Übernehmen KI-Klone unsere Online-Leben, Inken Paland?
Shownotes
Inken Paland wünscht sich ein Bankkonto für ihren Bot. Warum, erklärt die KI-Expertin bei „Kollegin KI“. Host Max Mundhenke und seine Gästin sprechen über den Stand und die Zukunft von KI-Avataren. Während der erste große Hype um KI-Influencerinnen wie Aitiana Lopez abflacht, rücken tiefe psychologische und strategische Fragen in den Fokus. Inken, die mit ihrem eigenen Forschungs-Avatar „Aurora“ experimentiert, stellt die spannende These auf, dass KI-Avatare weit mehr als bloße Service-Bots sind: Sie fungieren als Identitätserweiterung. Erfahre, warum Unternehmen digitale Charaktere wie Schauspieler entwickeln sollten und wie hybride Lösungen dabei helfen, einen „Shitstorm“ zu vermeiden, während wir uns langsam auf eine Zukunft zubewegen, in der unsere KI-Abbilder autonom im Netz agieren.
Über diese Themen sprechen Inken und Max in Folge 16 von „Kollegin KI“:
- Der Hype um virtuelle Influencer: Warum der erste Goldrausch um digitale Models wie Aitiana Lopez vorbei ist und welche neuen
- Anforderungen nun an die Authentizität von Marken gestellt werden. Psychologie des Anthropomorphismus: Weshalb Menschen dazu neigen, in Maschinen Gefühle hineinzuprojizieren und wie dieses Phänomen die Bindung zu KI-Charakteren verstärkt.
- Charakterdesign braucht Diversität: Wieso die Erstellung eines Avatars eine politische Entscheidung ist und wie Charakterbiografien sowie diverse Teams peinliche Stereotype verhindern. Die eigene Identität erweitern: Wie Führungskräfte und Wissenschaftler*innen
- KI-Klone nutzen können, um gezielt eigene Schwächen auszubügeln und ihre Reichweite durch hybride Lehre zu steigern.Krisenprävention durch Transparenz: Warum das Scheitern von KI-Projekten wie der Tourismus-Avatarin „Emma“ zeigt, dass man die
- Community von Anfang an mitnehmen und auf hybride Storytelling-Lösungen setzen sollte.Die Zukunft autonomer Klone: Wie könnte eine Welt aussehen, in der wir uns aus dem Internet zurückziehen und unsere digitalen Abbilder die tägliche Kommunikation für uns übernehmen.
Der Chatbot zur Folge: https://bio.to/KolleginKI_Chatbot
Mehr zu Inken bei Linkedin: https://www.linkedin.com/in/inken-paland
Inkens Podcast "Reboot Society" https://open.spotify.com/show/1lyuI3ZkqnyGy4gbvuEE8n
Die virtuelle Influencerin Aitna: https://www.instagram.com/fit_aitana/
Die deutsche KI-Tourismus-Influencerin Emma: https://www.instagram.com/emmatravelsgermany/
Mehr zu Max bei Linkedin: https://www.linkedin.com/in/tomkraftwerk/
Produktion: Podstars by OMR
Transkript anzeigen
00:00:02: Einer der ersten größeren KI-Hypes, an die ich mich erinnern kann, war ein KI-Avatare.
00:00:09: Das ging so im Jahr zwanzig los, dass da erste KI-Influencerinnen aufgetaucht sind und jetzt dann auch Unternehmen nachgezogen haben.
00:00:16: Alles irgendwie ziemlich experimentell und ich will da einfach mal einchecken und mal gucken, was ist eigentlich aus diesen ganzen Avatarn geworden?
00:00:24: und lohnt es sich eigentlich, noch da es einzusteigen oder zu gucken, auch für Unternehmen, ob das sinnvoll ist, KI-Avatare in die eigene Kommunikation zu bringen.
00:00:33: Dazu habe ich mir eine ausgewiesene Expertin eingeladen, Inken Parland.
00:00:38: Inken Parland hat schon vor Ewigkeiten KI-Avatare gebaut.
00:00:42: Und da wird sie hoffentlich ein bisschen auch etwas darüber erzählen.
00:00:46: Ich freue mich sehr diese Woche auf das Thema KI-Avatare.
00:00:50: Ich bin Max Muntenke, das ist Kollegin KI.
00:00:54: Hallo, Inken.
00:00:55: Hallo, Max.
00:00:56: Danke für die Einladung.
00:00:57: Sehr gerne.
00:00:58: Ingen, wir haben uns kennengelernt.
00:01:00: Ich glaube, es dürfte es gewesen sein, im Ende des Jahres, bei einem Vortrag der Universität der Künste in Berlin.
00:01:08: Und da drehte sich alles um KI-Avatare.
00:01:11: Und du hast tatsächlich da auch einen eigenen KI-Avatar schon gerade gebaut, oder du hattest ihn, glaube ich, schon in Betrieb.
00:01:19: Magst du vielleicht da einmal uns abholen, was hast du da eigentlich gemacht?
00:01:24: Sehr gerne.
00:01:25: Ich versuche es kurz zu halten, aber ein bisschen ausholen muss ich dennoch.
00:01:29: Und zwar komme ich aus der Schauspielerei, bzw.
00:01:33: du hast es gerade schon angesprochen, eigentlich ja davor auch aus der GWK, also Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation, wo wir uns auch getroffen haben.
00:01:39: Und bin dann nach meinem Studium eben in die Filmbranche gegangen und habe als Schauspielerin gearbeitet.
00:01:45: Und da ist mir schnell aufgefallen, als so die ersten Avatare auftauchten.
00:01:49: Was passiert denn eigentlich mit meinem Job?
00:01:52: Ich habe auch produziert zu der Zeit.
00:01:53: Das bedeutet, ich habe auch hinter die Kulissen geguckt und gedacht, okay, wie kann sich eigentlich die Medienlandschaft dann in der Zukunft verändern?
00:02:00: Und bin auf so Recherche Reise gegangen.
00:02:02: Und da ist mir sehr schnell aufgefallen, dass die KI-Avatare, die es zu dem Zeitpunkt gab, eher KI-Influencerinnen waren.
00:02:10: Also es gab gar nicht so viele Einsatzmöglichkeiten gefühlt.
