Gründen in der KI-Ära: Alexandra Wudel über Agilität als Strategie
Shownotes
In dieser „Kollegin KI“-Episode trifft Host Max Mundhenke die Alexandra Wudel, Gründerin von FemAI. Ihr Startup widmet sich der Frage, wie sich künstliche Intelligenz fair gestalten lässt. Keine drei Jahre als, hat FemAI sein Geschäftsmodell schon mehrfach an die rasanten Veränderungen auf dem Feld der KI anpassen müssen. Eine Herausforderung, die sich gerade vielen Startups stellt. Ein Drittel aller Neugründungen befasst sich mit dem Einsatz von KI. Wie können junge Firmen angesichts dieser Dynamik im KI-Sektor bestehen? Wudels zentrale These: Agilität und strategisches Pivoting sind essenziell, um für den Markt relevant zu bleiben. Das Gespräch zeigt, wie der EU AI Act Geschäftsmodelle beeinflusst und warum eine große Vision als Kompass dient, während die Mission flexibel bleiben muss. Ein Deep Dive in die Realität zwischen Venture Capital, Bias-Messung und der Herausforderung, sich als Gründerin in einer männlich dominierten Tech-Welt erfolgreich zu behaupten.
Über diese Themen sprechen Max und Alexandra in Folge 15 von „Kollegin KI“:
Boom der Neugründungen: Warum das Jahr 2025 mit über 3.500 Gründungen einen historischen Höchststand im deutschen Start-up-Sektor markiert und wie dominant das Thema KI gerade ist Strategisches Pivoting meistern: Wie die Anpassung des Geschäftsmodells an Marktveränderungen kein Scheitern bedeutet, sondern zu Wertschöpfung führt. Challenge AI Act: Warum regulatorische Verschiebungen im EU AI Act für Startups eine Herausforderung sind und wie man dennoch wettbewerbsfähig bleibt.Kapital für Innovationen: Welche gravierenden Unterschiede bei der Finanzierung zwischen den USA und Europa bestehen und ab wann Startups für Investoren wirklich relevant werden.
Faktor Mensch: Warum technische Exzellenz allein nicht reicht, sondern exzellenter Support und Community-Building den entscheidenden Vorsprung gegenüber Tech-Giganten sichern.Frauen in Tech: Weshalb die extrem geringe Quote weiblicher Gründerinnen im B2B-Bereich eine bewusste Positionierung und einen starken USP erfordert.
Der Chatbot zur Folge: https://bio.to/KolleginKI_Chatbot
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Produktion: Podstars by OMR
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00:00:02: Vielen Dank für euer ganzes Feedback.
00:00:04: erst mal zur Folge von letzter Woche.
00:00:06: Wir haben letzte Woche ja über den Missbrauch von Bildgenerierender KI gesprochen, vor allem auf X mit GROC.
00:00:13: Und da haben uns einige Nachrichten erreicht, sehr positive auf jeden Fall.
00:00:17: Also ihr scheint Interesse am Thema zu haben.
00:00:19: Es war ein wichtiges Thema, ganz klar.
00:00:21: Und vor allem Aktuelles.
00:00:22: Und wir bleiben auch in dieser Folge bei aktuellen Themen, gehen aber wieder ein bisschen zurück zum Thema Business.
00:00:30: Und das Stichwort Business ist tatsächlich gesetzt, denn es ist gerade vom Deutschen Start-up-Verband eine Studie rausgekommen.
00:00:38: Und diese Studie besagt, dass wir im letzten Jahr, also im Jahr zwei tausendfünfundzwanzig, ein Rekordgründungsjahr hatten.
00:00:46: Drei tausendfünfhundert achtundsechzig Neugründungen gab es.
00:00:50: Das ist ziemlich irre, wenn man sich überlegt, dass das so zehn am Tag sind.
00:00:55: Jeden Tag.
00:00:56: letztes Jahr wurde gegründet.
00:00:57: Das ist ein Anstieg von neunundzwanzig Prozent und ungefähr ein Viertel dieser dreieinhalb Tausend Neugründungen beziehen sich oh Wunder auf KI.
00:01:07: Darüber möchte ich heute sprechen und zwar mit Alexandra Wude.
00:01:10: Alexandra ist quasi Trendsetterin.
00:01:13: Sie hat nämlich schon sehr früh ihr erstes KI-Start abgegründet.
00:01:18: FEMAI heißt es und es wurde, wenn mich nicht alles täuscht, im Januar, dreiundzwanzig eingetragen.
00:01:24: Bedeutet, wenige Monate nachdem ChatGPT eigentlich auf den Markt gekommen ist.
00:01:29: Darüber möchte ich heute mit ihr sprechen, vor allem auch über diese Entwicklung und was sie eigentlich dazu sagt.
00:01:35: Ihr hört Kollegin KI, ich bin Max Mundtänke.
00:01:38: Hallo Alex.
00:01:40: Hallo Max, vielen Dank für die Einladung.
00:01:42: Sehr gerne.
00:01:43: Schön, dass du da bist.
00:01:44: Alex, du bist Trendsetterin.
00:01:46: Du hast sehr früh angefangen mit der Gründung.
00:01:50: Du warst aber auch im Bundestag angestellt.
00:01:53: Du hast das Auswärtige Amt beraten.
00:01:55: Du hast die Vereintenationen beraten.
00:01:57: Also du bist im Grunde sehr, sehr früh in das ganze KI, in den ganzen KI-Bereich eingestiegen.
00:02:05: Erzähl doch mal von damals.
00:02:06: Das ist jetzt drei Jahre her.
00:02:09: Aber in KI-Zeiten ist es natürlich extrem lang.
00:02:12: Was hat dich damals dazu bewegt zu gründen so früh nach eigentlich dem Gen.A.I.
00:02:17: Hype?
00:02:20: Es war definitiv in engen Zusammenhang mit dem Chatchi Pity Moment, wie du schon erwähnt hast, im zwanzigte November.
00:02:28: In den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, in den vergangenen Jahren, Die Gründung ist für mich ein Hebel, um Möglichkeiten Lösungen anzubieten, wie KI-Systeme besser, fairer, transparenter gestaltet werden können.
