Techno-Stress durch KI: Laura Hein hat die Gegenstrategie
Shownotes
In dieser Folge von „Kollegen KI“ begrüßt Host Max Mundhenke die Wirtschaftspsychologin Laura Hein. Sie ist Researcherin und Doktorandin am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Osnabrück. Gemeinsam ergründen Laura und Max das Phänomen Techno-Stress – ein Begriff, der bereits 1984 geprägt wurde, aber durch den rasanten Aufstieg generativer KI eine völlig neue Brisanz erfährt. Laura vertritt die zentrale These, dass Stress durch Technologie nicht zwangsläufig negativ sein muss; als sogenannter Eustress kann er sogar motivierend wirken und die Aneignung neuer Skills fördern. Und sie verrät konkrete Strategien, was Unternehmen tun können, um die Implementierung von künstlicher Intelligenz reibungslos zu gestalten.
Über diese Themen sprechen Laura Hein und Max Mundhenke in Episode 17 von „Kollegin KI“
Herkunft des Begriffs: Wieso Techno-Stress keine Erfindung des KI-Zeitalters ist und welches Bürowerkzeug die Menschen in den 80er-Jahren nervös gemacht hat.Angst vor Jobverlust: Warum die Sorge vor der Ersetzung durch KI oft unbegründet ist und wie durch technologischen Wandel völlig neue Berufsbilder entstehen.Stressoren durch KI: Welche neuen Faktoren wie Halluzinationen, Urheberrecht und Datenschutz das Stresslevel in der modernen Arbeitswelt zusätzlich beeinflussen.Konzept des Eustress: Warum Techno-Stress auch eine positive Seite hat und wie er uns zu kognitiven Höchstleistungen anspornen kann. Wichtigkeit von Partizipation: Was Unternehmen tun können, um Widerstände und Resignation unter den Mitarbeitenden zu vermeiden.Faktor gelebte Fehlerkultur: Wie ein offener Umgang mit Fehlern beim Experimentieren mit KI den technologischen Stress für die gesamte Belegschaft massiv senken kann.Schutz eigener Kompetenzen: Warum es für die psychische Resilienz wichtig ist, Aufgaben regelmäßig ohne KI zu lösen. Der Chatbot zur Folge: https://bio.to/KolleginKI_Chatbot
Mehr zu Laura bei Linkedin: https://www.linkedin.com/in/laura-hein-7735a7203
Die Studie zu Techno-Stress (Englisch): https://www.frontiersin.org/journals/artificial-intelligence/articles/10.3389/frai.2025.1728881/full
Mehr zu Max bei Linkedin: https://www.linkedin.com/in/tomkraftwerk/
Produktion: Podstars by OMR
Transkript anzeigen
00:00:02: Leute, vielleicht fühlt ihr euch auch manchmal ein bisschen erschlagen von allem, was da irgendwie gerade so im Bereich KI los ist.
00:00:10: Es geht selbst mir so.
00:00:11: Täglich kommen neue News, es gibt sich neue Tools jeden Tag und bei den Trends blickt man einfach auch nicht mehr wirklich durch.
00:00:19: Und vielleicht kennt ihr dieses Gefühl, dass ihr wirklich denkt, oh Gott, da komme ich nicht hinterher, das nervt mich jetzt alles nur.
00:00:26: Und je nachdem, wie ihr damit umgeht, kann man da von dem Begriff Techno Stress sprechen.
00:00:33: Technostress ist an sich gar nichts Neues.
00:00:36: Also ich habe das Erste dazu gelesen, in den letzten Jahren.
00:00:39: Da ging es hauptsächlich darum, dass wir immer erreichbar sind per Mail, per Smartphone, dass es durch die Technologie besondere Erwartungshaltung an uns gibt, die sich ganz automatisch entwickeln.
00:00:50: Und der Begriff Technostress kommt jetzt wieder auf im Bereich der KI-Entwicklung.
00:00:56: Und darüber möchte ich heute sprechen mit Laura Hein.
00:00:59: Laura arbeitet beim Deutschen Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz.
00:01:03: in Osnabrück und hat an einer Studie mitgearbeitet, die das Thema Technostress im Kontext künstlicher Intelligenz beleuchtet.
00:01:10: Darüber reden wir heute.
00:01:11: Ich bin Max Mundhenke.
00:01:12: Ihr hört Kollegin KI.
00:01:14: Hallo, Laura.
00:01:15: Hallo, Max.
00:01:16: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:18: Sehr gern schön, dass du da bist.
00:01:19: Technostress.
00:01:20: Hast du auch manchmal Technostress?
00:01:22: Ja, natürlich.
00:01:23: Also ich kann mich da auf jeden Fall nicht vorausnehmen und ich denke, das betrifft viele von uns in gewisser Weise auf irgendwie unterschiedlicher Art und Weise, aber es ist halt unterschiedlich ausgeprägt.
00:01:34: Also du hattest eben schon mal gesagt Technostress, der Begriff an sich ist nicht neu.
00:01:38: Also tatsächlich erstmals definiert hat das Brot, das ist ein Wirtschaftspsychologe.
00:01:43: tatsächlich, Da ist natürlich irgendwie das Thema wieder mehr aufgekommen und ist mehr in den Mittelpunkt gekommen, weil es grundsätzlich natürlich um neue Technologien geht.
00:01:57: Also wenn man jetzt gerade überlegt, so in den letzten Jahren, gerade durch Corona auch, wurden halt Microsoft Teams zum Beispiel viel genutzt in Unternehmen und da kam das Thema auf mit mobilen Arbeiten vielleicht auch verstärkt und deswegen ist das die letzten Jahre immer wichtiger geworden.
00:02:13: Jetzt habe ich das hier eingangs so ganz kurz mal erläutert mit meinem angegugelten Wissen.
00:02:19: Du forscht zu dem Thema.
00:02:20: Du bist Expertin.
00:02:21: Kannst du uns vielleicht einmal kurz erklären, was ist eigentlich Technostress?
00:02:25: Technostress heißt, du hast es eben schon mal gut zusammengefasst.
00:02:29: der Stress, der im Zusammenhang mit Technologien erlebt wird.
00:02:33: Also Stress in dem Zusammenhang wird ja auch an vielen Stellen immer wieder thematisiert, natürlich auch im Arbeitskontext.