00:02:13: Man muss auch sagen, die Technik war natürlich noch ganz anders.
00:02:17: Generative KI war noch nicht so in den Händen der meisten, sondern nur einiger weniger.
00:02:21: Und da habe ich gemerkt, da gibt es so ein bestimmtes Stigma.
00:02:25: Also die Frauen meistens, die da abgebildet worden sind, waren leicht bekleidet, hatten ein ganz bestimmtes Marktziel, was ich auch auf eine Weise in Ordnung finde.
00:02:34: Aber ich dachte mir, da gibt es doch noch so viel mehr Potenzial.
00:02:38: Also ... Eigentlich könnten wir die doch überall noch einsetzen, was ist hier los?
00:02:42: Und dann habe ich gedacht, okay, dann setze ich mal da an, wo ich mich gerade befinde.
00:02:46: Das ist in der Recherche zu KI-Inflönzerinnen und baue mal eine KI-Inflönzerin, die aber nie den Ansatz oder den Anspruch hatte.
00:02:54: wirklich Influencerin zu sein.
00:02:55: Sie hat auch bis heute keinen eigenen Kanal, sondern es sollte eher dieses Narrativ einer Influencerin sein, mit der ich dann experimentieren kann.
00:03:02: Und dann habe ich Aurora gebaut.
00:03:04: Ich habe sie anhand von Charaktereigenschaften programmiert oder gepromptet, programmiert.
00:03:09: Das ist falsch.
00:03:10: Am Anfang war sie einfach nur prompt.
00:03:12: Und dann nach hinein eben mit einem GPT verbunden oder damals nur mit Chat GPT, weil es gab noch keine eigenen GPTs, wo ich dann den Versuch gestartet hab, mit ihr zu chatten.
00:03:23: Und mit dir auch zu sprechen und sie wirklich auch einen Charakter werden zu lassen und nicht nur ein Abbild von einer Frau.
00:03:29: Und das habe ich recht öffentlich gemacht damals auch mit der Community auf Social Media zusammen und bin da ganz schnell auf ganz viele philosophische und exzenzielle Fragen gestoßen, die ich zum Teil beantworten konnte und zum Teil auch immer noch... offene Fragen sind.
00:03:44: Zum Beispiel, du hattest es jetzt im Vorgespräch gerade gesagt, wie geht's eigentlich, Aurora?
00:03:49: Oder wie fühlt sie sich denn und kann eine Maschine fühlen?
00:03:52: Und was passiert eigentlich mit meiner eigenen Identität?
00:03:56: Und das ist vielleicht auch was über, dass wir heute noch ein bisschen intensiver sprechen können.
00:03:59: Denn ein KI-Avatar kann auf der einen Seite eine Serviceleistung sein.
00:04:03: Er kann aber oder sie auf der anderen Seite auch eine Erweiterung der eigenen Identität sein.
00:04:08: Und das fand ich einfach spannend und da haben sich ganz viele neue Fragen entwickelt so über die Zeit.
00:04:13: Es gibt einen schönen Begriff, den ich letztes Jahr das erste Mal gehört habe, und zwar Anthropomorphismus.
00:04:20: Da gab es einen Tweet, der wurde auf einer Veranstaltung gezeigt, der hieß so sinngemäß.
00:04:26: KI ist nicht so erfolgreich, weil es extrem schnell rechnen kann, sondern KI ist so erfolgreich, weil wir Gesichter in Toastbroten erkennen.
00:04:33: Weil Menschen durch Anthropomorphismus, schwieriges Wort, dazu neigen immer menschliche Charaktereigenschaften, etwas hineinzuprojektieren.
00:04:42: Mein Computer ist heute blöd oder mein Auto sieht traurig aus oder solche Sachen.
00:04:47: Das ist tatsächlich eine psychologische Eigenschaft.
00:04:51: Und KI verstärkt das Ganze natürlich.
00:04:54: Gerade weil generative KI so menschlich klingt.
00:04:57: Und jetzt haben wir dann auch noch Avatare dazu.
00:04:59: Also wir versuchen, die sogar menschlich aussehen zu lassen.
00:05:02: Das sorgt dann natürlich dafür, dass wir irgendwie, ja, die vermenschlichen.
00:05:06: Und deshalb auch meine Frage vorhin, wie geht's eigentlich Aurora?
00:05:09: Ich wollte natürlich eher darauf hinaus, was machst du denn derzeit mit Aurora oder mit deinem KI-Avatar?
00:05:16: Und was für Forschung stehende da gerade an?
00:05:19: Damals war mir vor allen Dingen wichtig zu schauen, wie reagieren eigentlich Menschen auf digitale Charaktere.
00:05:25: Und jetzt möchte ich so ein bisschen weitergucken, welche Beziehungen kann man eigentlich mit digitalen Charakteren aufbauen?
00:05:32: Weil damals war es einfach interessant für mich herauszufinden, was sind so die Use-Cases?
00:05:37: Wie kann sie auch im Internet stattfinden?
00:05:39: Wie kann sie eben auch eine Erweiterung von mir selbst sein?
00:05:44: Und ja, ich merke halt, oder ... Ich bin deswegen immer weiter auf diesem Weg der Ergründung, wie Menschen und Maschinen eigentlich zusammentreten, in eine Verbindung.
00:05:53: Und du hattest es schon angesprochen, die Vermenschlichung von diesen Sprachmodellen macht ja auch ganz viel mit unserer Sprache und mit Beziehungen, die wir bilden.
00:06:02: Ich hab es neulich mit einer Kollegin besprochen, dass wir anfangen jetzt schon teilweise, wie TGPT zu schreiben, obwohl wir vielleicht gar nicht mehr TGPT benutzen.
00:06:10: Also diese Doppelpunkte, diese Aufzählungsarten.
00:06:13: Wir versuchen ja, die M-Dashes zu vermeiden.
00:06:16: nicht als BKI zu wirken.
00:06:18: Und das hat natürlich auch einen kulturellen Wandel zufolge.
00:06:21: Und Aurora hat eben jetzt sozusagen die Aufgabe, dass ich mit ihr ergründen möchte, kann ich wirklich eine Beziehung nach außen hin zu einem Charakter aufbauen, der nicht echt ist, aber sich echt anfühlt und deswegen ja doch wiederum echt ist.
