt möglicherweise, es gibt verschiedene Anknüpfungspunkte an Seelsorge.

00:29:35: Ja, das war mir nicht bewusst, dass es da verschiedene Theorien gibt.

00:29:38: Also tief bin ich nicht im Thema drin.

00:29:40: Und Jana, klar, die KI oder eine KI könnte... das theoretisch versuchen zu adaptieren oder sich daran langzuhangen.

00:29:47: Das heißt, ein Chatbot könnte ja grundsätzlich so was wie Seesorge machen.

00:29:51: Aber was spielt der Mensch dann noch für eine Rolle?

00:29:54: Ein Running Gag bei uns in der Branche ist, wenn man sagt, das ist bestimmt schwer für dich.

00:30:00: Ja, das ist so.

00:30:01: das, was man so sagen würde, das würde man niemals machen.

00:30:02: Das ist die Killer-Phrase, das würde man niemals sagen.

00:30:04: Also, bitte liebe KollegInnen, da draußen niemals sagen, ist keine gute Idee.

00:30:09: Das könnte die Maschine ... Es gab letztes Jahr, ich glaube, im Jahr zwanzig hatte MDR so eine ganz tolle Doku gemacht, so ein kleines Experiment.

00:30:16: Sie haben einen Pastor, eine Therapeuten und eine beste Freundin, eine Influencerin gebeten.

00:30:22: So drei BOT-Personas zu programmieren.

00:30:25: Und das hat noch mit ChatGPT-Dreifünffös wahrscheinlich, also sehr holzschnittartig.

00:30:29: Und dann haben sie halt exemplarisch drei, ja drei Personen oder ein Pärchen war dabei gefragt und macht doch mal.

00:30:37: Und interessanterweise war die Akzeptanz das relevante Kriterium.

00:30:42: Also wenn zum Beispiel die ältere Dame sagt, dass dieser KI-Pastor genauso redet, wie sie es erwartet.

00:30:47: Also zum Beispiel einen Bibel-Zitat raushaut oder irgendwie ein verunfalltes Fußballspiel als Metapher verwendet.

00:30:56: Sie sich aber angenommen fühlt, empathisch gehört fühlt, ist diese Kommunikation ja erfolgreich abgeschlossen.

00:31:04: Da sind wir natürlich als PastorInnen, wir haben uns den Film letzte Woche angeschaut.

00:31:08: Natürlich erstmal sehr erschreckt, sagen wir, wenn die KI so redet, wie wir, typischerweise erwartet werden.

00:31:15: Es geht jetzt hier ums Klischee.

00:31:17: Dann werdet ihr da weg rationalisiert.

00:31:19: Und das ist für mich die operative, also mein operativer Appell an Kirchenleitungen und allen Möglichs ist, wir dürfen nicht so reden, wie die KI uns im Klischee arbeitet.

00:31:27: Wir können nicht so machen wie immer.

00:31:29: Bei uns ist so eine Hammerphrase immer, das haben wir ja schon immer so gemacht.

00:31:32: Ja, dann werden wir ersetzt.

00:31:33: Weil das ist das Muster auf dem die KI trainiert ist.

00:31:36: Ja, wir sind gezwungen als Kirche uns immer wieder neu.

00:31:39: Und das ist in der Geschichte auch passiert, immer wieder neue Worte zu finden, neuen Ausdrucks zu bringen.

00:31:45: Also irgendwie zu verharren und zu sagen, wir bleiben jetzt hier sitzen und wir reden wie immer.

00:31:48: Wir nutzen dieselben Gesprächsimpulse wie immer.

00:31:51: Das sorgt dafür, dass Menschen sagen, ja, so ist Kirche halt.

00:31:53: Ich finde zum Beispiel bei dem Predigthema auch das ganz spannend, wenn man in der Öffentlichkeit das so hört.

00:31:57: Es gibt ja auch ganz viele Podcasts, auch mittlerweile, ich glaube, der Deutschlandfunk hat das Anfang Ostern oder so eine Osterfolge gemacht und dann die beiden Journalistinnen das einfach mal ausprobiert, selber eine KI predigt zu schreiben.

00:32:08: Ohne die Vorbildung.

00:32:09: Also, das ist kein Angriff.

00:32:10: Ich fand das sehr spannend, weil sie sagten, das ist ja das, was ich kenne.

00:32:14: Das ist ja total super.

00:32:14: Dann können die die Pastoren hier einstampfen.