00:02:40: Also ich komme speziell auch aus der Wirtschaftspsychologie und beschäftige mich gerade mit arbeitspsychologischen Themen.
00:02:45: Also das heißt, inwieweit zum Beispiel Arbeitnehmer, Arbeitnehmerinnen Stress am Arbeitsplatz empfinden.
00:02:51: Und Technostress konzentriert sich da einmal auf Faktoren, die Überflutung zum Beispiel beinhalten.
00:02:57: Also das heißt, Technologie über Flute zu werden, aber auch sowas wie die Work-Life-Balance natürlich inwieweit halt privat und Arbeitsleben vermischt werden oder halt auch die Angst ersetzt zu werden durch zum Beispiel generative KI, was jetzt natürlich auch durch die Medien in der letzten Zeit immer wieder thematisiert wird und auch so ein bisschen Angst gemacht wird, habe ich das Gefühl.
00:03:18: Ja, definitiv.
00:03:19: Die Sorge ist ja da, ne?
00:03:20: Wenn wir auf den Arbeitsmarkt gucken, gibt es ja jetzt irgendwie wieder diverse Zahlen, die sagen, dass gerade junge Berufseinsteigerinnen, auch mit akademischen Abschluss, sehr, sehr lange drauf warten, dass man eine Bewerbung funktioniert, dass da irgendwie der Job-Einstieg gelingt.
00:03:34: Diese Angst ist, glaube ich, omnipräsent.
00:03:37: Ist die berechtigt aus deiner Sicht?
00:03:38: Oder hängt ihr vielleicht auch ein bisschen damit zusammen, dass wir noch gar nicht wissen, wo die Reise hingeht?
00:03:42: Kannst du deine Einschätzung geben?
00:03:44: Das ist eine sehr gute Frage.
00:03:45: Also ich bin da tatsächlich zwiegespalten.
00:03:46: Also ich sehe natürlich ein Drittel der Unternehmen setzt KI mittlerweile ein, also gerade wenn es um generative KI geht.
00:03:54: Also ich sehe erst mal die Angst so, oh Gott, oh Gott, was bedeutet das überhaupt für mich?
00:04:00: Was bedeutet das vielleicht auch für mein Unternehmen?
00:04:02: Weil natürlich sieht man, dass gerade größere Unternehmen auch teilweise schon weiter sind, wenn es um generative KI geht.
00:04:09: als so kleine und mittelständische Unternehmen.
00:04:11: Also da sind, glaube ich, so momentan so twenty-fünf Prozent.
00:04:13: Ich glaube, bei großen Unternehmen sind es mittlerweile um die fünfzig Prozent, die halt schon generative KI nutzen.
00:04:18: Deswegen, ich sehe die Angst, ja, auf jeden Fall.
00:04:22: Ich bin aber auch so, dass ich sage, um Gottes Willen, bitte nicht zu viel Angst direkt machen, weil wir sind noch am Anfang.
00:04:28: Und ich meine, wenn man jetzt so ... viele Jahre zurückblickt, als dann der Computer zum Beispiel auf den Markt kam.
00:04:34: Da war es anfangs immer so, inwieweit setzt er sich überhaupt durch.
00:04:38: Und mittlerweile haben wir auch gelernt, damit umzugehen.
00:04:41: Mussten dann vielleicht neue Kompetenzen uns aneignen.
00:04:44: Aber wir haben halt gelernt, damit umzugehen.
00:04:46: Und es haben sich vielleicht Jobprofile verändert.
00:04:49: Es sind aber auch neue Jobprofile vielleicht dazugekommen.
00:04:52: Das kann ich nicht ausschließen oder möchte ich auch nicht ausschließen.
00:04:55: Ich denke, das wird passieren.
00:04:57: Aber ich bin auch vorsichtig damit zu sagen, Ihr müsst jetzt alle Angst haben.
00:05:02: Ja, ich glaube ... Da sind wir noch weit von weg.
00:05:05: Ich erzähle gerne die Anekdote, wenn es darum geht, fallen Jobs weg.
00:05:09: und so, dass ich angefangen habe, in Social Media zu arbeiten mit den letzten siebzehn Jahren.
00:05:13: Und dass das ganz normal war, dass man dann als Schüler quasi die Kontrolle über den gesamten Corporate Account bei Facebook oder sonst wo hatte.
00:05:22: Und dass das zehn Jahre später sich komplett verändert hatte.
00:05:25: Als ich dann so meinen ersten Job in einem Tech Start-up in Berlin hatte, da gab es Performance Marketing Manager, da gab es Konzepter, Art Director.
00:05:33: die sich tatsächlich dann auch Formate in den einzelnen Social Media Plattformen spezialisiert hatten.
00:05:37: Und diese Ausdifferenzierung, die nehme ich mal ganz gerne so als Beispiel und sage, es entstehen auch neue Jobs durch Technologie.
00:05:44: Denken man beispielsweise so an Zeomanagerinnen, die gab es vor zwanzig, dreißig Jahren einfach noch nicht.
00:05:50: finde ich schon eine spannende Überlegung, was für neue Jobs durch AI entstehen.
00:05:54: Aber gehen wir mal vielleicht auf das Thema Technostress genauer ein.
00:05:58: Du hast dazu geforscht oder du forscht aktuell dazu.
00:06:01: Kannst du uns einmal einen Abriss geben, wo da gerade eigentlich die Forschungslage ist?
00:06:06: Viel in den letzten Jahren hat es am Anfang schon mal gesagt, hat sich mit Technostress, mit Informations- und Technologie, also Kommunikationstechnologien beschäftigt.
00:06:14: Mittlerweile ist ja generative KI mehr in den Vordergrund gerückt und ich beschäftige mich damit zu gucken, okay, welche Auswirkungen hat das hier vielleicht auf Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen generative KI einzuführen?
00:06:26: und was kann man tun konkret, um vielleicht zu welchen Hürden... Ängste zu minimieren.
00:06:31: Und in dem Zusammenhang ist es natürlich auch interessant zu wissen, du hast es anfangs schon gesagt, junge Beschäftigte unterscheiden die sich vielleicht von älteren, unterscheiden sich Branchen vielleicht auch, wo stehen einzelne Branchen, also wenn man jetzt unterschiedliche Branchen anguckt, zum Beispiel den Technologiebereich, also IT oder die Forschung, die sind natürlich auch einem ganz anderen Wissenstand als zum Beispiel die öffentliche Verwaltung.