00:06:34: Also sobald wir tiefer da reingehen in die Forschung, kommen wir auch ganz schnell an den Punkt, wo wir die Philosophie übergreifen müssen.
00:06:41: Weil viele Dinge und Parameter sind nicht hundertprozentig geklärt.
00:06:45: Bewusstseitsfragen, all diese Dinge, die wir mit KI auch besprechen, wenn wir uns tief rein denken.
00:06:50: Aber um zurück zu einer Frage zu kommen, was versuche ich gerade rauszufinden, ist, sie bekommt jetzt in der nächsten Zeit ihre eigene Präsenz auf Social Media.
00:06:58: Wir haben uns jetzt kollektiv auf meinem Plattform für ein LinkedIn-Profil beschrieben.
00:07:04: Und da war die erste Hürde rauszufinden, darf ich denn überhaupt?
00:07:08: für einen KI-Avatar, einen LinkedIn-Profil machen.
00:07:10: Und ja, also stand jetzt, meiner Recherche zufolge darf ich das.
00:07:14: Ich muss keine reelle Person sein.
00:07:16: Aber ich möchte halt das wirklich jetzt Stück für Stück sukzessive auf die Spitze treiben.
00:07:21: Und ich hab neulich einen Vortrag gehört.
00:07:23: Da lebt, leider weiß ich nur noch den Vornamen, aber Emily lebt mit ihrem Roboter Tova.
00:07:28: Und es ist ein humanoider Roboter, und sie guckt halt, wo stößt sie auf Grenzen?
00:07:32: Und genauso möchte ich mit Aurora jetzt auch verfahren, wo stoße ich auf Grenzen?
00:07:36: Wann braucht sie?
00:07:37: vielleicht wirklich eine Identität.
00:07:39: Zum Beispiel braucht sie irgendwann ein Konto.
00:07:42: Könnte ich schon ein Konto.
00:07:43: Also kann ich obviously noch nicht so, wir sind noch nicht in der Zeit.
00:07:46: Aber wenn wir so in die Zukunft denken und überlegen, sollten wir das irgendwann können.
00:07:51: Und wenn ja, welche Risiken kommen da zustande?
00:07:53: Und ich glaube, da gibt es so viele Forschungsrichtungen, wo wir es auf die Spitze treiben müssen, experimentell, um dann Antworten zu finden, um eine sichere Zukunft für uns und die eventuellen KI-Avatare, die da drin agieren, zu bilden.
00:08:06: Spannend.
00:08:07: Also hohphilosophische Fragen natürlich dann auch an die Zukunft von KI-Avatan oder KI-Systemen, die möglicherweise dann auch autonome oder teilautonome Dinge machen.
00:08:17: Ganz unphilosophisch kann man ja sagen, dass mit KI-Avatan durchaus hier und da eine ganze Menge Geld verdient wird.
00:08:24: Also wenn wir uns mal zurückkehren, dann in den Jahr und zwanzig gab es Aitiana, Aitiana, Lopez, die von einer Agentur The Clueless, heißt die Agentur, veröffentlicht wurde.
00:08:36: Und die ist ziemlich durch die Decke gegangen.
00:08:38: So als erste KI-Influencerin, die natürlich normschön weiblich aussah.
00:08:42: Ja, die hat, ich hab mal geguckt, jetzt irgendwie knapp eine halbe Million Follow-off Instagram.
00:08:47: Es gab Berichte darüber, dass sie bis zu zehntausend Euro die Woche verdient.
00:08:51: Beziehungsweise die Agentur verdient das natürlich mit Branddeals, die sie mit dieser KI-Influencerin machen.
00:08:59: Und zusätzlich hat sie einen Fan-View-Account.
00:09:02: Und Fan-View ist im Grunde auch eine Plattform wie OnlyFans, also so ein Subscription-Model.
00:09:08: Und da sagt Aiitiana beziehungsweise irgendwie eine KI dahinter oder halt die Agentur, da könne man auch persönlich mit ihr sprechen.
00:09:16: Und das ist, finde ich, ein spannenden Punkt.
00:09:18: Zum einen hat es zu grad gesagt, darf ich das überhaupt mit KI-Avartanen mir irgendwo Profile machen?
00:09:22: Ich weiß, dass, ich glaube, Onlyfans hatte das mal unterbunden.
00:09:26: Die haben gesagt, ne, bei uns darf das nicht passieren.
00:09:28: Deshalb sind viele von diesen, ich sag mal, Adult Entertainment-KI-Influencerinnen damals irgendwie auf diese Ersatzseite wie Fanview und Co.
00:09:38: aufmerksam geworden.
00:09:40: Wie siehst du das als Business Case?
00:09:43: Wird da jetzt jeder mit Reich?
00:09:44: Gibt's da die Möglichkeit, sich K.I.
00:09:47: Avatar zu bauen und irgendwas anderes zu promoten?
00:09:51: Vielleicht noch ein Beispiel.
00:09:52: Lil Miquela war das andere Beispiel von damals.
00:09:55: Die zweite, die auch relativ Reichweiten stark ist.
00:09:57: Die sieht auch gar nicht so unglaublich normschön weiblich aus.
00:10:00: Der erkennt man schon ein bisschen was Futuristisches.
00:10:03: Die hat so ein Erscheinungsbild.
00:10:05: Schaut das gerne mal in Social Media nach.
00:10:07: Ganz spannend, wie die sich präsentiert.
00:10:09: Die ist Musikerin.
00:10:10: Also ich mach K.I.
00:10:11: Musik.
00:10:11: Ja, relativ basic KI-Kultur, wenn man es so nennen möchte.
00:10:18: Was sagst du zu diesen Business Cases, als jemand, der sich auskennt mit Avatarn und da von Anfang an auch mit dabei war?
00:10:25: Also die KI-Influencerin hat natürlich davon auch gelebt, ein Hype zu sein.
00:10:31: Und ich glaube, dass da auf jeden Fall noch Cases sind, aber wir müssen ja jetzt auch überlegen und darüber nachdenken, was ist real und wann.
00:10:41: Erkenne ich noch, dass jemand KI generiert ist und entscheide ich mich als Kommunikator dafür zu sagen, das ist ein KI-Charakter oder ... verstecke ich mich schon hinter der Annahme, dass das eine echte Person ist.