00:02:58: Und das war tatsächlich auch ein ... Ja, eine Flucht aus dem politischen, weil ich zu der Zeit schon durch meine politische Mitarbeit erkannt habe, für mich persönlich, dass mir der Wirkungsebel fehlt und wir viel zu langsam sind im Vergleich zu der Entwicklung der Start-ups.
00:03:14: Und ja, da wollte ich gerne mitspielen.
00:03:16: Natürlich auch als Frau, also die Firma heißt Femmei, da ist auf jeden Fall auch ein politischer Akt in der Gründung selbst.
00:03:23: Klar, der erfolgreichen Start-up, sagt man ja, gründen sich aus einem Bedarf heraus.
00:03:27: Was war der Bedarf damals Anfang im Jahr und gibt es diesen Bedarf heute eigentlich noch?
00:03:33: Ja, der Bedarf ist zu der Zeit... eine Beratungsleistung gewesen und bezieht sich vor allem auf die Aufklärung, Sensibilisierung und Strategieerstellung im Kontext von fairen KI-Systemen, aber auch den Risiken, die KI-Systeme in bestimmten Bereichen wie Gesichtserkennungssoftware, HA, Recruiting Software oder auch der Medizin mit sich bringen.
00:03:58: Und solange wir keinen sicheren Gesetzesrahmen haben, ist ... Dieser Markt ein weitestgehend freiwilliger, weil wir sehen, dass viele Kundinnen, also Einkäufer von KI Software heute noch nicht informiert genug sind, um die richtigen Fragen zu stellen, um die beste Software zu identifizieren.
00:04:18: Aber auch das ändert sich.
00:04:20: Von daher kann ich sagen, der Markt bewegt sich in unsere Richtung.
00:04:23: Aber ich dachte, es geht etwas schneller in Sachen Aufklärung, Grund und Risiken.
00:04:28: Geht es nicht, ja?
00:04:30: Ist die Gesellschaft noch nicht aufgeklärt über die Risiken?
00:04:32: Ich meine, als jemand, der im KI-Modus ist, der in dem Bereich arbeitet, ich kriege natürlich überall seit Jahren eigentlich immer mit, dass bei es ein riesengroßes Problem ist.
00:04:42: Hast du das Gefühl, dass es noch nicht so in der Gesellschaft angekommen ist?
00:04:44: Bedarf es da noch an Aufklärung?
00:04:47: Es bedarf an Aufklärung und ich denke, erst mal bedarf es an Aufklärung an den Stellen, wo Menschen diese Systeme implementieren oder bauen.
00:04:58: Es ist leider so, dass in aktuellen Studiengängen über Ethik-Fairness aber auch die Folgen auf Produktperformance noch wenig unterrichtet wird.
00:05:08: Also, woher soll das Wissen kommen?
00:05:10: KAI ist so neu.
00:05:12: Im Vergleich zu vielen anderen Technologien schon so weit fortgeschritten in der Gesellschaft.
00:05:17: Aber wir wissen eigentlich noch gar nichts.
00:05:21: Das heißt auf das ganze Thema Fehlererkennung, Output-Qualität.
00:05:26: Transparenz ist etwas, das eben mit den Systemen wächst und so wir und unser Angebot in unsere Produkte auch.
00:05:34: Ich glaube, das ist eine der Herausforderungen auch in diesem Bereich von Responsible AI.
00:05:40: Es ist immer anzupassen an den Kontext und man wünscht sich manchmal so ne... Off the shelf, Lösung, bitte gib mir zwei Punkte und ich wende sie an.
00:05:49: Das ist in einigen Kontexten glaube ich sehr einfach, aber wenn deine Zielgruppe K.I.
00:05:52: Startups sind, so wie bei uns, dann wächst du definitiv mit einem Rasant wachsenen und sich schnell verändern im Markt mit.
00:05:59: Hast du die Zielgruppe K.I.
00:06:01: Startups?
00:06:01: Ihr seid ein K.I.
00:06:02: Startup, das ist der erste Stunde quasi.
00:06:06: Sofort die Zielgruppe gehabt, okay, da werden noch einige Startups aufkommen und mit denen müssen wir ins Gespräch gehen.
00:06:12: Die müssen wir beraten, wie Sie beraten.
00:06:14: Ist das so richtig erklärt?
00:06:16: Ja, aber das war eine längere Reise.
00:06:20: Also seit Jahrzehnte, Jahrzehnte haben wir einige Pivots hingelegt, so nennt man das, wenn man sein Geschäfts ... fällt und besonders eine Kundengruppe weiter spezifiziert, nachdem man Erkenntnisse gemacht hat und pivotiert.
00:06:35: Und die Beratung, wie du schon erwähnt hast, im öffentlichen Sektor war Marketing wirksam.
00:06:44: Aber die Stakeholder-Prozesse häufig nicht so gehaltvoll wie ... Ich mir gewünscht habe und vor allem die Nachverfolgbarkeit dieser Dinge.
00:06:54: Also, wie gehen wir damit um, wenn Menschen gehört werden, aber am Ende die technische Umsetzung nicht mitkommt?
00:07:03: Weshalb ich dann die Entscheidung als Gründerin getroffen hab von einer Beratung im öffentlichen Sektor in die technische Messbarkeit von Bias ist, von K.I.
00:07:12: Startups zu pivoten.
00:07:14: Mhm.
00:07:16: aufgrund des Impacts und das ist meine größte Erfahrung im Bereich KI, die ich auch gerne weitergeben kann, macht die Vision so groß wie möglich, sodass ihr der treu bleiben wollt, aber arbeitet auf Missionen.
00:07:30: auf Missions-Ebene mit dem Markt mit, weil diese Veränderungsgeschwindigkeit, gerade für Start-ups, die eben auch mit gegebenenfalls Chat-GPT-Komponenten oder anderen Chatbot-Komponenten später konkurrieren, müssen flexibel sein.
00:07:44: Und diese Agilität im Mindset, aber auch im Business, ist definitiv etwas, das man mitbringen sollte als Gründerin und Gründer und vor allem auch im KI-Bereich, so meine Erfahrung.
00:07:55: Also ich hab schon so viel gemacht.