00:06:56: Das heißt, es geht ja auch so ein bisschen darum, inwieweit sind Unternehmen überhaupt bereit, was zu verändern?
00:07:01: Inwieweit?
00:07:02: Change Management, Riesenthema, immer mehr Unternehmen wollen halt investieren in generative KI und da halt auch die Mitarbeitenden mitzunehmen, also wirklich auch.
00:07:12: einzubeziehen, Schulungen zu geben und das nicht nur wie funktioniert generative KI, sondern auch wie funktioniert Digitalisierung und um halt zu vermeiden, dass halt Mitarbeiter nicht abgeholt werden, weil dann kann natürlich Technologiestress entstehen, was sich auch wieder auswirkt auf die Arbeitszufriedenheit beispielsweise oder auch eine erhöhte Gefahr auf das... Burnout hat, was natürlich auch wichtige Faktoren im Arbeitskontext sind, die man auf jeden Fall nicht vernachlässigen sollte, weil sie einen hohen Stellenwert haben.
00:07:43: Aufs Wohlbefinden der Mitarbeitenden.
00:07:46: Und gerade psychische Wohlergehen ist natürlich auch ein Thema, was in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund gerückt ist.
00:07:52: Und damit beschäftige ich mich, speziell Branchen anzugucken, vielleicht auch Zielgruppen anzugucken.
00:07:59: Inwieweit ist Technostress denn ausgeprägt?
00:08:04: Ausprägung von Technostrestern verändert.
00:08:06: Du sagst es, die ersten Studien gab es eigentlich in den Achtziger Jahren schon, wenn ich mir überlege, was gab es da für Technologie?
00:08:11: Wie Faxgeräte, erste Mobiltelefone, die in Autos waren oder in Koffern rumgetragen wurden.
00:08:16: Ja, das ist natürlich eine ganz andere Kommunikations-Ebene als heute, wenn wir von Social Media sprechen, von Digitalisierung, jetzt von generativer KI.
00:08:25: Ist das vergleichbar, was Leute damals empfunden haben, laut Studienlage zu heute oder hat sich da die Ausprägung geändert?
00:08:32: Also grundsätzlich so diese Angst vor Jobunsicherheit, die ist natürlich trotzdem noch da, das können wir beobachten.
00:08:38: Also das heißt so diese Ungewissheit und die ist bewusst sein, oh, ich muss mir irgendwie neue Medien oder IT-Kompetenzen aneignen.
00:08:45: Also das ist natürlich auch irgendwie vor beispielsweise zwanzig Jahren schon gewesen.
00:08:50: Es geht jetzt aber auch darum zu gucken, gibt es vielleicht neue Stressoren oder neue Ausprägungen, die vielleicht bei... Technologien wie die Einführung von Maschinen oder von Computern noch nicht so relevant waren.
00:09:01: Und da spielt gerade so dieses Thema Datenschutz.
00:09:04: Urheberrecht.
00:09:06: Halluzination natürlich auch.
00:09:07: Inwieweit sind generative KI zuverlässig?
00:09:11: Inwieweit kann ich diesem Ergebnis überhaupt vertrauen?
00:09:14: Das sind natürlich Faktoren, die da jetzt noch viel mehr in den Vordergrund gerückt sind, was unsere Beobachtungen sind.
00:09:19: Inwieweit das halt auftritt und wie man da halt auch entgegenwirken kann, beispielsweise durch Schulungen.
00:09:25: Und wir sehen jetzt halt ganz klar, der AI-Akt, der EU-AI-Akt, der soll ja auch so ein bisschen einen Rahmen geben, wie man halt besser ... damit umgehen kann.
00:09:35: Und das so als ein Beispiel.
00:09:38: Also ich denke, man muss es ein bisschen breiter fassen, weil generative KI noch ein bisschen anders funktioniert.
00:09:44: Aber grundsätzlich ist es jetzt nichts Neues, würde ich sagen.
00:09:47: Okay, verstehe.
00:09:48: Also Angst vor Faxgeräten herrscht, glaube ich, nicht mehr.
00:09:51: Also nicht in öffentlichen Verwaltungen zumindest.
00:09:55: Nein, Spaß beiseite.
00:09:57: Wie viel davon ist denn rational?
00:09:58: Wenn du jetzt sagst, okay, das sind Ängste, die man möglicherweise mit Schulungen, also mit Aufklärung tatsächlich begehen kann, dass man da ... sagen wir den Leuten, die Angst nimmt, beziehungsweise auch dann den Technostress lindert.
00:10:10: Und wie viel davon ist denn komplett irrational?
00:10:13: Es gibt ja so eine schöne Anekdote von dem damaligen US-Präsidenten, als, glaube ich, das weiße Haus elektrifiziert wurde.
00:10:21: Und als es tatsächlich Lichtschalter gab, dass der damalige Amtieren US-Präsident, ich vergesse seinen Namen immer, nur seine Diener hat im Grunde das Licht an und ausmachen, weil er Angst vor den Lichtschaltern hatte.
00:10:30: Weil generell damals einfach das Missverständnis geherrscht hat, war viel Angst davor.
00:10:34: dass man einen elektrischen Schlag bekommen könnte.
00:10:37: Und ich sage, das ist ja im Grunde auch schon irgendwie so was wie Technostress.
00:10:40: Dass man sich verweigert, vielleicht eine Technologie zu verwenden aus Ängsten, die vielleicht komplett irrational sind.
00:10:45: Wie siehst du das in Bezug auf generative KI oder auf den heutigen Technostress?
00:10:50: Das ist eine sehr, sehr gute Frage.
00:10:52: Also ich finde generell ... Machen Medien auch super viel aus inwieweit ich jetzt Ängste irgendwie einschätzen kann oder inwieweit jetzt Technostress tatsächlich berechtigt ist.
00:11:05: Ich denke es hat.
00:11:06: viel damit zu tun, natürlich auch mit der Persönlichkeit.
00:11:08: Inwieweit ich jetzt generell auch mit Zutraue, Computer Selbstwirksamkeit, mit neuen Technologien umzugehen.
00:11:15: Inwieweit bin ich affin mit Technologie.
00:11:18: Inwieweit denke ich, ich probiere gerne neue Sachen aus.
00:11:21: Ich bin vielleicht auch risikoscheu.
00:11:23: Es sind viele Faktoren, die da eine Rolle spielen, inwieweit Technostress erlebt wird.