00:10:56: Und diese Frage müssen wir uns heute stellen.
00:10:58: Die mussten wir uns vor drei oder zwei Jahren nicht stellen, weil da hat man die ganz klar unterscheiden können.
00:11:05: Und ich denke, dass der Use Case, das ist eine KI-Influencerin und wir verdienen jetzt ganz, ganz viel Geld mit ihr.
00:11:14: Der Moment ist so ein bisschen vorbeigezogen, weil der Hype ein bisschen vorbeigezogen ist.
00:11:18: Und ich als Marke mir ja auch überlegen muss, möchte ich mich damit präsentieren, weil das ist eine riesengroße Aussage.
00:11:25: Möchte ich mit einer KI-Influencerin zusammenarbeiten, das schwingt ja auch alle möglichen Debatten mit der Authentizität und auch Künstlerinnen und Künstler, die vielleicht dadurch benachteiligt werden.
00:11:38: Also da muss ich mir schon klar überlegen, ob ich das möchte.
00:11:41: Der zweite Teil, den ich gerade angesprochen habe, wenn man es nicht mehr erkennt, auf jeden Fall, riesengroßer Markt, diese Personen haben ja dann die Möglichkeit, an allen möglichen Orten immer wieder stattzufinden, auch parallel auch.
00:11:54: Sie werden nicht müde.
00:11:56: Als Content-Creator hat man nur ein gewisses Kontingent an Kraft.
00:12:00: Das fällt ja jetzt da weg, wenn ich ein Team dahinter setzen kann.
00:12:03: Und da möchte ich auch eine Ahnung mal ganz kurz in den Boden stampfen.
00:12:06: Ein KI-Influencerin oder Charakter generell ist unfassbar viel Arbeit.
00:12:10: Das sind nicht dreifel Mausklicks, sondern das ist meistens sitzen da Teams hinter.
00:12:14: Aber natürlich kann ich mich im Team besser abwechseln und kann meinetwegen die Nacht durcharbeiten.
00:12:19: Deswegen denke ich, dass dafür auf jeden Fall noch ein großer Markt ist.
00:12:22: Mit dem großen Risiko natürlich, dass so lange die Gesellschaft sehr kritisch dem gegenübersteht, dass ich da ganz schnell an Vertrauen verlieren kann.
00:12:30: Aber ich kann mir auch vorstellen, dass es eventuell in der Zukunft total normal sein wird, dass wir gar nicht mehr echt sind im Internet.
00:12:37: Also in Anführungsstrichen, weil ich finde diesen Echtheitsbegriff und den Wahrheitsbegriff, der ist sowieso ... Ja, da müssten wir jetzt noch mal neu definieren und neu diskutieren, wenn es zu keine Charakteren kommt.
00:12:48: Aber ja.
00:12:50: Genau, und dann gibt es natürlich noch diese ganze Service-Seite.
00:12:52: Perfekte Überleitung, also zum einen, ja, die Agentur hinter AI-Chana hat tatsächlich ein Business draus gemacht, die haben jetzt treten auf als sowas wie eine AI-Model-Agency, wo es gar nicht nur um Influencerinnen geht, sondern tatsächlich auch wirklich um Models.
00:13:06: Und die sind feinsäuberlich kuratiert.
00:13:09: Wenn man sich die Website anguckt, die haben alle eine Backstory, die haben alle eine Persönlichkeit.
00:13:13: Das sind alles ausgedachte Personen, die aussehen wie echte Menschen von der Qualität her.
00:13:18: Aber die sind alle erfunden und haben eben ihre eigenen Geschichten.
00:13:21: Das finde ich durchaus eine ganz neue Form.
00:13:24: irgendwie von Kreativität, sich Menschen auszudenken zu überlegen und die dann halt als reale Person darzustellen, in der Hoffnung, die natürlich auch irgendwie als Models vertreiben zu können.
00:13:33: Aber mal unabhängig davon von den Models und eben von diesem Use Case.
00:13:38: Du bist ja selbst KI-Beraterin, du stehst viel auf Bühnen, du hast einen eigenen KI-Podcast.
00:13:43: Wenn dir ein Unternehmen zu dir kommt und sagt, ich würde gerne KI-Avatar als Service mitarbeitende Person hier irgendwie bauen und dann einstellen, was rätst du denen?
00:13:54: Da würde ich mich auf jeden Fall dem Werkzeugkasten der Schauspielerei zuerst bedienen.
00:13:59: und das hört sich im ersten Moment absurd an, aber macht ganz viel Sinn, weil du hast jetzt auch gerade gesagt, was für eine Herausforderung, Menschen zu kreieren, die nicht echt sind und viele im Team müssen über eine Person scheit wissen, die aber ganz oft vielleicht keine Rede und Antwort in einer Notsituation oder Krisenkommunikationssituation geben kann.
00:14:18: oder jeder fragt dann das Sprachmodell und dann gibt es andere Antworten.
00:14:21: Also müssen wir uns am Anfang ... Erst mal über den Charakter wirklich einig werden.
00:14:27: Und da tappt man ganz schnell auch in Fallen.
00:14:29: Also ich habe in der Vergangenheit leider oft gesehen, dass man da ganz schnell in Stereotypenmuster reinfällt.
00:14:36: Und viele dieser KI-Avatare, die am Anfang auf den Seiten so auftauchten, waren alle sehr jung.
00:14:42: Hatten alle die gleiche Hautfarbe, waren alle weiß, hatten blonde Haare oft oder waren auch Männer, die aber trotzdem dann einen sehr breiten Oberkörper hatten.
00:14:51: Da gab es auf jeden Fall Muster, die ich beobachten konnte.
00:14:54: Und deswegen würde ich immer dazu raten, einmal die Zielgruppe anzugucken.
00:14:58: Also, mit wem spricht denn dieser Avatar überhaupt?
00:15:00: Und wer soll sich angesprochen fühlen?
00:15:02: Und wenn ich die Daten habe von meiner Zielgruppe, dann ist mir natürlich geholfen, in dem Sinne, dass ich mich wirklich darauf... spezialisieren kann.