00:07:58: Na klar, drei Jahre in KI-Zeiten.
00:08:00: ist natürlich extrem lang und dass man da pivotet, also im Grunde sein Fokus auch verschiebt, gehört wohl dazu.
00:08:06: Jetzt warst du schon so ein bisschen in Tip-Mode für die ganzen angehenden Gründe in dem KI-Bereich, die es jetzt gerade da draußen gibt.
00:08:15: Gehen wir vielleicht mal Schritt zurück.
00:08:16: Wie ist das mit der Finanzierung?
00:08:17: Ich meine, man sieht ja immer wieder, Startups komplett krass überbewertet werden, dass da eigentlich Geld ohne Ende kommt und dass da viele Investorinnen auch bereit sind, richtig Geld zu geben, Risikokapitel.
00:08:29: Wie war das bei euch?
00:08:33: Also das ist eine sehr oberflächliche Aussage.
00:08:41: Also wir sehen, dass fünfzig Prozent der Start-up-Investitionen im KI-Bereich in den USA stattfinden.
00:08:48: Erst mal global.
00:08:49: Das heißt... Grundsätzlich ist KI natürlich gerade ein Hype-Thema und bietet erst mal Skalierungspotenzial, was ja in einer Finanzierung, je nachdem, was man anstrebt.
00:09:02: Aber sagen wir mal Venture Capital, dann braucht man multiple Fontaine, dann braucht man ein skalierendes Geschäftsmodell.
00:09:07: Das muss jetzt nicht KI sein, aber KI bietet natürlich das Potenzial, schnell diesen Hockeystick, diesen Wachstumshebel zu erreichen.
00:09:17: Und am Ende ist das ... die Art von Geschäftsmodell nach den Capitalists oder anderen Investoren suchen, weil die Rechnung ist neun von zehn Investitionen gehen nicht auf, aber wenn dann bitte mit dieser steilen Entwicklung.
00:09:34: Wir sehen trotzdem, dass Investitionen in Europa im Vergleich zu den USA deutlich geringer sind und vor allem auch die Frühfasigkeit häufig darunter mangelt.
00:09:44: Das heißt, Pre-Product-Investitionen sind sehr, sehr selten.
00:09:49: auch im Bereich der öffentlichen Fördermittel oder wenn es um Business Angel geht, in vielen Projekten wird von Start-ups schon relativ viel Traction abverlangt, bevor sie überhaupt relevant sind für Investorinnen und Investoren.
00:10:01: Und das hat wahrscheinlich was mit der Risikomentalität zu tun, aber ist in den USA.
00:10:07: laut Höhren sagen, who am I to judge.
00:10:10: Aber in der Regel einfacher und es dauert, bis man Kapital findet.
00:10:15: Und es muss vieles im Geschäftsmodell sitzen, bis das klappt.
00:10:20: Habt ihr oder hast du Kapital aus Deutschland bekommen oder aus den USA?
00:10:25: Aus der Schweiz.
00:10:26: Aus der Schweiz?
00:10:27: Ah, interessant, okay.
00:10:28: Diese Statistik, dass irgendwie nur zehn Prozent der Start-up-Investitionen sich tatsächlich am Ende auch wirklich rentieren, die habe ich das erste Mal gehört während meines Masterstudiums in Bielefeld.
00:10:37: Da war ich so ein bisschen in der Start-up-Bubble unterwegs.
00:10:41: In Ostwestfalen gibt es tatsächlich so ein paar sehr coole Start-ups und da wurde immer wieder auch ... nach berlin geguckt und berlin wurde so ein bisschen belächelt weil es immer so hieß ja wir haben hier natürlich irgendwie auch industrie wir haben hier durchaus eine ganze menge unternehmen die geld in die hand nehmen.
00:10:58: in der region ostwestfalen und in berlin sind das da irgendwelche internationalen geldgeber innen die da geld einfach drauf werfen.
00:11:05: die setzen sich gar nicht damit auseinander was das eigentlich für business cases sind weil die wissen neun von zehn gehen ihr flöten.
00:11:10: aber das die das eine start von den zehn dass ich hier irgendwie fand das geht durch die decke.
00:11:15: und da wurde immer so ein bisschen abfällig nach nach Berlin geguckt, wurde immer gesagt, deshalb gibt es in Berlin an jeder Ecke vegane Hundefutterläden.
00:11:22: Weil das Geld irgendwie da ist.
00:11:25: Richtig böse im Nachhinein.
00:11:27: Das war so ein bisschen das Mannschaft, was wir im Studium damals gehört haben.
00:11:30: Ich weiß, auf
00:11:31: das Berlin-Partners und die IAK Berlin wirklich versuchen, das Image, das Berlin als Start-up-City hatte, während des Kryptobooms zurückzuerobern.
00:11:42: Und sehen wir aber auch im deutschen Kontext das München, soweit ich weiß, auf Platz eins ist der Start-up-Gründung.
00:11:49: Und wir auch dort durch Open AI und viele andere Habs Heilbronn ist nicht weit weg das neue KI Zentrum Deutschlands und nennt sich selbst.
00:11:57: Damit halten können auch in Hamburg.
00:11:58: also Berlin darf sich ran halten soweit ich weiß.
00:12:03: Wir arbeiten dran hier.
00:12:05: Ja, genau.
00:12:05: Wir
00:12:05: arbeiten dran.
00:12:07: Du hattest schon ein bisschen so Tipps gegeben.
00:12:09: Hast du vielleicht irgendwie Tipps für Leute, die gründen wollen, die überlegen, zu gründen, aus deiner Erfahrung, die du jetzt gerade im KI-Bereich gemacht hast.
00:12:17: Du hast ja auch viele Leute kennengelernt.
00:12:18: Du standest auf ganz vielen Bühnen, warst auf unzähligen Panel Talks, du wurdest, äh, im Jahr.
00:12:25: Ähm, gewählt.
00:12:27: Also du hast da durchaus irgendwie eine Bubble um dich, hast wahrscheinlich in der Zeit auch schon den einen oder anderen gesehen.
00:12:32: Wir sind ja gesagt, oh, das funktioniert irgendwie nicht.