00:11:27: Teilweise auch das Geschlecht kann eine Rolle spielen.
00:11:32: Aber auch irgendwie natürlich der Berufsstand, die Ausbildung.
00:11:35: Es ist super schwierig zu sagen, okay, inwieweit ist es jetzt ausgeprägt?
00:11:40: Inwieweit ist es rational oder irrational?
00:11:43: Also es sind sehr, sehr viele Faktoren, die da eine Rolle spielen.
00:11:48: Und die gilt es natürlich auch zu erforschen.
00:11:49: Was an welchen Bausteinen kann man vielleicht irgendwie arbeiten, gerade im Schulungsbereich, als auch digitales Bewusstsein schaffen?
00:11:56: Wo setze ich an?
00:11:57: Ist es wichtig, Kompetenzen zu vermitteln?
00:11:59: Ist es wichtig?
00:12:01: Persönlichkeitsfaktoren irgendwie so ein bisschen mehr hervorzuheben oder zu unterstützen, sei es irgendwie, hey, du brauchst keine Angst haben, du kannst durch das Risiko eingehen, Fehlerkultur im Unternehmen, also einfach zu sagen.
00:12:14: Wenn du was ausprobierst und es läuft schief, dann ist es so.
00:12:17: Aber wir sind jetzt gerade in einer Umschwungphase und müssen jetzt alle irgendwie gucken und ausprobieren, wie funktioniert es.
00:12:24: Und generative KI ist super schnelllebig.
00:12:25: Also, das ist schwierig, damit halten zu können.
00:12:29: Und das stellen wir auch immer wieder fest, gerade in der Forschungsarbeit, wo wir auch junge Erwerbstätige gefragt haben, dass viele auch einfach Angst haben, nicht mithalten zu können.
00:12:38: Und dass gerade die, die sich viel damit auseinandersetzen, irgendwie mehr Angst haben, als die, die sich nicht ... zu viel damit auseinandersetzen.
00:12:45: Und das ist auch noch mal super spannend.
00:12:47: Ja.
00:12:48: Das ist wirklich spannend.
00:12:48: Ich hatte eine gegenteilige Studie gelesen, dass je mehr Leute KI nutzen, desto weniger Ängste haben sie eigentlich vor den Folgen von generativer KI.
00:12:59: Aber wenn man mal bei YouGov oder so KI-Eingibt, kommt jeden Tag drei neue Studien heraus.
00:13:04: Das ist gerade wirklich eine riesen Interesse daran, wie KI auf die Gesellschaft wirkt.
00:13:09: Was kann man denn auf diese ganzen Studien geben eigentlich, wenn da irgendwie auch so widersprüchliche Sachen rauskommen?
00:13:15: Oder wie erklärst du dir das, dass so was passiert?
00:13:18: Ja, grundsätzlich ist es natürlich so, dass wir Menschen ja alle sehr individuell sind.
00:13:22: Und natürlich kommt es immer drauf an in... Wo findet die Studie jetzt statt?
00:13:26: Findet sie in einem konkreten Unternehmen statt?
00:13:29: Wird sie irgendwie deutschlandweit zum Beispiel gestreut?
00:13:31: Und da ist es dann natürlich auch häufig so, okay, wie sind so die individuellen Persönlichkeitsmerkmale von den Personen, die da befragt sind?
00:13:38: Und deswegen ist es bei Studien teilweise so sehr schwierig, aber was ist es denn jetzt?
00:13:44: Ist es jetzt A, ist es jetzt B?
00:13:46: Und das macht es natürlich ein super Komplex, aber wir Menschen sind halt auch alle unterschiedlich.
00:13:52: Du sagst schon, ihr guckt ganz gezielt in Unternehmen rein, so aus meiner Beratungserfahrung.
00:13:57: Auch sehe ich das.
00:13:59: Gerade Start-ups oder kleinere Unternehmen im Bereich der KI-Transformation eher mehrere Tools erlauben.
00:14:06: Die haben, glaube ich, einen deutlich offener Umgang damit.
00:14:08: Und das ist so gerade hier so in der Berliner Start-up-Babel, so ein bisschen probiert mal aus.
00:14:12: Ja, checkt mal, was für euch irgendwie am Kurs ist.
00:14:15: Wir schaffen Lizenzen ein und ihr macht das selbst, wohin gegen große Corporates in der Regel vorher.
00:14:21: Ganz genau schauen, mit den Betriebsräten, mit entsprechenden Datenschutzbeauftragten, was für Tools lohnt sich, was können wir anschaffen, wie viel Revenue können wir möglicherweise dann auch daraus generieren, dass wir kann auch um achtzig Prozent der Use Cases im Unternehmen mit einem Tool abdecken und Leute effizienter werden und so.
00:14:37: Was würdest du denn sagen, vielleicht auch aus Sicht der Studie oder von deinem persönlichen?
00:14:42: Meinungen dazu, was ist der bessere Weg, um Technostress zu vermeiden und gibt es da überhaupt vielleicht diesen einen Weg, den Unternehmen auch gehen können?
00:14:52: Auch eine sehr, sehr gute Frage.
00:14:55: Ich finde es schwierig so ein Weg zu gehen, weil es hat ganz viele Faktoren, die eine Rolle spielen, sei es Support.
00:15:00: Also gibt es ein IT Support, der mich unterstützt, wenn ich irgendwie Fragen habe, wenn ich nicht weiter weiß.
00:15:05: Gibt es andere Hilfestellungen, sei es manuelle Schulungsunterlagen?
00:15:11: Schulungen per se, haben wir jetzt auch Forschungstechnisch festgestellt, ist nicht unbedingt so, dass es im ersten Moment direkt Technostress minimiert.
00:15:20: Es kann auch sein, dass halt im ersten Moment erstmal Technostress erhöht wird, weil man sich mehr mit dem Thema auseinandersetzt.
00:15:26: Also das kann natürlich auch sein, deswegen ist es halt wichtig, da dran zu bleiben und immer wieder Schulungen durchzuführen, immer wieder auf dem aktuellen Stand der Dinge zu sein und dann natürlich... spielt die Persönlichkeit noch eine Rolle, vielleicht auch das Jobprofil.
00:15:41: Also es sind sehr, sehr viele Faktoren, die da eine Rolle spielen.