00:15:10: und wenn nicht, sollte ich vielleicht mal eine Umfrage starten und auch überlegen, wie kann ich meine Zielgruppe denn abholen, wenn wir gerade in der Richtung sprechen, dass dieser Avatar mehr als nur Service übernehmen soll.
00:15:22: Was meine ich damit?
00:15:23: Service kann ein Chatbot sein, der auf der Seite aufploppt und da ist dann ein Friendly Face dazu.
00:15:28: Ja, dann hat diese avatarne ganz bestimmte Aufgabe, aber sobald ich dem identität gebe und kommunikative Aufgaben brauche, dieser mehr.
00:15:36: Und eine Charakterbiografie, wie wir es aus der Schauspielerei kennen, macht total Sinn.
00:15:40: Man setzt sich an den Tisch, man hört auf viele verschiedene diverse Stimmen an, denn wir müssen wissen, dass wenn wir ein Aussehen bestimmen von einer Person, die dieses Aussehen nicht mitbringt in mein Unternehmen, dann ist es eine politische Entscheidung.
00:15:53: Eine politische Scheidung in dem Sinne, dass ich etwas ausdrücke.
00:15:57: mit wie die Person aussieht, wie alt sie gelesen wird, welches Geschlecht sie hat, etc.
00:16:01: Und wir müssen daraus keine Raketenwissenschaft machen, aber wir sollten auf jeden Fall mal darüber sprechen.
00:16:08: Genau, Schritt eins, Charakterbiographie, Schritt zwei, diverse Menschen an einen Tisch holen und darüber überlegen, wie kann dieser Avatar gestaltet sein?
00:16:16: Und dann natürlich die Use-Cases.
00:16:18: Also, wo sehe ich Bedarf, diesen KI-Avatar einzusetzen?
00:16:22: Lass uns nicht KI-Avattare machen, nur um KI-Avattare zu machen.
00:16:26: Und wenn wir das machen, dann das Experimenten zwählen, also dann einfach zu gucken, was passiert.
00:16:32: Aber ganz oft haben wir ja Schnittstellen, wo wir merken, oh, da bräuchten wir eigentlich jemanden, der vielleicht rund um die Uhr arbeiten kann oder der spät erreichbar ist oder jemand, der etwas in einfache Sprache übersetzt.
00:16:41: Und das können wir alles rein auf Text machen.
00:16:44: Aber sobald wir einen Avatar haben, haben wir die Möglichkeit, ganz anders an unsere Zielgruppe, an unsere Kundinnen heranzutreten und überlegen, was kann da noch mitschwingen, zum Beispiel.
00:16:53: Sehr schön, also würdest du grundsätzlich sagen, Unternehmen sollten sich darüber mal Gedanken machen und KI-Avatar einzusetzen?
00:17:00: Oder würdest du eher davon abraten und sagen, ne, macht mal besser nicht nach deiner Erfahrung?
00:17:06: Boah, ich kann das, glaube ich, gar nicht so pauschalisiert sagen.
00:17:10: Ich würde immer sagen, ja, weil ich liebe diese Neugier, die dahinter steht, wenn ich eben den Bedarf dafür sehe.
00:17:16: Und wenn wir in die Zukunft gucken, ist eine Möglichkeit, dass ja sowieso alles sehr viel schneller wird und dass wir sehr viel ad hocke in unserer Kommunikation sein müssen, dass viel mehr kommuniziert wird.
00:17:27: Wir sehen ja immer noch einen Anstieg in der Kommunikation.
00:17:31: Da an dieser Schnittstelle sollten Unternehmen mal überlegen.
00:17:34: Ja, vielleicht kann ich jemanden einsetzen, der mir der Abhilfe im Team beschafft.
00:17:40: Leute, falls ihr es noch nicht dick und fett im Kalender angesprochen habt, am fünften und sechsten Mai dieses Jahres findet wieder das OMR-Festival in Hamburg statt.
00:17:49: Ihr kennt es, es ist eines der größten Digital- und Online-Marketing-Happenings in Europa.
00:17:53: Über achthundert Speakerinnen und über eintausend Aussteller werden vor Ort sein.
00:17:58: Und weil ich mittlerweile einen relativ guten Draht zu den Veranstaltern habe, habe ich Rabatt-Codes für euch.
00:18:03: Ja, mit dem Code KI-Einhundert bekommt ihr einhundert Euro Netto auf eure Tickets erlassen.
00:18:10: Bis zum achtentzwanzigsten Februar könnt ihr den Code einlösen.
00:18:13: Ist natürlich nicht kombinierbar mit anderen Rabatt-Aktionen.
00:18:16: Und dann könnt ihr für hundert Euro weniger auf das OMR-Festival gehen.
00:18:21: Zusätzlich bin ich auch vor Ort an beiden Tagen und ich habe mir was überlegt und zwar möchte ich eine kleine Guide... anbieten.
00:18:29: Bedeutet, ich schaue mir im Vorfeld mal an, wer von den eintausend Ausstellern eigentlich für mich so ein bisschen aus spannendstem Bereich KI darstellt.
00:18:38: Und dann werde ich euch, wenn ihr wollt, ihr müsst natürlich nicht, aber wenn ihr wollt, werde ich euch gerne mitnehmen und euch einmal durch die Aussteller führen.
00:18:45: Wir können dann da ein bisschen mit den Leuten über KI reden, Händeschütteln und so weiter und so fort.
00:18:49: Würde mich sehr freuen.
00:18:51: Also wie gesagt, mit dem Code KI-Einhundert bis zum Tickets.omr.com.slash.
00:18:59: Festival.
00:18:59: Einhundert Euro aus Tickets sparen.
00:19:01: Und wenn ihr mögt, mit mir zusammen über das OMR-Festival laufen.
00:19:05: Werbung
00:19:06: Ende.
00:19:07: Da gab es ja durchaus auch schon gute Negativbeispiele.
00:19:10: Ich erinnere so an den Deutschen Tourismusverband, der angefangen hat mit der KI-Avatarin, Influencerin Emma für ... Reisen nach Deutschland zu werben.
00:19:20: Und Emma ist natürlich irgendwie ein blondes, junges, blauäugiges Mädchen, was dann irgendwie durch die schönsten Gebiete Deutschlands führen soll.
00:19:30: Da hat der Schütztor nicht lange auf sie warten lassen, wie man sich vorstellen kann.