00:32:17: Und jeder Pastor, jede Pastoren, das gehört ja, sagt, Moment mal, weil das, was da rauskommt, ist doch Schlotze.

00:32:21: Das funktioniert doch nicht.

00:32:22: Da würde doch niemand von uns mit der Redeerfahrung auf der Kanzel machen.

00:32:27: Das Problem ist nur, und das ist bei der Seelsorge und den Menschen, die da draußen sind, unter den Gemeindemitgliedern oder anderen Leuten, das Problem, sobald ein Mensch sagt, ich habe ein Problem, Und ich nutze KI als Beratung.

00:32:38: Therapie ist es in der Regel nicht.

00:32:41: Und das, was diese Maschine mir da anbietet, an Text, das hat Recht, dann hat es Recht.

00:32:48: Das ist dann die Frage, wie kommen wir jetzt Kirche da wieder rein?

00:32:51: Und ein Freund von mir hat dann zum Beispiel mal den Vorschlag gemacht, vielleicht sollten wir es gar nicht über KI versuchen, sondern einfach eine Medienkampagne.

00:33:00: Das weiß ich früher bei vielmann.

00:33:01: Ja, das man wirklich hat.

00:33:03: Ein Pastor, eine Pastorin in der Tageszeitung, großes Bild.

00:33:06: Und drunter nur noch der Satz, da wissen sie, mit wem sie reden.

00:33:10: Das waren wirklich wirklich die Markenkern, wie das wird.

00:33:13: Schöner Pitch.

00:33:15: Wenn

00:33:15: irgendeine Werbe-Agentur gerade zuhört.

00:33:19: Also, copyright Ben Witthoff, da gebe ich an Ben Witthoff weiter.

00:33:22: Aber grundsätzlich ... Aber das ist die Frage, was ... Ich mach das ja nicht einfach nur zum ... Na

00:33:28: klar.

00:33:29: Dings und so, sondern die Frage ist halt ... Wofür braucht es Kirche dann noch, wenn die KI das alles ausspuckt, wie die Leute haben wollen?

00:33:36: Das ist aber eine Frage und das finde ich spannend in unserem Gespräch, die man auch auf die Kreativwirtschaft beziehen kann oder nicht.

00:33:43: Wozu braucht es noch DesignerInnen oder TexteInnen?

00:33:46: Weil die KI kann das ja im Grunde oder die KI, ja eine KI oder die Technologie, sag ich mal, die kann das ja im Grunde auch.

00:33:53: und ich glaube.

00:33:54: Genau das, was du gesagt hast, wir müssen uns selbst erfinden.

00:33:57: Und ich glaube, wir müssen gar nicht, wir machen das automatisch.

00:34:01: Denn KI kann ja nur das wiedergeben, was sie im Grunde von uns schon gelernt hat.

00:34:06: Neue Entdeckungen zu machen, neue Kultur zu schaffen, neue Predigten zu schreiben oder eben neue Grafiken zu entwickeln, neue Kunstformen, neue Musik.

00:34:15: Und zwar, das kriegt die KI nicht hin.

00:34:17: Sie kann nur adaptieren und aus bestehenden Sachen neues formen.

00:34:21: was menschliche Kreativität und neue Schöpfung im Menschlichen angeht.

00:34:24: Ich glaube, genau das ist so ein bisschen dieser Punkt, den du ansprichst.

00:34:28: Wie kann man sich selbst vor der Wegrationalisierung durch KI retten, indem man, glaube ich, Mensch bleibt und indem man im Grunde seine Kreativität, Neugier nachgeht und neue Sachen macht und eben nicht nach Schema F einfach das abarbeitet, was ohnehin möglicherweise die KI automatisiert kann.

00:34:48: Find ich ein krassen Gedanken.

00:34:52: Ähm... Eine letzte Frage, Christoph.

00:34:55: Wie siehst du das in der Zukunft?

00:34:58: Wird KI in der Kirche generell eine größere Rolle einnehmen?

00:35:02: Wir wissen, dass der Papst, glaube ich, mit ChatGPT experimentiert hat.

00:35:06: Ja, also die Kollegen der RK sind auch irgendwie gerade so dabei.

00:35:12: Glaubst du, dass wir in Zukunft mehr KI-Predigten haben werden?

00:35:16: Dass wir vielleicht auch hier gewisse Dinge individualisieren können?

00:35:19: Predigten auf eine Person selbst zugeschnitten?

00:35:21: Hören all diese Sachen, die sonst uns auch in kreativ Wirtschaft erwarten.