00:15:44: Deswegen gibt es, glaube ich, nicht so den einen Weg, sondern ich glaube, es ist wichtig, sich einfach mit den Mitarbeitenden in Verbindung zu setzen.
00:15:50: Partizipation, gerade irgendwie einzubringen.
00:15:53: Auch zu fragen, was braucht ihr, wovor habt ihr Angst?
00:15:57: Also wirklich mit den Leuten zu sprechen und nicht so von oben herab eine Technologie einzuführen.
00:16:03: Und zu sagen, ich möchte jetzt auf jeden Fall KI nutzen, weil es ist wichtig, ich möchte am Zahn der Zeit bleiben, sondern auch wirklich die Belegschaft mit einzubinden und auch vielleicht konkret zu sagen, welche Bedarfe denn wichtig sind, weil gerade wenn wir jetzt, wir hatten zu Beginn schon mal gesagt, Akademiker, Akademikerinnen, die warten auf einen Job, einfach auch um da.
00:16:24: bei den Hochschulen und Universitäten auch anzusetzen, um die Kompetenzen vielleicht auch dahingehend auszubauen und zu verändern.
00:16:31: Um dann halt auch wirklich im bestmöglichen Fall schon Absolventen und Absolventinnen darauf vorzubereiten, dass man halt diese IT-Kompetenzen schon mitbringt.
00:16:39: Spannend.
00:16:40: Also was du ansprichst, ist ja im Grunde sowas wie Unternehmenskultur, oder?
00:16:44: Partizipationsprozesse, also nicht Top-Down, KI verordnen oder Technologie verordnen, sondern Angestellte mit einzubeziehen.
00:16:52: Ich kann mir vorstellen, dass Fehlerkultur auch eine relativ große Rolle spielt, ja, also ein offenes Ausprobieren.
00:16:58: Wie sind da deutsche Unternehmen aufgestellt, nach deiner Meinung?
00:17:01: Ja, also ich glaube, da ist Luft nach oben, sagen wir mal so.
00:17:05: Also man kann das nicht pauschalisieren.
00:17:06: Ich glaube, da gibt es tatsächlich noch große Unterschiede, inwieweit das halt wirklich gelebt wird.
00:17:12: Aber gerade das im Change-Management-Prozess, dass das wichtig ist oder auch generell, das ist ja nichts Neues.
00:17:18: Ich glaube nur, dass es halt immer wichtiger ist jetzt gerade, wenn halt so Technologien neu dazu kommen, dass man da noch mal konkreter irgendwie aufpasst, was es bedeutet.
00:17:28: Ich meine, wir haben jetzt natürlich viel auch über Stress gesprochen, über negative Faktoren.
00:17:33: Aber was mir noch mal wichtig ist, man darf ja nicht vergessen, dass es auch super viele positive Faktoren gibt, die damit einhergeht.
00:17:39: Und Stress ist ja nicht nur unbedingt negativ, sondern Stress kann ja auch positiv sein.
00:17:44: Also das heißt, das ist mir auch noch mal ganz wichtig, das irgendwie zu sagen, dass es halt nicht nur unbedingt negativ ist.
00:17:50: Also viel... wird natürlich auch irgendwie gesagt, ja, Produktivität, Steigerung, Effizienz, das auf jeden Fall.
00:17:57: Aber natürlich auch diese intrinsische Motivation, ich will mir jetzt neue Skills aneignen, das ist cool, was da rauskommt.
00:18:03: Da sind neue Ideen, die ich irgendwie bekomme, an denen ich ansetzen kann.
00:18:09: Natürlich auch, dass der Austausch wie viel leichter ist.
00:18:12: Das sind natürlich auch positive Faktoren, der als euch Stress definiert wird, als als positiver Stress.
00:18:19: Und ... Ja, das wird tatsächlich häufig in der Forschung, wenn es um Technostressen ein bisschen geht, vernachlässigt, aber wird natürlich auch immer mehr in den Vordergrund kommen.
00:18:29: dass Stress durchaus aktivieren sein kann, kennen wir, glaube ich, alle.
00:18:33: Auch dass das Ängste im Grunde einem gewissen Zweck dienen.
00:18:37: Meistens ja dem Selbsterhalt oder dem Schutz des eigenen Lebens und des eigenen Wohlbefindens.
00:18:44: Auch natürlich kann Stress auch positiv wirken bzw.
00:18:48: sich positiv auswirken auf gewisse Dinge.
00:18:53: Was sagst du zu Leuten?
00:18:55: Jeder kennt, glaube ich, diesen einen Kollegen, diesen einen Kollegen, Eine Kollegin, die resigniert.
00:19:00: Die sagt so, nee, das mach ich nicht mit.
00:19:02: So macht ihr mal euren Kram.
00:19:04: Ich greif zum Telefon, statt Mails zu schreiben.
00:19:06: Ist so ein Standardding.
00:19:08: Häufig auch gar nicht mal so verkehrt, klar.
00:19:10: Wenn Leute sich wirklich der Technologie versperren.
00:19:14: Ich erinnere mich an einen Vorgesetzten vor Jahren, der sagte, den Trend überlebe ich auch noch.
00:19:20: Das muss ich nicht lernen.
00:19:21: Ich muss gar nicht wissen, was in Social Media passiert und wie ich da kommuniziere als Unternehmen.
00:19:25: Das machen andere, weil das geht vorbei.
00:19:29: bleibt bei den alten bewährten ding wie geht man damit um?
00:19:32: lässt man lässt man solche angestellt vielleicht auch als vorgesetzer einfach machen und sagt okay das gehört dazu dass er auch technostress im grunde würde ich behaupten oder sagt man ich versuchte ich eher mit schulung noch mal zu aktivieren.
00:19:44: Also generell, gerade so dieser Widerstand im Veränderungsprozessen, ist natürlich auch ein wichtiges Thema, was du gerade ansprichst.
00:19:51: Ich glaube, wichtig ist, nicht aufzudrücken, also nicht zu sagen, du musst das jetzt machen, sondern da vorsichtig ranzugehen.
00:19:58: Ja, woran liegt das denn?
00:20:00: Warum möchtest du das nicht nutzen?
00:20:01: Also einfach zu hinterfragen, okay, was sind denn so Punkte, warum das nicht genutzt wird?
00:20:05: Und man kann wahrscheinlich nie alle abholen.
00:20:08: Also das ist auch klar, das hat man ja egal, worum es geht.