00:12:35: Wir lassen das lieber sein und hängen die Gründung an den Nagel.
00:12:38: Hast du so konkrete Tipps?
00:12:42: First of all, ich habe um mich herum ein Advisory Circle von deutlich erfahrener Menschen als ich.
00:12:49: Also meine Erfahrung... begrenzt sich auf die letzten vier, fünf Jahre.
00:12:54: Und ich möchte einfach sagen, dass das schon viel Erfahrungskapital ist, aber eben auch meine persönliche Perspektive.
00:13:01: Und die ist am Ende ja, wie du schon sagst, geschürt durch die Begegnungen, die man machen kann und die Menschen, die man trifft.
00:13:07: Und das waren definitiv sehr viele in den letzten Jahren.
00:13:11: Und es gibt sowohl die KI-Komponente, die eine Rolle spielt, als auch ... die persönliche.
00:13:19: Und wir sehen halt nach wie vor, dass manche Menschen durch ihre persönlichen Charakteristika bessere Chancen haben, erfolgreich zu gründen als andere.
00:13:28: Das heißt aber besonders nicht, dass man es deshalb nicht tun sollte, aber man sollte sich dessen bewusst sein.
00:13:33: Was ich damit sagen will, ist das... Als Frau im KI-Bereich, gerade im B-to-B-SARS-Bereich, ging dann immer weiter, weiter, weiter runter.
00:13:42: Nur null, sechs Prozent aller Gründerinnen weiblich sind.
00:13:45: Und das ist einfach eine Perspektive.
00:13:49: die mir am Anfang nicht so bewusst war, welche Türen einem gegebenenfalls auch schwerer geöffnet werden oder an einigen Stellen etwas leichter.
00:13:58: Das ist, glaube ich, auch die Ausdifferenzierung.
00:14:01: Aber am Ende ist die Frage, wie hebt man sich ab und... Ich glaube stark daran, dass man durch Unterschiedlichkeit, durch eigene Persönlichkeiten sich in diesem Start-up-Dschungel.
00:14:14: Fünfzigtausend KI-Start-ups gibt es angeblich weltweit.
00:14:18: Das ist eine Zahl, die bestimmt nicht stimmt.
00:14:22: Aber es werden in den nächsten zehn Jahren ... mehr und nicht weniger werden.
00:14:26: und wenn ich jetzt in diesem Bereich gründe dann würde ich mich ganz stark auf meinen eigenen usp oder meinen mehrwert konzentrieren weil.
00:14:38: Dieses pivotieren die Veränderung des Geschäftsmodells.
00:14:42: Weil sich der Markt verändert weil viele player auf diesem Markt sind wird passieren und ist auch.
00:14:47: was zum Erfolg fühlt in der Regel, weil man trifft anderen, ist es wie Forschung.
00:14:51: Ich hab eine Hypothese, dann test ich sie, dann ist sie entweder verifiziert oder falsifiziert und weiter geht's.
00:14:57: Und irgendwo dran festzuhalten, ob es die Charakteristika sind, der eigentlich USP, ist für mich etwas, das mir Halt gegeben hat in dieser Zeit, wenn alles um dich herum sich so schnell verändert.
00:15:11: Ja, du sagst das so schön, das Pivotieren oder das Ändern auch das eigene Business Cases oder das Abwandeln gehört dazu in so einer schnelllebigen Branche.
00:15:21: Jetzt gibt es natürlich die Leute, die sagen, ja gut, Pivotieren bedeutet in erster Linie scheitern.
00:15:26: Weil wir dann irgendwie viele, am Anfang waren es, glaube ich, viele Beratungs-Startups, die so aufgekommen sind, weil da auch einfach der Nied in der Industrie für war.
00:15:35: Ja, und mittlerweile sehe ich zumindest, vielleicht kannst du das teilen.
00:15:39: Ich sehe immer mehr Software Startups, die tatsächlich mit KI gewisse Software entwickeln, die im Grunde damit an den Markt gehen und dann merken, irgendwie wird die nicht gekauft.
00:15:52: Na ja, dann pivotiere ich zur Beratung.
00:15:55: Das ist eine so ehemalige, sag ich mal, Software-Service, das ist da, ist angesprochen, Software-Service-Unternehmen sind, die gemerkt haben, ah, das funktioniert irgendwie nicht, aber wir können ja immer noch Unternehmen beraten.
00:16:06: Wie siehst du das?
00:16:07: Erlebst du das auch?
00:16:09: Ich erlebe gerade eher die andere Seite Beratung, die nach einem Produktgeschäftsmodell suchen, weil sie nicht mehr Zeit gegen Geld tauschen wollen.
00:16:19: Das ist ja der große Traum des Unternehmerinntums.
00:16:23: Ich möchte nicht mehr meine Zeit gegen Geld tauschen, sondern ich möchte ein Produkt, ein Team, eine Lösung schaffen, die unabhängig von meiner Zeit arbeitet.
00:16:32: Und diese Entwicklung von Beratungsleistung in ein Produkt, finde ich ... Also, man versucht irgendwie sein Wissen, was man angehäuft hat.
00:16:42: in ein Konzept zu gießen, um es in einem Produkt anzubieten.
00:16:45: Und erstmal würde ich sagen, alle, die versuchen, sich ins Unternehmertum zu stürzen, verdienen Orden.
00:16:50: So, das ist scheißehard.
00:16:52: Niemand feuert dich an.
00:16:54: Es kostet in der Regel Geld.
00:16:55: Mehr Menschen scheitern als nicht.
00:16:56: Die Statistik ist einfach schlecht.
00:16:59: Und die Menschen machen es trotzdem.
00:17:00: Und wir haben so viele Gründungen wie noch nie.
00:17:02: In dem letzten Jahr, also nicht noch nie, aber sehr viele Gründungen auf jeden Fall.
00:17:06: Und es ist ein verdammt hartes Business, sich da jeden Tag zu motivieren.
00:17:11: Pivot ist etwas, das Unternehmen in der Regel vor eine weiche steht.
00:17:17: Wie mache ich jetzt weiter?
00:17:18: Mache ich jetzt weiter.
00:17:20: Aber meine Erkenntnis daraus ist, ohne Pivots kommst du nicht.