00:35:26: oder glaubst du, das würde nicht passieren.

00:35:28: Kirche war eigentlich noch nie wirklich gut in Sachen Modernisierung.

00:35:31: Also seit Luther ist da jetzt nämlich großartig was passiert.

00:35:36: Wie stellst du dazu und wo siehst du die Zukunft von KI und Kirche?

00:35:39: Also ich nehme wahr, dass das Thema auf jeden Fall mit sehr hohem Interesse wahrgenommen wird.

00:35:43: Also ich werde Deutschland weit angefragt, ohne dass ich Werbung mache dafür.

00:35:47: Das bedeutet also das Thema treibt jetzt ganz viele Landeskirchen um.

00:35:51: Das ist also auf jeden Fall präsent.

00:35:53: Ich glaube im Gegensatz zum Internet, was für manche von uns glaube ich immer noch Neuland ist, hat man bei künstlicher Intelligenz einfach gemerkt, da ist Konkurrenz da die... Da ist also wieder als Konkurrenz, als Hilfsmittel, als Heilsmittel, als Messias.

00:36:06: Also so nach dem Motto, wir haben in der Verwaltung so viele Dinge zu tun, könnte KI nicht uns bei den Bilanzen helfen.

00:36:12: Da bin ich jetzt kein Experte für.

00:36:14: Aber grundsätzlich, da sag ich dann, da müssen wir die Leute alle mitnehmen und einbauen und Stakeholder etc.

00:36:20: Einiges Thema.

00:36:21: Ich glaube nicht, dass es zu Privatpredigten kommt.

00:36:24: Also es kann man ja als Pastor immer machen.

00:36:26: Jede Traueransprache ist eigentlich eine Privatansprache.

00:36:30: Weil du vorhin die frage hattest.

00:36:32: also ich benutze dann zum beispiel nicht die daten der leute sondern den theologischen part wenn ich z.B.

00:36:36: die von dem bekomme.

00:36:37: Dann sage ich okay ich habe den bibletext und das liedt und dann kommt die dialogsache dazu.

00:36:42: also das heißt es ist die frage ob k.i.

00:36:45: für kirche eine bedrohung oder eine chancen sein kann hängt sehr viel davon ab wie kirche in die zukunft gehen möchte.

00:36:51: aber wir haben als kirche grundsätzlich ein relevanceverlust.

00:36:53: ohne hände habe heute letztens gelesen wir haben noch ein paar mehr Mitglieder als ikea.

00:36:58: Das ist sehr beruhigend.

00:37:02: Aber ich glaube, Kirche könnte sich von KI und den Querschnittfragen, die damit gestellt werden, eine Profischärfung verkaufen.

00:37:09: Das heißt unabhängig davon, ob wir in der Kirche künstliche Intelligenz dann als Tool einsetzen, wie ein Gugelschreiber oder eine Schreibmaschine, jede Frage, die KI stellt, jede ethische Frage ist eine Grundfrage an Kirche als solche.

00:37:21: Als wir letzte Woche über das Thema Ethik geredet haben, da kam ich dann auf das Bild, wenn du bei Ethik und KI Irgendwas anfasst, irgendein Thema, beliebig, name it.

00:37:31: Dann ist es im Grunde sowieso näheregal mit ganz wie Garn.

00:37:34: Und wenn du nicht aufpasst, greifst du ein Garn und das ganze Regal kommt dir entgegen.

00:37:38: Also wir mussten da erstmal ganz klar strikt die verschiedenen ethischen, ich sag mal, Kategorien erstmal sortieren, bevor wir überhaupt Antworten geben konnten.

00:37:47: Und ich würde sagen, wenn Kirche künstliche Intelligenz als Chance nutzt, sich und den ganzen Prozess zu hinterfragen.

00:37:54: Dann kann sie gestärkt und mit einem guten Magenkern in die Zukunft gehen und den Menschen auch sagen, hier sind wir als Kirche.

00:38:02: Wenn sie dafür KI einsetzen kann, ist es cool.

00:38:05: Wenn sie das ohne KI hinbekommt, ist es vielleicht sogar noch viel besser.

00:38:08: Aber sie ist auf jeden Fall gehalten, sich mit dieser Transformation auseinanderzusetzen, weil ansonsten sehe ich Schwarz für Kirche.

00:38:16: Wie viele Unternehmen auch?

00:38:19: Das ist doch Wahnsinn, oder?