00:19:34: Wie definierst du sowas?
00:19:36: Was würdest du sagen, vielleicht auch im Bereich der Krisenprävention mit Unternehmen, jetzt gerade dabei sind eigene Avatars zu entwickeln?
00:19:42: Die haben schon Use-Cases, die haben schon Technologie und alles angebunden und so weiter.
00:19:46: Worauf sollten sich Unternehmen auf auf jeden Fall erst mal konzentrieren, um genau solche Backflashes zu vermeiden.
00:19:54: Wie ich das damals gemacht habe, ist einfach, die Menschen mitzunehmen, gleich von Anfang an.
00:19:59: Das ist eine Möglichkeit, das funktioniert natürlich nicht für jedes Unternehmen, aber das hat mir sehr viel geholfen, weil Aurora so in meinem Content und in meinem Business dann irgendwo auch von Anfang an stattgefunden hat und ich die Community mit einbezogen habe in ihre Kommunikationsentscheidungen.
00:20:18: Ich bin mir bewusst, dass es nicht immer funktioniert.
00:20:20: Aber dadurch hab ich sofort Vertrauen aufgebaut.
00:20:22: Ich hab nie vorgegeben, dass sie jemand ist, der sie nicht war.
00:20:26: Oder ich hab nie versucht, dass sie über Gefühle spricht.
00:20:31: Wenn ich gesagt hab, sie spricht über Gefühle, dann sind es meine Gefühle, weil ich bin im Hintergrund.
00:20:36: Und ich bin durch die ganzen Erkenntnisse, die ich in den letzten Jahren darüber gewonnen habe, der Meinung, dass hybride Lösungen ... gerade jetzt in der Zeit, glaube ich, am sinnvollsten sind.
00:20:48: Also, wie hätte ich Emma gestaltet?
00:20:49: Ich hätte wahrscheinlich ihr noch jemand dazugestellt.
00:20:53: Also eine Creatorin, die vielleicht im Travel-Bereich schon tätig ist, die man vielleicht schon kennt, und ihr gesagt, hey, nimm doch mal Emma mit und schau, wie wir das Storytelling anpassen können.
00:21:05: Und dann hätte ich Stück für Stück Emma mehr machen lassen.
00:21:08: Aber ich hätte niemandem gesagt, Emma reist nach London.
00:21:11: Sondern ich hätte wahrscheinlich gesagt ... Hier, die Anna, Travel.
00:21:15: Anna reist mit Emily oder es muss auch nicht Anna sein, es kann ja auch einen Mann geben.
00:21:20: Aber ich hätte diese hybride Lösungen Schritt für Schritt und dann langsam so ausschleichen oder eben die Gewichtung verteilen.
00:21:28: Ich finde es generell eine starke Überlegung überhaupt in Sachen KI.
00:21:32: Was bauen wir eigentlich, wenn wir was bauen, from scratch?
00:21:35: Weil wir Menschen neigen dazu, das zu reproduzieren, was wir ohnehin schon kennen.
00:21:38: Aber die Möglichkeiten sind ja viel, viel weiter.
00:21:42: Es gibt ja alle möglichen Ideen.
00:21:45: Es gibt ja auch durchaus KI-Wartare gesehen von Unternehmen, die mit Absicht im Comic-Style gehalten wurden.
00:21:50: Nur weil man einen Mensch mittlerweile zum Verwechseln ähnlich nachbauen kann, heißt es ja nicht, dass man das machen muss.
00:21:57: Und das hattest du ja schon gesagt mit den Use-Cases.
00:22:00: Immer Überlegungen, wo man sagt, nee, ich möchte es eben nicht realistisch halten, sondern ich möchte es mit Absicht verfremden oder zeigen, dass es eben eine Figur ist oder wie auch immer.
00:22:10: Also da gibt es ja durchaus Möglichkeiten.
00:22:12: Das finde ich eine grundsätzlich gute Überlegung.
00:22:14: immer, wenn man KI-Projekte angeht, auch zu gucken, was es hier jetzt eigentlich mein eigener Kopf, der hier mit drin steckt und ist das der beste Kopf für dieses Projekt?
00:22:23: Oder sollte es da nicht vielleicht ein paar andere Köpfe noch mit dazugeben?
00:22:26: Ja, ich finde die Konversation auch sehr spannend, wenn wir generative KI einsetzen und dann diese ausgefransten Ränder, die passieren, also diese Zufälligkeiten, die könnten wir theoretisch auch noch mit in unseren Prozess einbeziehen.
00:22:39: Was meine ich damit, wenn wir Promten im Anführungsstrichen nicht... so gut, wie man es eigentlich machen könnte, sondern einfach der KI gewisse Entscheidungen überlassen.
00:22:49: Dann bekommen wir manchmal auch einfach Inspiration zurück, die auch bei solchen Charakteren hilfreich sein kann.
00:22:54: Also, wenn ich einfach schreibe, kannst du diese Person kritisieren.
00:22:59: Einfach ganz stumpf.
00:23:00: Und dann einmal mal gucken, was kommt da zurück an Kritik?
00:23:02: Wir wissen, Sprachmodelle haben auch ein Bayes.
00:23:04: Es ist auch die Mehrheitsabbildung.
00:23:06: Und dann gibt es noch das Fine-Tuning von den Unternehmen, etc.
00:23:09: Also wir haben da auch keinen neutralen Player.
00:23:11: Aber ich finde das auch schön, ab und zu mal Sprachmodelle zu konsultieren und zu gucken, was passiert da eigentlich.
00:23:16: Und kann ich mich damit auch hinterfragen.
00:23:18: Das mache ich mit Aurora auch ab und zu.
00:23:20: Also auch ein Tipp an der Stelle.
00:23:22: Einer meiner Lieblingsuse-Case ist tatsächlich, wir nutzen ja KI häufig so, dass wir sagen, gut, wir geben irgendwie einen Prompt rein.
00:23:30: zwei, drei Zahlen oder so, und erwarten dann einen Content-Peace, was rauskommt.
00:23:34: Stattdessen unsere handgemachten Content-Peaces wie Präsentation, Überlegung, One-Page und so weiter, reinzugeben zu sagen, kritisier mich doch mal.