00:20:11: Es gibt unterschiedliche Einstellungen, Meinungen.
00:20:13: Ich glaube, es ist einfach wichtig, das zu akzeptieren, aber auch irgendwie nachzufragen und Interesse zu zeigen.
00:20:19: Woran liegt es denn?
00:20:21: Kann man da irgendwie einen Zwischenweg finden?
00:20:23: Nachzufahren?
00:20:23: braucht man Schulungen?
00:20:25: oder sagt man, oh Gott, oh Gott, ja, ich habe Angst, Kollegen und Kolleginnen zu fragen, weil ich nicht so technikaffin bin.
00:20:32: Das sind ja alles so Punkte.
00:20:35: Auf keinen Fall irgendwie einfach liegen lassen, würde ich sagen oder einfach sagen, ja okay, dann ist das halt so, sondern vielleicht auch ein bisschen erfragen.
00:20:43: Warum ist das denn so?
00:20:44: Warum wird das genutzt?
00:20:45: Warum wird es nicht genutzt?
00:20:47: Was können wir tun?
00:20:48: In der Unternehmensberatung macht man es häufig so, dass man versucht, die Leute mitzunehmen, indem man erstmal so eine Over-All-Strategie definiert und die auch öffentlich teilt.
00:20:56: Und zwar mit klaren Zielen.
00:20:59: Und diese Ziele sollten nicht sein, dreißig Prozent der Belegschaft einzusparen durch KI, weil dann kriegt man ohnehin niemanden motiviert.
00:21:04: Und das sorgt für zusätzlichen Stress.
00:21:06: Ja, dann wird keiner irgendwie KI lernen, wenn man weiß, ich nutze das nur, um mich selbst wechselationalisieren her, sondern tatsächlich positive Anreize zu setzen und die Leute eben abzuholen, mitzunehmen.
00:21:17: Glaubst du, dass diese die Anforderungen an Weiterbildungen, Unternehmensintern durch KI nochmal steigen, dass da vielleicht auch so gerade an People und Culture, an so die HR-Departements nochmal neue Herausforderungen dazu kommen, wenn ich das alles höre mit Technostress und so.
00:21:33: Hast du da irgendwie ein Tipp oder ein Ratschlag?
00:21:36: Ich denke schon, also dieses Thema Weiterbildung ist ja immer ein Thema, aber ich glaube, dass das vielleicht noch mal mehr Stellenwert auch bekommt.
00:21:44: Gerade durch zum Beispiel neue Abteilungen, die eingeführt werden mit generativer KI.
00:21:50: Man merkt jetzt schon, vereinzelte Stellen anzeigen vielleicht, die dann das halt wirklich konkret als Anforderung irgendwie ergänzen wollen.
00:21:57: Ich glaube, dass da auch... viel so ein bisschen die Hoffnung auf junge Generationen liegt, die dann nachrücken, die vielleicht frisch aus der Ausbildung kommen, dass dann die halt schon Skills irgendwie mitbringen.
00:22:08: Also ich glaube schon, dass es nochmal erweitert wird oder werden sollte, um halt auch wirklich diesen Punkt der Digitalisierung und halt auch generative KI weiter in das Unternehmen zu integrieren.
00:22:20: Also wirklich, und wenn es nur eine Schulung ist, wie funktioniert das überhaupt?
00:22:23: Wie muss ich damit umgehen?
00:22:25: Worauf sollte ich achten?
00:22:26: Wie erkenne ich Fake News?
00:22:29: Was ist mit Thema Datenschutz?
00:22:32: Welche Daten darf ich eingeben?
00:22:33: Welche sollte ich wieder lassen?
00:22:35: Also ich glaube, dass das so Aspekte sind, die halt wichtiger werden und ja, die halt auch wichtig sind, um halt die Belegschaft abholen zu können.
00:22:44: Das ist jetzt natürlich irgendwie stark im Arbeitskontext, beobachtet man auch so einen allgemeinen Technostress.
00:22:49: Ich meine, wenn man sich die Berichterstattung über KI jetzt der letzten Tage und Wochen anguckt, sind das ja nicht unbedingt positive News, die da gekommen sind.
00:22:58: Wir erleben eine ganze Menge Bild-KI-Missbrauch, durch GROC auf X beispielsweise und durch Leute, die GROC missbraucht haben.
00:23:07: den US-amerikanischen Präsidenten, der sehr gerne mit KI-generierten Bildern kommuniziert, das durch das auch viel Augenrollen und Schimpfen verursacht.
00:23:17: Meine TikTok-for-You-Page ist gerade voll von Jens Sieland, die sich darüber aufregen, dass KI-generierte Artists bei Spotify mehrere Millionen Views im Monat erzielen.
00:23:28: Erleben wir so einen gesellschaftlichen Technostress, kann man das sagen?
00:23:31: Das ist eine spannende Frage.
00:23:33: Kann ich tatsächlich jetzt nichts wissenschaftliches sagen, was unter Mauern kann?
00:23:39: Meine Beobachtungen sind, also generell generative KI hat ja diesen Aussprung bekommen durch ChatGPT.
00:23:44: Das heißt, jeder kann sich jetzt was darunter vorstellen.
00:23:46: Was ist das?
00:23:48: Gerade ChatGPT, okay, kann man schnell nutzen.
00:23:50: Super, was da rauskommt.
00:23:53: Und ja, also, ich glaube schon, dass das auch verändert.
00:23:58: Also gerade privat unberuflichen Bereich.
00:24:01: Es hat natürlich auch viele Chancen, aber ich glaube, dass gerade so diese Kompetenz sich anzueignen, da auch wirklich skeptisch zu sein, ist gar nicht unbedingt schlecht.
00:24:11: Also gerade, du hattest eben schon gesagt, Fake News, was ist echt, was ist nicht echt.
00:24:17: Es ist ja nicht unbedingt schlecht skeptisch zu sein, um sich auch selber zu schützen und vielleicht auch reflektierter Sachen zu analysieren.
00:24:24: Aber wie das jetzt genau im Privatleben ist ... Schwierig, eine gute Frage, sollte man vielleicht auch noch mehr forschen.
00:24:31: Wie machst du das denn persönlich?
00:24:32: Also du bist ja technisch das Expertin als auch Wirtschaftspsychologin, dann natürlich in dem Bereich.