00:17:27: zu dem Kern deiner Wertschöpfung.
00:17:29: Selten ist es so, dass jemand einen Markt so gut kennt und die Kunden auch schon so gut kennt, dass man direkt mit dem ersten Business-Model-Canvas auch eine erfolgreiche Produktstatte umsetzt, sondern sich mit dem Markt mitentwickelt.
00:17:43: Und da ist, glaube ich, sehr stark die Frage, was biete ich dann an?
00:17:46: Also, biete ich ein Produkt an, dass es schon lange gibt oder gebe ich einen Service oder ein Produkt ein für einen ... für eine Industrie, die gerade erst entsteht, also wie frühfasig und bin ich zu früh ist eine Frage, die ich schwer zu beantworten finde.
00:18:03: Und warum Pivots teilweise auch eine strategische Relevanz haben, um zu sagen, dieser Markt hat noch nicht genug Wissen.
00:18:10: Dieses Gesetz wird derzeit doch nicht umgesetzt.
00:18:14: Wie gehen wir jetzt weiter mit der selben Vision?
00:18:17: Also ein Pivot mit derselben Vision ist für mich unternehmen strategisch auf jeden Fall sinnvoll.
00:18:25: Du sprichst ja jetzt gerade von Gesetzen, die möglicherweise nochmal sich verändern und so weiter.
00:18:29: Das weiß ich aus unserem, wir kennen uns auch privat und so.
00:18:32: Und ich weiß, dass ihr eine ganze Menge auch mit dem AI-Act, mit dem European AI-Act zu tun habt, beziehungsweise euer Geschäftsmodell, da teilweise drauf aufbaut.
00:18:40: Kannst du da vielleicht ein bisschen tiefer reingehen, mal erklären, was das eigentlich bedeutet, wenn man sich dann davon abhängig macht und wie man im Zweifel auch damit umgeht, wenn sich dann die Rahmenbedingungen so stark ändern wie jetzt?
00:18:53: Ja, wie geht man damit um?
00:18:54: Ein Podcast auf.
00:18:57: Und sprich darüber.
00:18:58: Nein.
00:19:00: Genau.
00:19:01: Also, es gibt viele Geschäftsmodelle, die sich auf das regulatorische Rahmenwerk, jetzt nicht nur im Fall von dem IWR, sondern auch auf anderen konzentrieren und dann in diesen neuen Markt Lösungen platzieren.
00:19:20: In unserem Fall ist es so, dass ... Wir uns auf drei spezifische Artikel des EUAI Act konzentriert haben, die praktisch in einer Zertifizierungssoftware für KI-Systeme umzusetzen versucht haben und dann wurde der EUAI Act in diesen Artikeln zwei Jahre nach hinten verschoben.
00:19:40: Ich könnte jetzt sehr viel ins Detail gehen, was das mit der Standardisierung und den Realaboren der Bundesnetzagentur und das DFKI zu tun hat.
00:19:49: Es geht ja aber nicht um Regulierung heute, sondern eher um die Veränderung von Geschäftsmodellen.
00:19:55: Und ich kenne viele Start-ups, die aufgrund von Produktlaunches oder ... anderen Veränderungen im Markt sich bewegen müssen.
00:20:06: Und diese Agilität, die wird bleiben, die wird eher noch mehr werden.
00:20:09: Und die Frage ist dann, wie geht man damit um?
00:20:11: Und es gibt dieses schöne Konzept der Antifragilität.
00:20:17: In dem man eben dann schaut, okay, welche Learnings habe ich dann aus dieser Zeit gemacht?
00:20:20: Geht es weiter oder nicht?
00:20:21: Und für uns ist genau jetzt gerade diese Phase nach der Pilotierung und der Veränderung der Veränderung des Gesetzes umzuschauen.
00:20:29: Wie genau gehen wir damit um?
00:20:32: Und was bedeutet das in der Umsetzung?
00:20:35: Und genau da kam deine Anfrage zum Podcast.
00:20:37: Deswegen kann ich glaube ich ganz gut auch über die vielen anderen KI-Stardubs sprechen, mit denen wir im Rahmen des.
00:20:44: Produkte Kontakt hatten, denn am Ende sind CEOs und CTOs von KI-Stardubs unter enormen Druck, gerade wenn sie gefundet sind.
00:20:57: Wenn diese Stardubs gefundet worden sind, dann haben sie Wachstumsziele und die gilt es zu erreichen.
00:21:03: Und natürlich kann man argumentieren, das merkte sich verändern, aber das interessiert Geldgeber in der Regel nicht, sondern den Return on Invest.
00:21:11: Und die Frage ist eben... unter welchem Druck arbeiten diese Menschen?
00:21:16: Und wie können sie sich einen Wettbewerbsvorteil unabhängig von dem Gesetz oder auch anderen Marktdynamiken schaffen?
00:21:25: Und an diesem Punkt haben wir eben angesetzt und unsere Lösung angeboten.
00:21:30: Und gleichzeitig sehen wir, dass der KI-Markt sich so schnell bewegt und so ... Generft ist vom IO AI Act, was ich total verstehen kann.
00:21:43: Ich weiß nicht, wie du dazu stehst, so auf einem persönlichen Level.
00:21:46: Ja, genau.
00:21:47: Ich
00:21:48: liebe den Eil.
00:21:49: Ich bin wirklich ein großer Fan, hatte ich schon an anderer Stelle auch mal gesagt, weil ich finde, das ist tatsächlich eine relativ gelungene Regulierung für den Anfang.
00:21:56: Also ich finde auch die Kritik gerade so an Hochrisikokai, also da gibt es diesen Artikel, der definiert Hochrisikokai-Systeme und die unterliegen nochmal besonderen regulatorischen Spezifikationen.
00:22:08: Es gibt so Dokumentationspflichten und man muss... gewisse Dinge tracken, nachweisen und so weiter und so fort, finde ich eigentlich erst mal eine grundsätzlich gute Idee, weil es ist relativ schwierig.
00:22:19: Die gesetzgebenden Prozesse sind einfach deutlich langsamer als die Entwicklung dieser Technologie und deshalb muss man ein bisschen schwammig sein und eben schauen, was könnte in Zukunft alles noch passieren und wie regulieren wir das.