00:38:20: Wie viel Ewigkeiten es da gibt.

00:38:22: Christoph, vielen lieben Dank, dass du zu Gast warst.

00:38:27: Ja, ihr könnt Christoph folgen.

00:38:29: Wie gesagt, Elektro-Pastor in den sozialen Medien.

00:38:33: Danke für deine Zeit und für diese spannenden Einblicke.

00:38:36: Und ansonsten, ja,

00:38:38: bis bald.

00:38:39: Ja, bis bald.

00:38:43: Ja.

00:38:44: KI kann sehr vielseitig eingesetzt werden.

00:38:47: Selbst in der Kirche gibt es Use Cases zum Schreiben von Predigten, zum Üben von Trauergesprächen auch.

00:38:54: Also finde ich tatsächlich echt interessant, wo KI überall einzughält und wir gucken ja immer auf die Kreativwirtschaft und auf das, was irgendwie so in Agenturen passiert, in der Industrie und so weiter.

00:39:06: Aber es sind eben auch Anwendungsfälle, die wir vielleicht nicht sofort auf dem Schirm haben und Anwendungsfälle, die ethische Probleme mit sich bringen.

00:39:15: Das Projekt, von dem ich da gesprochen hatte, das hieß Project December.

00:39:18: Ich hatte es noch mal nachgeguckt und das bestand darin, dass man so ein Fragebogen ausgefüllt hat, um welche Person es sich handelt, die verstorben ist und dieser Fragebogen ist dann eben Kontextwissen, womit ein Chatbot gefüttert wurde.

00:39:34: Also man hat bei Project December für wenige Dollar einen eigenen Chatbot beauftragen können und danach mit einem digitalen Abbild einer verstorbenen Person kommunizieren können.

00:39:47: Und die letzte Info, die ich zu dem Projekt gefunden hatte, war, dass OpenAI offenbar den Saft abgedreht hat.

00:39:53: Da war GPT-IV damals noch dahinter.

00:39:57: Und die haben gesagt, nee, das funktioniert nicht, weil selbst uns das irgendwie hierzu ethisch schwierig.

00:40:05: Und ich glaube... Es ist ein Extrembeispiel, wie die Nutzung von KI auch an moralische Grenzen

00:40:13: stoßen

00:40:14: kann.

00:40:15: So viel zu dieser Folge.

00:40:18: Wir haben Weihnachten.

00:40:19: Ich wünsche euch allen friedliche, schöne Weihnachten.

00:40:25: Mit wem auch immer ihr Weihnachten verbringt, aber vielleicht mit ein paar lieben Personen.

00:40:30: Ich kann ja mal irgendwie gucken, wir haben jetzt GPT-Fünf-Punk-Zwei rausgekommen.

00:40:36: Und da kann man gucken, wie gut GPT-Fünf-Punk-Zwei tatsächlich jetzt Weihnachtsgedichte schreiben kann.

00:40:42: Liebe Kolleginnen und Kollegen, kannst du mir vielleicht mal ein kleines Weihnachtsgedicht für unsere Hörerinnen und Hörer schreiben, das sich auf den Inhalt unserer Folge bezieht?

00:40:52: Na klar, das mach ich doch gern.

00:40:54: Also hier kommt ein kleines Weihnachtsgedicht.

00:40:57: In der Kirche in der Nacht?

00:40:58: KI hat mitgewacht.

00:41:00: Predigten wurden vorbereitet, Gedanken in Struktur geleitet.

00:41:04: Doch am Ende zählt der Mensch das Wort, das Herz das hört und bleibt vor Ort.

00:41:08: Mit Humor und Geist und klarer Sicht.

00:41:11: Frohe Weihnacht und verliert den Glauben nicht.

00:41:14: Na,

00:41:14: süß, also gar nicht so schlecht.

00:41:17: Das funktioniert doch ganz gut.

00:41:20: K.E.

00:41:20: kann, wie gesagt, eine ganze Menge, in diesem Sinne frohe Weihnachten und einen guten Rutsch und so.

00:41:26: Wir sprechen uns noch mal kurz vor Silvester.

00:41:28: Da werde ich noch mal ein bisschen den Rückblick aufs Jahr geben, review passieren, lassen was so passiert ist und vielleicht ein paar Ausblicke ins nächste Jahr wagen.

00:41:39: bis dahin.

00:41:40: Habt schöne Feiertage.

00:41:41: Ciao.

00:41:45: Dieser Podcast wird produziert von Portstars bei OMR.

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