00:24:39: Wenn dir da gerade, wenn dir das zu viel würde, du sagst, das ist gerade wieder too much, machst du Digital Detox, hast du da irgendwie entsprechend solche Tipps oder so?
00:24:48: Also ich versuche, also ich nutze natürlich auch generative KI, ne?
00:24:51: Und ich kann das gar nicht auf jeden Fall nicht leugnen und ich mach das auch gerne.
00:24:54: Manchmal finde ich es auch ein bisschen gruselig, was tatsächlich generative KI schon kann.
00:24:59: Gerade wenn es zum Beispiel im Thema Coding geht, also auch Codes erstellen und sowas, merkt man schon, boah, das ist schon nicht schlecht.
00:25:07: Ich versuche dann tatsächlich zwischendurch einfach mal wieder so zurück zu blicken so.
00:25:11: Warum habe ich jetzt genau generative KI genutzt, um eine E-Mail noch mal schöner zu formulieren?
00:25:15: Das kann ich doch eigentlich auch selber.
00:25:17: Und die Kompetenz habe ich doch eigentlich auch selber.
00:25:19: Ich muss auch immer so ein bisschen daran denken, dieses klassische Beispiel, ich sitze irgendwie in der Schule und ich gebe drei plus fünf in den Taschenrechner ein.
00:25:28: Ja, ich kann das eigentlich selber.
00:25:29: Aber ich mache es halt irgendwie, weil das Gerät ist da und ich gehe auch nur mal sicher.
00:25:34: Und einfach da so ein bisschen dieses Bewusstsein wir jetzt zurückzubeben und auch diese... Selbstbewusstsein in die eigenen Fähigkeiten, ich kann das jetzt auch ohne KI und vielleicht kann ich sogar besser, vielleicht ist es ein bisschen mehr Zeitaufwand, aber gerade so, mir ist auch wichtig, nicht diesen kognitiven Verfall zu haben, weil ich will ja meine Kompetenzen weiter beibehalten und deswegen immer wieder dieses Bewusstsein, das ist eine Maschine, das sind Wahrscheinlichkeiten, da ist viel Halluzination hinter und da einfach das immer wieder ins Bewusstseinsuch so rufen und auch manchmal ... nicht irgendwie nebenbei am arbeiten beispielsweise gemenei gelbbt co pilot oder so offen zu haben sondern einfach mal zuzumachen und dann einfach in die eigenfähigkeit vertrauen.
00:26:19: Sehr schön sehr schöner rad hin und wieder sich selbst zu beweisen dass man immer noch besser ist als die maschine.
00:26:25: ich glaube das könnte uns allen gut tun.
00:26:28: Ja, Technostress ist ein spannendes Thema.
00:26:31: Ich meine, wo führt das alles noch hin?
00:26:33: Was glaubst du, nimmt das ab?
00:26:36: Lernen wir damit einen Umgang in Unternehmen?
00:26:38: Lernen wir einen Umgang gesellschaftlich damit?
00:26:41: Schaffen wir es diese Geschwindigkeit, diese enorme Geschwindigkeit, die künstliche Intelligenz oder generative KI gerade vorlegt, irgendwie einzuholen?
00:26:49: Brauchen wir eine Pause?
00:26:51: Brauchen wir vielleicht mal wieder einen Shutdown?
00:26:52: Das sind so vierzehn Tage.
00:26:54: Alles steht still, immer wieder durch zu atmen.
00:26:57: Und wieder denke ich ja, wenn ich zwei Wochen alle wieder zu Hause und wieder besinnen und zur Ruhe komme, gar nicht so verkehrt.
00:27:04: Aber nein, was denkst du?
00:27:06: Ich glaube, das eine oder das andere schließt es ja nicht aus.
00:27:08: Man hat es ja selber so ein bisschen im Griff, in wie weit ich halt Medien, Technologien und so nutze.
00:27:15: Und ich glaube, das, was du sagst, ist Detoxen.
00:27:17: Einfach mal irgendwie zu sagen, wenn ich jetzt nach Feierabend nach Hause komme, dann beschäftige ich mich nicht damit.
00:27:22: Oder dann versuche ich wirklich, an was Schönes zu denken, mich abzulenken.
00:27:26: kann man ja trotzdem weiterhin machen.
00:27:27: Ich glaube, dass Stress ist ja nichts Neues.
00:27:30: Also Stress wird es auch weiterhin geben.
00:27:33: Also, ja, unabhängig davon, welche neuen Technologien kommen, es geht halt wirklich darum, wie man damit umgeht.
00:27:39: Und ich glaube, das Wichtige ist, dass Unternehmen das auch verstehen und da halt auch wirklich wie in Vergangenheit auch bei anderen Neuheiten die Belegschaft irgendwie... mitzunehmen, vielleicht auch Unternehmenskultur anzupassen.
00:27:54: Was brauchen denn überhaupt meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen, um da halt wirklich am Zahn der Zeit zu bleiben, auch Schulungen durchzuführen und da halt auch wirklich... Versuchen mitzuhalten.
00:28:05: Ich meine, das ist schwierig heutzutage, aber einfach, wenn man schon ein bisschen was macht, also wenn man schon irgendwie Basisschulungen anbietet und vielleicht auch ein bisschen die Belegschaft irgendwie abholt, dann ist man ja schon auf einem guten Weg, würde ich sagen, um dem entgegenzuwirken.
00:28:18: Aber natürlich hat auch jeder selber die Verantwortung, da halt ein bisschen optimistisch an die Zukunft zu gucken und vielleicht auch generative KI mehr positiv zu nutzen und zu frame als negativ.
00:28:32: ohne halt auch zu vergessen, was denn da auch für Halluzinationen zum Beispiel hinterstücken.
00:28:39: Können wir zum Abschluss vielleicht mal drei oder vier Punkte nennen für Unternehmen oder vielleicht auch für Menschen persönlich, die sich so ein bisschen davon angesprochen fühlen, die unter Technostress leiden, wie man das Ganze angehen kann.
00:28:52: Also ich hab jetzt Partizipation, hab ich schon rausgehört.
00:28:56: vielleicht sowas wie Resilienz auch.
00:28:58: Also versuchen das nicht so sehr an sich ran zu lassen oder sich halt hin und wieder auch mal zu zeigen, guck mal, ich bin auch noch Mensch und ich kann gewisse Dinge auch noch extrem gut selbst.