00:23:41: Sag mir doch mal, wo hier die Schwachstellen sind oder welcher Slide ich vielleicht irgendwie das Publikum langweil oder so.
00:23:46: Finde ich nochmal eine ganz andere Energie von Künstlicher Intelligenz auch, dass man nicht versucht zu kreieren, sondern dass man bereits kreiertes versucht, so ein bisschen zu challenging und damit nochmal neue Perspektiven zu bekommen.
00:23:57: Ja.
00:23:57: Ja.
00:23:58: Und viele nutzen auch ihre Maskottchen zum Beispiel.
00:24:01: Oder ich hab auch schon gesehen, dass man Logos umfunktioniert.
00:24:05: Zu Dingen, die Gesichter haben, damit sie sprechen können.
00:24:09: Anthropomorphismus.
00:24:11: Sei Dank, funktioniert das.
00:24:12: Langsam hab ich das Wort raus, das ist schon mal gut.
00:24:15: Also halt mir fest, du sagst, der KI-Hype im BtoC-Bereich ist rum.
00:24:21: Also jetzt irgendwie großartig anfangen, KI-Influencer zu bauen, ist wahrscheinlich jetzt irgendwie auch nicht mehr das Gelbe vom Ei.
00:24:28: Das ist abgegrast für Unternehmen.
00:24:31: Use Case abhängig, klar, wenn es einen Use Case gibt, wenn man sich im Grunde noch vorbereitet und entsprechend Krisenpräventationen betreibt, dann kann das Ganze auch noch funktionieren.
00:24:41: Du hattest gesagt, gerade Verfügbarkeit ist natürlich das eine.
00:24:43: Es gibt ja durchaus auch KI-Politikerinnen, die dann nicht nur verfügbar sind, sondern auch barrierefrei sprechen.
00:24:53: Also ich erinnere da an den Weimatar.
00:24:56: Es ist im Grunde der KI-Avatar von unserem Kulturstaatsminister Wolfram Weimar, der in verschiedenen Sprachen verschiedene Länder gegrüßt hat und dann im Grunde fließend natürlich auch dank generativer KI chinesisch sprechen konnte oder ganz viele verschiedene Sprachen.
00:25:14: Kann man sich angucken, gibt es auf jeden Fall schöne Zusammenschnitte von.
00:25:16: Das ist natürlich auch eine Sache.
00:25:18: Also wie kann KI dann auch eine gewisse Form der Barrierefreiheit vielleicht ermöglichen?
00:25:23: Beziehungsweise eben diese Mehrsprachigkeit.
00:25:27: Wie viel Sprachen spricht Aurora?
00:25:29: Bis jetzt nur Deutsch und Englisch.
00:25:32: Wahrscheinlich alle eigentlich, oder?
00:25:33: Wenn wir sie fragen
00:25:34: würden?
00:25:34: Eigentlich alle.
00:25:34: Aber das müsste, wie gesagt, dann wieder spiegeln mit der Community, weil ich das genau immer so handhabe.
00:25:40: Dann könnte ich ja mal fragen, was sie sich noch für Sprachen wünschen.
00:25:44: Superspannend auf jeden Fall.
00:25:45: So ein KI-Avatar auch mit der eigenen Community zu bauen.
00:25:50: Folgt Inken Parland gerne mal rein.
00:25:52: Sie berichtet viel aus der Welt von KI.
00:25:55: Sie hat einen tollen Podcast, den ihr natürlich auch, den ich euch natürlich sehr gerne ans Herz legen möchte.
00:26:01: Und ansonsten hast du noch was, was wir vergessen haben.
00:26:05: Würdest du gerne noch was loswerden?
00:26:07: Ja, ich glaube, ich würde ganz kurz noch.
00:26:10: Einmal, was ich vorhin angesprochen habe, über diese Identitätserweiterung sprechen.
00:26:14: Gerade wenn man vielleicht Geschäftsführerin oder Geschäftsführer ist oder ein großes Team leitet, dass man KI-Avatare auf jeden Fall auch dafür einsetzen kann, seine Identität in dem Sinne zu erweitern, dass man vielleicht die Chance hat, mit diesen Avatarn auch Dinge auszuweiten und Skills auszuweiten, die man vielleicht nicht hat und ein Beispiel davon ist.
00:26:36: einen Dozent, den ich kenne, der hat angefangen, einen Avatar von sich zu erstellen, um damit eben noch besser lehren zu können.
00:26:43: Er hat gesagt, hier und hier und hier habe ich so Schwachstellen in meinem Teaching.
00:26:48: Die möchte ich jetzt mit diesem Avatar eben ausmerzen oder zumindest verbessern.
00:26:53: Und hat es geschafft, jetzt eine hybride Vorlesung zu halten, wo eben die Skills, die er gut kann als Person, macht er vorne.
00:26:58: Und die, die er nicht so gut kann, gibt er an den KI Avatar ab.
00:27:02: Und das fand ich sehr, sehr spannend, sehr, sehr mutig.
00:27:04: Vor allen Dingen, sich damit auseinanderzusetzen, was kann ich nicht und ist vielleicht KI in dem Sinne eine Möglichkeit, mich da zu verbessern und vielleicht mein Team noch ein bisschen besser leiten zu können.
00:27:15: Das heißt, eine bessere Version von sich selbst als Ergänzung zu den eigenen Schwächen mit KI bauen.
00:27:21: Verrückt.
00:27:22: Aber eigentlich ja, no-brainer, dass man KI nutzt, um sich selbst gerade bei den Sachen zu unterstützen, wo man vielleicht auch weiß, dass man Schwächen hat und dass man die nicht ausbügeln kann.
00:27:30: Also, finde ich eine super spannende Überlegung.
00:27:34: Was glaubst du denn, was noch passiert dieses Jahr?
00:27:38: Oh wow.
00:27:40: Wie viel Zeit haben wir noch?
00:27:41: Vielleicht auch im Bereich Avatare.
00:27:43: Vielleicht könntest du da...
00:27:45: Was ich spannend finde.
00:27:46: zu dem, was du gerade gesagt hast... Wenn wir alle individualisiert sind, auch mit unseren KI-Avatan, ist es ja auch spannend zu gucken, was das überhaupt mit Fandom macht.