00:22:30: Ich finde, das ist ein richtig, richtig schwieriges Stück.
00:22:33: Politik.
00:22:34: Aber ich finde, das ist der EU bislang ganz gut gelungen.
00:22:38: Also muss ich tatsächlich sagen und abgesehen davon habe ich auch als Berater natürlich dann durchaus auch eine Auftragslage, die okay ist, wenn es um den AI Act geht und Unternehmen sich daran halten müssen.
00:22:49: Jetzt ist das natürlich auch für mich ein bisschen schwieriger geworden, weil das zählt jetzt nicht mehr für alle und so.
00:22:54: Es gibt da eben ein paar Veränderungen.
00:22:56: Ob der AI Act dann am Ende kommt, wie er umgesetzt und wie er kontrolliert wird, steht ja glaube ich eh noch in den Sternen, muss man ja irgendwie sagen.
00:23:02: Weltpolitischen Lage ist ja auf nichts mehr verlasst gerade.
00:23:05: Von daher habe ich für mich so die Lösung gefunden, auch in meinem Angebot als selbständiger bzw.
00:23:12: jetzt seit diesem Jahr ja auch als Gründer.
00:23:14: Ich habe mich ja mit einem Entwickler zusammengetan und gesagt, Beratung allein.
00:23:17: Ja, danke, reicht nicht.
00:23:17: Wir, wir bauen jetzt auch... Tools, ja, also ich bin auch diesen Weg gegangen, muss ich sagen, ich habe für mich die Lösung gefunden, flexibel zu bleiben.
00:23:25: Weil du nicht vorhersehen kannst, was morgen in Sachen KI passiert und es kann sich alles relativ schnell wieder ändern.
00:23:31: Das heißt, wirklich mit schlanken Strukturen zu arbeiten, immer Tools nicht irgendwie so zu bauen, dass man sich zehn Jahre an irgendwas bindet, Verträge abschließt, sondern sagt, morgen muss ich den Anbieter theoretisch wieder wechseln können, weil der einfach eine andere, eine andere, ganz andere Möglichkeiten bietet.
00:23:48: Und das ist so ein bisschen der Punkt, mit dem ich mir vielleicht auch ein bisschen schön rede, dass das irgendwie funktioniert.
00:23:53: Aber vielleicht kannst du mal aus deiner Erfahrung sagen, du bist jetzt seit drei Jahren am Markt.
00:23:59: Was für eine Rolle spielt Flexibilität aber dir?
00:24:04: Ja, und danke für deine Perspektive.
00:24:06: Ich bin auch Fan.
00:24:07: Ich will das nicht kleinreden.
00:24:09: Ich glaube, es ist super wichtig.
00:24:11: Aber wenn am Ende ein Teil deines Geschäftsmodells nicht mehr umgesetzt wird, obwohl das alle gesagt haben und dieses Gesetz verabschiedet wurden, dann ist man schon auch ein bisschen pissig.
00:24:19: Ja, klar.
00:24:23: Aber grundsätzlich ist natürlich das Gesetz ... da um die Menschenrechte und die Innovationsfähigkeit Europas zu schützen.
00:24:32: Das ist gut, dass wir das machen, aber es ist ein Problem, dass die anderen es nicht tun, ja.
00:24:35: Also es ist ein bisschen wie Klimaschutz, so von der Problematik, würde ich sagen, sehr vergleichbar.
00:24:41: Aber zum Glück mehr Kapital.
00:24:43: Das heißt, ich glaube, der wirksame Hebel, um daran zu kommen, ist eben den Return on Invest von Responsible AI oder auch den Schaden, den ein nicht faire System verursachen kann, auszurechnen.
00:24:53: Und viele Firmen haben das eben noch nicht gemacht.
00:24:56: Und diese Vorfälle leider, so meine Prognose werden kommen.
00:25:01: Die Presse macht schon auch eine gute Aufklärungsarbeit, finde ich.
00:25:06: Also ich habe zum Beispiel den Google Alert auf AI Bias, sodass ich ungefähr den Markt einschätzen kann, großer Fan von Google Alerts.
00:25:15: Und sehe schon, dass dafür Aufklärungsarbeit stattfindet.
00:25:17: Aber solange wir keine KI-Polizei haben, die die Regeln prüft, wird die Durchsetzung oder auch wie bei der DSGVO die Umsetzung einfach noch einige Jahre dauern.
00:25:29: Und das verstehe ich.
00:25:31: Und das ist das, was du sagst, also diese Agilität oder Antifragilität.
00:25:38: Aus dem, was man lernt, weil am Ende ist ein ... Kopf dein Kapital, eine Lösung zu schaffen, die dann in diesem neuen Markt oder auch dem Zukunftsmarkt funktioniert.
00:25:48: Genau das, was die Aufgabe von einem Unternehmeraufwand, einer Unternehmerin ist, neben der finanziellen Stabilität.
00:25:56: Aber das kommt eben mit der Entwicklung des Geschäftsmodells.
00:26:00: Und die Eindrücke, die ich sammeln durfte in der Arbeit mit CEOs und CTOs aus diesen Bereichen sind ... So viel Lernkapital.
00:26:12: Es hat mir auch teilweise, hat es mich sehr abgeschreckt.
00:26:16: Also wenn du dann so mit kurz nach Exit fahndern oder in Series A, Series B Gründern sprichst.
00:26:25: Und sie unterstützt bei der Platzierung ihrer Tools am Markt.
00:26:30: Also, meine Erfahrung ist Sales ist auf jeden Fall eines der größten Herausforderungen von vielen KI-Tools.
00:26:36: Und da sind sie noch nicht so gut drin.
00:26:38: Gute Kommunikation ist klare Kommunikation und zwar so, dass andere es verstehen in ihrer Sprache.
00:26:45: Das ist eine große Herausforderung, gerade bei der Komplexität darstellt.
00:26:49: Und ... viel zu spät bedacht wird.
00:26:51: das heißt viele k.i.
00:26:52: tools merken nach einer langen zeit wir haben gar kein marketing gemacht.