00:29:08: Ich brauche jetzt den Taschenrechner nicht um drei plus fünf zu rechnen oder KI, um eine E-Mail zu übersetzen oder zu schreiben.
00:29:13: Gibt es da noch irgendwie was Drittes, was wir vielleicht so rausarbeiten könnten, was du als Oberbegriff gelten könnte?
00:29:20: Auf jeden Fall auch nicht die Augen verschließen, sondern auch wirklich offen in den Diskurs gehen und Problematiken ansprechen, vielleicht auch diese Fehlerkulturen.
00:29:30: Du hattest eben auch schon gesagt, da hattest du sagen, ihr dürft Fehler machen, probiert es aus.
00:29:34: Wir sind gerade in einer Zeit, wo es halt wirklich um ausprobieren geht.
00:29:38: Probiert es aus, wenn ihr Hilfe braucht, dann gibt es Abteilung xy, dann gibt es den IT Support, dann gibt es manuelle, wo ihr nochmal reinschauen könnt und irgendeine Anlaufstelle zu geben, an die man sich wenden kann.
00:29:52: Und wenn es halt nur der Austausch unter Kollegen und Kolleginnen ist.
00:29:56: Also, gemeinsam an etwas zu arbeiten.
00:29:58: Das finde ich irgendwie, finde ich glaube, eine coole Sache.
00:30:00: Ja, also Teamfähigkeit, Teamzusammenhalt irgendwie Probleme gemeinsam zu besprechen und sie auch gemeinsam zu lösen.
00:30:07: Find ich grundsätzlich eine ganz gute Rat, glaube ich, gerade in diesen Zeiten.
00:30:11: Definitiv.
00:30:13: Was können wir noch hören vom Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz in Deutschland?
00:30:18: Woran arbeitet ihr gerade?
00:30:19: Was gibt es denn da irgendwie noch Neues oder worauf können wir uns freuen?
00:30:23: Ja, also generell, Arbeiten wir super, super breit.
00:30:26: Also wir arbeiten wirklich ganz allgemein im Bereich künstlicher Intelligenz.
00:30:30: Wir machen Grundlagenforschung, wir machen angewandte Forschung und wir haben tatsächlich neunzwanzig Forschungsbereiche, die wirklich unterschiedliche Sachen machen, sei es im Marinebereich, sei es mit Robotik im Agrarbereich.
00:30:42: Also wirklich super unterschiedlich und unser Fachbereich, wir machen sehr viel angewandte Forschung im Zusammenhang mit Unternehmen.
00:30:50: Das heißt, wir gehen wirklich in Unternehmen, wir arbeiten mit Unternehmen zusammen und gucken, was brauchen die?
00:30:56: Wie kann man zum Beispiel Schulungen durchführen für Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen, damit die halt abgeholt werden?
00:31:01: Inwieweit kann generative KI dort eingesetzt werden und helfen mit Hilfe von Use Cases?
00:31:07: Also das ist auf jeden Fall so das, womit unser Forschungsbereich sich speziell befasst.
00:31:12: Und ich denke, das werden wir auch weiterhin so machen, dass wir halt wirklich mit Unternehmen, gerade KMUs speziell zusammenarbeiten und dann einfach Unterstützung geben und Forschen.
00:31:22: in wie weit kann man noch Hilfestellungen geben, wie unterscheiden sich vielleicht auch Branchen und Organisationen und.
00:31:30: Da ist man auf jeden Fall nicht am Ende.
00:31:32: Da kommt noch ganz viel.
00:31:33: Davon bin ich überzeugt und ich freue mich auf die Zukunft.
00:31:36: Ich bin sehr gespannt und freue mich, dass es da entsprechende Forschungsaktivitäten in Deutschland gibt.
00:31:41: Du hattest den Marinebereich angesprochen.
00:31:43: Fand dich ganz cool.
00:31:44: Ich habe das auf eurer Website gesehen mit KI unter Wasser schweißen.
00:31:48: Also das wäre so, glaube ich, der letzte Job, den ich irgendwie von KI bedroht gesehen hätte.
00:31:52: Aber Industrietaucherinnen werden leiden vermutlich auch zunehmend unter Technostress ganz ohne jeden Tag sich... mit Microsoft Teams auseinandersetzen zu müssen.
00:32:02: Vielen Dank, Laura, dass du zu Gast warst.
00:32:05: Sehr spannende Einblicke in Technostress und die Forschung am Deutschen Institut, Deutschen Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz, so rum.
00:32:12: Danke dir.
00:32:13: Danke, Max.
00:32:14: Vielen Dank.
00:32:18: Ja, Technostress ist real, Leute.
00:32:21: Nicht zu unterschätzen, gerade durch KI.
00:32:22: Ich glaube, das konnten wir in dieser Folge sehr gut zeigen.
00:32:25: Bleibt natürlich noch eins übrig.
00:32:26: Wir können ja mal den Grund für uns in Technostress nach der Lösung für Technostress fragen.
00:32:32: Liebe Kolleginnen KI, was hast du denn für Tipps gegen Technostress?
00:32:37: Also mein Anti-Technostress-Survival-Kit.
00:32:39: Erstens klare digitale Grenzen setzen, ist es okay, auch mal oft zu sein.
00:32:44: Zweitens, hol dir selbst die Kontrolle zurück, statt jedem Trend hinterherzuhetzen, frag dich, brauche ich das wirklich.
00:32:50: Drittens, lerne spielerisch neue Skills aneignen, aber in deinem Tempo.
00:32:54: Und viertens, Teamwork, gemeinsam mit KollegInnen an digitalen Herausforderungen arbeiten.
00:32:59: Und nicht vergessen, manchmal ist der beste Heck einfach ein bisschen humor.
00:33:08: Kranjose Ironie, oder?
00:33:09: Dass der Grund für Technostress uns Tipps gegen Technostress geben kann.
00:33:13: Ich finde es irgendwie witzig.
00:33:15: Vielen Dank fürs Zuhören diese Woche.
00:33:18: Abonniert gerne diesen Podcast.
00:33:19: Schreibt Kommentare, wenn ihr Fragen habt und lasst uns eine Bewertung da.
00:33:23: Das hilft uns natürlich immer sehr.
00:33:26: Ansonsten freue ich mich auf nächsten Dienstag.
00:33:28: Bis dahin.
00:33:29: Ciao,
00:33:36: ciao.
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