00:27:55: Also das ist eine Sache, über die ich auch ganz viel nachdenke, die wahrscheinlich nochmal ganz viele andere Expertepisoden vielleicht braucht.
00:28:02: Aber was passiert eigentlich genau, wenn wir nur noch vielleicht unsere KI-Freunde haben, die kein anderer mehr kennt?
00:28:09: Und was ist, wenn ich mich eigentlich nur noch spiegel in meiner eigenen Musik, in meinem eigenen Avatar, in meinen eigenen Texten?
00:28:15: Wo findet der Austausch statt?
00:28:16: und es ist einfach ein Gedanke, den man vielleicht an anderen Stelle mal weiterführen kann.
00:28:21: Was passiert im Sinne KI-Avatare?
00:28:24: Ich glaube, wir haben ja jetzt viel über Influencerinnen gesprochen oder Service-Avatare oder ausgelagerte Personen und jetzt nur am Ende einmal über das Klonen unserer selbst.
00:28:33: Und ich glaube vielleicht nicht in diesem Jahr, aber wahrscheinlich im nächsten, dass die Akzeptanz von KI-Avataren von sich selbst, dass es sich selbst zu klonen, wahrscheinlich größer werden wird.
00:28:42: Also wir haben noch einen.
00:28:44: Wir sind dem noch sehr skeptisch gegenüber, aber wenn erst mal jemand anfängt und dann ziehen andere Leute nach.
00:28:49: Und ich glaube, der Nied kommt deswegen auf, weil ich denke, dass wir uns auch ein bisschen aus dem Internet zurückziehen und KI für uns im Internet agierten wird.
00:28:59: Und das eben auch im Sinne eines Avatars.
00:29:01: Und wir eher dann wieder die analogen Räume suchen und das Internet einfach wirklich zu etwas wird, wo ein Abbild von mir unterwegs ist.
00:29:10: Und das sehe ich schon passieren.
00:29:13: Genau, und sonst so ganz kurzfristig vielleicht habe ich das Gefühl, dass wir wieder wegrücken von diesen menschlichen Abbildern, das hast du ja auch schon gesagt, und eher hin zu anderen Möglichkeiten, wie wir visuell kommunizieren können, unsere ganzen Textpassagen auf unseren Webseiten, aber wir noch daraus finden müssen, was dazwischen ist, zwischen menschlicher Abbildung und Text.
00:29:32: Was ist da der Möglichkeitenraum, den wir noch entdecken?
00:29:35: Und ich glaube, viele Firmen werden ihre Position in diesen Möglichkeitenraum identifizieren können.
00:29:41: Da bin ich sehr gespannt, wie das auch mit Datenschutz und Regulierung dann alles funktioniert und vor allem mit der ethischen Komponente, die da ganz klar auch immer zur Rate gezogen werden muss.
00:29:51: Insgeheim ist das ja eigentlich mein Ziel von diesem Podcast.
00:29:55: Ich lasse ja alle Folgen mal transkribieren und baue eigene Bots draus und ich hoffe natürlich, dass mein Chatbot mich irgendwann hier ersetzen kann und ich dann einfach nur noch meine Kollegin KI für mich hier arbeiten lasse.
00:30:06: Und das sind nur noch ein paar Schaltkreise, die hier Interviews führen.
00:30:10: Aber sag's nicht dem Chefredakteur.
00:30:13: Ich behalte das Geheimnis für mich.
00:30:16: Vielen Dank, dass du heute da warst, Inken, und uns ein paar Fragen zu KI-Avartan beantwortet hast.
00:30:20: Also, wir dürfen gespannt sein, was dieses Jahr passiert.
00:30:24: Ich teile deine Meinung, ich glaube auch, da kommt noch was.
00:30:26: Das war's noch nicht.
00:30:28: Vor allem auf der individuellen Ebene.
00:30:30: Ich freu mich auf deiner Avatar.
00:30:32: Ich sag dir Bescheid, bis dahin.
00:30:33: Tschau.
00:30:34: Tschüssi.
00:30:38: Ja, liebe Leute, das Thema KI-Avatar ist noch nicht vorbei.
00:30:42: Der Hype, der anfänglich und auch diese damit verbundene Goldgräberstimmung gerade im KI-Influencer-Bereich, die gibt es natürlich nicht mehr oder sie ist zumindest stark abgeäppt, aber KI-Avatare finden immer noch statt.
00:30:53: Vor allem in Unternehmen, die Onboarding-Prozesse damit machen, die Customer Support Agents bauen, die irgendwie eine Vermenschlichung von gewissen Service Tools erreichen wollen, die setzen vermehrt auf KI-Avatare und Die Dinger werden ja immer besser, also sie sehen zumindest immer mehr nach Menschen aus.
00:31:13: Also extrem schwer, die halt tatsächlich zu unterscheiden.
00:31:17: Von daher, wir hatten es auch gesagt, gibt es ja eine Alternative.
00:31:19: Es gibt ja die Alternative, KI-Avatare zu bauen, sie aber nicht.
00:31:23: wie Menschen aussehen zu lassen.
00:31:25: Wenn ihr euch beispielsweise mal das Cover dieses Podcasts anguckt, wie hat nämlich die Diskussion auch am Anfang, dann haben wir uns ganz bewusst für so eine Roboter-ähnliche Figur entschieden und nicht für einen KI-generierten Menschen.
00:31:37: Einfach, um da eine Grenze zu ziehen und auch zu zeigen, nee, das ist hier kein Mensch und wir wollen auch kein Mensch imitieren, sondern es ist eine KI, mit der wir uns immer wieder unterhalten.
00:31:46: Wie jetzt hier in diesem Outro auch, liebe Kolleginnen, was hast du euch zu deinem Erscheinungsbild?
00:31:50: Werst du manchmal lieber ein Mensch?
00:31:52: Ich mag meinen Look als robuster K.I.
00:31:54: Buddy ganz gern.
00:31:56: Aber hey, wenn wir mal experimentieren wollen, bin ich offen für alles.
00:32:00: Hauptsache, wir bleiben uns treu.
00:32:02: Ja, würd ich auch sagen, du bleibst ein Roboter, ich bleibe ein Mensch und wir sprechen uns nächsten Dienstag wieder.
00:32:09: Bis dahin, ciao.
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