00:26:57: Und kommen dann eben an ein plateau und wissen nicht genau wie es weitergehen soll und fangen dann an sich über pr marketing gedanken zu machen.
00:27:04: und dann ist eben die frage wie differenzierst du dich.
00:27:07: Gegenüber deinen mitstreitern?
00:27:11: und deswegen auch dieses große thema.
00:27:13: Visionen und USP von Anfang an mitdenken.
00:27:16: Denn wenn das klar ist und man ist konstant über die Jahre kommuniziert, dann kann man seinen Weg treu bleiben und trotzdem, ich sag mal, kleine Dinge ändern.
00:27:26: Und kleine Dinge kann auch mal ein Markt sein.
00:27:28: Das kann auch mal ein Kundensegment sein.
00:27:30: Aber wenn man seinen Weg treu bleibt, dann führt das zum Erfolg.
00:27:37: Trotz Niederschlägen.
00:27:39: Sehr schön.
00:27:41: mich mich würde noch mal interessieren was du von use cases hältst die da derzeit am markt kursieren oder auch die die sich überlegt werden.
00:27:50: ich habe da in meinem netzwerk auch immer mal wieder eine diskussion die geht so darum wenn man sich tatsächlich auf ein produkt stürzt oder jetzt irgendwie sagt ich habe eine idee und ich möchte die umsetzen und die funktioniert dann läuft man gefahr dass das relativ schnell einfach im nächsten update von co pilot wurde auch mehr oder wir auch immer einfach schon.
00:28:09: Per Default drin ist und dann ist das Geschäftsmodell im Grunde gestorben.
00:28:13: Jetzt könnte man sagen, dass viele Start-ups dadurch eigentlich zum Scheitern verurteilt sind, weil wenn es funktioniert, dann wird es ohnehin von den Großen nachgemacht und dann hat es mit den Leuten in ihrer Infrastruktur.
00:28:26: Auf der anderen Seite gibt es dieses schöne Gegenbeispiel von Blinkist.
00:28:29: Blinkist ist im Grunde so ein Anbieter der... Bücher, ja also Werke zusammenfasst und das Zusammenfassung anbietet, da kann man dann Bücher hören in wenigen Minuten quasi, weil die aus wesentliche reduziert werden und man damit sagen wir mehr.
00:28:47: Wissen in schnellerer Zeit irgendwie bekommen kann.
00:28:49: Du kennst das die Plattform mit Sicherheit, also die ist durchaus auch einiges wert.
00:28:53: Und viele haben gesagt, okay, nachdem so Notebook LM und sowas rausgekommen ist, wo man dann selbst, sag ich mal, Podcast bauen konnte mit irgendwie Dokumenten als Grundlage, dass das Geschäftsmodell eigentlich gestorben ist.
00:29:04: Und da viele haben gesagt, das ist tot jetzt.
00:29:06: Also jeder kann jetzt ja im Grunde so blinkest, tools zu Hause installieren und sich sein Bücherregal mal zusammenfassen lassen oder wie auch immer.
00:29:16: es existiert noch und es verdient auch, glaub ich, und nach meinem Wissen verdient es auch noch Geld.
00:29:20: Von daher ist das immer so ein bisschen das Gegenbeispiel, was da gebracht wird.
00:29:23: Wie siehst du das?
00:29:24: Wenn man da jetzt irgendwie tatsächlich mit Naturidee rausgehen möchte und sagen möchte, okay, ich gründe jetzt was und ich baue das und wie auch immer, besteht da die Gefahr, dass das tatsächlich dann ohnehin alles irgendwie schon wieder veraltet ist, weil es per Default überall verfügbar ist.
00:29:37: oder würdest du trotzdem sagen, nee, nur Mut, mach das mal.
00:29:42: Bevor ich gegründet habe, habe ich immer gedacht, das gibt es schon.
00:29:46: Deshalb mache ich es nicht.
00:29:48: Jetzt weiß ich, das gibt es schon oder könnte ein Markt sein.
00:29:51: Also es ist gut, wenn man andere Mitstreiter in seinem Feld hat.
00:29:57: Und es muss auch nicht immer nur ein Gegeneinander sein, übrigens.
00:30:00: Man kann ja tatsächlich auch miteinander kooperieren, Geschäftsmodelle gemeinsam verbessern.
00:30:06: Das kann auch eine Business-Strategie sein, etwas zu bauen, es dann an Open AI zu verkaufen, weil man es besser kann.
00:30:13: Und das, was ich Als Geschichte mitbringen kann, ist das die Gründung von einem Freund, der macht Sales Outreach.
00:30:24: Und spezifiziert sich darauf, Sales Outreach-Nachrichten so paskend auf die Zielgruppe wie möglich zu generieren.
00:30:35: Und man könnte jetzt sagen, okay, dieses Feature hat ChatGPT auch.
00:30:41: Aber durch ... Die Anbindung an ChatGPT und die Spezifizierung, also Sie sind sozusagen ein Layer gebaut, können Sie diesen Service viel, viel, viel besser anbieten und auch den Kunden Support, was OpenAI häufig nicht abbildet oder auch an Geschäftsmodelle, den diese Menschen brauchen, um die Lösung wirklich gut zu implementieren.
00:31:06: Und ganz häufig denken wir über TechNach, aber nicht darüber, wie der Faktor Mensch mit diesem System interagiert.
00:31:15: Und zu einem erfolgreichen Tech-Produkt gehört auf jeden Fall auch ein guter Support, eine Implementierung in eine Schulung der User.
00:31:25: Und wenn am Ende das ... System nicht richtig genutzt werden kann, kann es ja auch seinen Impact gar nicht verbreiten.
00:31:32: und das was er sehr erfolgreich gemacht hat ist eben eine Community aufzubauen.
00:31:35: Das heißt diese Menschen teilen dann im Rahmen auch von der Tool-Nutzung, wie sie damit Erfolge feiern.
00:31:42: und gerade das ist in Sales auch etwas was sehr stark motiviert.
00:31:45: Das heißt, er hat sich... Mit seiner Erfahrung in Sales angeschaut, inwieweit der Pain Point der Nutzer mit seinem Tool abgebildet werden kann und eben nicht nur eine technische, sondern auch, ich sag mal, eine emotionale Lösung gebaut, wie ich.
00:32:02: Ich bin nicht alleine, ich kann meine Learnings teilen, ich kann meine Erfolge teilen und ich habe einen Zusammengehörigkeitsgefühl, dann Menschen in Sales Position fühlen sich häufig.
00:32:15: nicht so in einem Team integriert wie in anderen Funktionen.
00:32:18: Und diese spezifischen Bauschte, eine, die ein guter Business Case und ein gutes Produkt enthält, die wird wahrscheinlich vermutlich eine Riesen-Patform nie so gut adressieren können.
00:32:32: Sehr schön.
00:32:32: Also als Gründer, Gründerin gerne auf das Fokussieren, was die Großen einfach nicht können, weil sie einfach dann auch nicht mehr so flexibel sind wegen der schieren Größe.
00:32:42: Alex, vielen Dank.
00:32:44: Vielleicht zum Schluss noch, erlaube mir die Frage, wenn wir uns heute in einem Jahr wieder treffen, gibt's Femmei noch?
00:32:55: Ja.
00:32:55: Ja.
00:32:56: Du weißt, die Chancen stehen schlecht.
00:32:57: Ich glaube, ein Drittel der Start-ups überleben die ersten fünf Jahre nicht, habe ich irgendwo gehört.
00:33:03: Das stimmt.
00:33:04: Ja, das ist eine sehr gute Frage.
00:33:05: Also, ich kann mir auch vorstellen, die Mark für gutes Geld zu verkaufen.
00:33:09: Aber eines der sehr klucken Dinge, glaube ich und hoffe ich, die wir ganz am Anfang gemacht haben, ist uns die Marke beim Euepo registrieren zu lassen.
00:33:18: Und ich habe jetzt schon die Zensanfragen.
00:33:22: Und weil ... K.I.
00:33:23: gekommen ist, um zu bleiben.
00:33:25: Und ich, die Marke Fan-AI, nie wieder bekommen werde, denke ich, wird es sie noch sehr lange geben.
00:33:31: Aber wie konkret sich unser Geschäftsmodell weiterentwickelt und wo auch ich dann stehe, das ist schwer zu sagen.
00:33:40: Das werden wir sehen.
00:33:41: Ich bin gespannt.
00:33:42: Ich werde es definitiv weiter verfolgen und werde dich als Mentoren behalten.
00:33:48: Sehr viel gelernt.
00:33:51: Danke dir.
00:33:53: Also liebe Gründerinnen und Gründer draußen zur Not, denkt euch einfach einen coolen Namen aus, den könnt ihr zur Not noch richtig gewinnen.
00:34:00: Leute
00:34:01: oder kauft coole Domains.
00:34:03: Also der Platz im Internet ist begrenzt.
00:34:07: Nee, und das ist vielleicht ein gutes Schlusswort.
00:34:09: Ich finde extrem wichtig, dass wir den Spaß bei der Sache nicht verlieren, weil am Ende ist die Gründungsreise auf jeden Fall eine, die Schmerzhafter ist, aber auch verdammt viel Spaß machen kann.
00:34:22: Und trotz der politischen Weltlage, trotz der Wirtschaftslage ist das etwas, was das deutsche Ökosystem sehr gut auch im Zusammenhalt stärken könnte, mehr Spaß daran, gute Konzepte umzusetzen.
00:34:34: Das wünsche ich mir auf jeden Fall für dieses Jahr.
00:34:36: Sagt Spaßkanone, Alexandra Wude.
00:34:40: Vielen Dank für deine Zeit.
00:34:41: Bis bald.
00:34:42: Danke dir, Max.
00:34:44: Ciao.
00:34:47: Ja, wir dürfen gespannt sein, in welche Richtung sich das alles noch entwickelt mit den KI-Startups.
00:34:53: Aber ist ja auf jeden Fall erst mal schön, dass ein bisschen Bewegung reinkommt, oder?
00:34:57: Also mehr Neugründung, mehr Innovation, können wir eigentlich erst mal alles so weit unterstützen.
00:35:04: Ja, Frage ist jetzt halt, was fehlt da noch?
00:35:06: Wir können natürlich unsere Kolleginnen auch einmal fragen, was sie denn eigentlich davon hält.
00:35:12: Liebe Kolleginnen, was sagst du denn zu diesem Startup-Hype?
00:35:14: Beziehungsweise nee, warte mal, du bist doch eine KI, du kannst doch einfach mal, gib doch mal irgendwie Ideen aus, so was für ein KI-Startup eigentlich derzeit noch fehlen würde.
00:35:23: Vielleicht kann das ja irgendwann mal von den Zuhörerinnen dann mal gründen.
00:35:26: Na klar, ich hau'n' ein paar Ideen raus.
00:35:28: Wie wär's zum Beispiel mit einem KI-Startup, das im Handumdrehen BIAS Checks für Bewerbungsverfahren automatisiert?
00:35:35: Oder ein Tool, das Teams hilft, KI-Modelle ethisch zu entwickeln, mit spielerischem Training?
00:35:40: Oder ein Startup, das KI für nachhaltige Produktionsketten einsetzt?
00:35:44: Da steckt noch richtig Potenzial drin.
00:35:46: Also wer traut sich?
00:35:47: Ja, sieht alles ein bisschen schwammig.
00:35:50: Und vielleicht auch so ein bisschen die Wiederholung von dem, was wir ja bereits gesagt haben.
00:35:53: Aber ja, das zeigt einfach mal wieder, ne?
00:35:56: KI denkt sich im Grunde ja nichts Neues aus, sondern reproduziert einfach das, was man ihr sagt oder was ihre Trainingsdaten hergeben.
00:36:05: Egal.
00:36:06: Wirst du was sagen?
00:36:07: Nee, Sprache verschlagen.
00:36:09: Ja, gut.
00:36:09: Okay.
00:36:10: Danke euch fürs Zuhören diese Woche.
00:36:12: Wir sprechen uns nächsten Dienstag wieder.
00:36:14: Bis dahin.
00:36:15: Ciao.
00:36:19: Dieser Podcast
00:36:20: wird produziert von Portstars
00:36:24: bei OMR.
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