Schokolade, Vampire, Algorithmen: Franziska Pohlmann über KI im Kino

Shownotes

In dieser Folge von "Kollegin KI" begrüßt Host Max Mundhenke die Regisseurin Franziska Pohlmann (u.A. "Schloss Einstein"). Im Zentrum des Gesprächs steht die spannungsgeladene Frage, welches Potenzial künstliche Intelligenz für die deutsche Filmbranche haben kann. Pohlmann vertritt die mutige These, dass KI eine „Demokratisierung von Prozessen“ darstellt, die es auch kleinen Film-Boutiquen erlaubt, visuell mit den großen Playern mitzuhalten. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Diskutiert werden die moralischen Dilemmata bei der Nutzung „geraubten Materials“, der Schutz von Kinderdarstellern vor Deepfakes sowie die Vision einer überindividualisierten Kultur, in der wir uns unsere Filme bald selbst generieren.

Das sind die Themen der "Kollegin KI"-Episode mit Franziska Pohlmann:

  • Chancen der Demokratisierung: KI-Tools ermöglichen es kleinen Produktionsfirmen, visuell auf Weltniveau zu agieren und unabhängig von großen Geldgebern visionäre Welten zu erschaffen.
  • Schutz der Urheberrechte: Die Filmbranche blickt gespannt auf Lizenzmodelle der Musikindustrie, um kreative Leistungen wie Stimmen oder Gesichter durch „digitale Fingerabdrücke“ fair zu vergüten.
  • Gefahr durch Deepfakes: Besonders im Kinder- und Jugendbereich stellt der Schutz von Bild- und Stimmdaten eine massive Herausforderung dar, für die dringend neue rechtliche Standards nötig sind.
  • Transformation statt Ersetzung: Während technologische Ängste das Handwerk bedrohen, bleibt die menschliche Vision unersetzlich, da KI ohne kreativen Input lediglich zufällige Ergebnisse liefert.
  • Zukunft der Individualisierung: Die Vision von „Schloss AI-nstein“ wirft die Frage auf, ob Kultur rein individuell funktioniert oder ob wir weiterhin gemeinsame Referenzpunkte für den gesellschaftlichen Austausch brauchen.

Der Chatbot zur Folge

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Produktion: Podstars by OMR

Transkript anzeigen

00:00:03: Leute, ich bin über einen Artikel gesteupert.

00:00:05: Hollywood's Quiet Revolution also das im Filmgeschäft gerade extrem viel in Sachen KI passiert.

00:00:12: Das kriegen wir mit durch die Medien und vor allem durch die SynchronsprecherInnenbubble in Deutschland muss man sagen die da ja relativ eine relativ starke auch ablehne kritische Meinung zu haben.

00:00:23: Und ich habe mich gefragt wie sieht es denn eigentlich generell aus dem professionellen film in deutschland?

00:00:29: Und darüber möchte ich heute mit meiner Gästin sprechen, Franziska Polmann.

00:00:33: Sie ist Regisseurin für was.

00:00:35: das wird sie uns gleich erzählen und ich freue mich sehr dass ihr hier ist um mit mir über KI in professionellen Filmproduktionen zu sprechen.

00:00:42: Ihr hört Kollegin KI Ich bin Max Montenke.

00:00:45: Hallo Franziska!

00:00:46: Hi Max, freut mich sehr, dass du mich eingeladen hast und bin sehr gespannt darüber wie heute sprechen.

00:00:50: Ja du, es ist ja schön, dass Du da bist!

00:00:51: Du bist eine Regisseurin, du warst an vielen Projekten beteiligt, du machst das schon ein paar Jahre.

00:00:56: Magst du einmal so aufzählen, wovon man dich kennen könnte?

00:01:00: Ich komme tatsächlich aus dem Theater ganz lange Theaterprojekte gemacht geschrieben mit fünfzehn angefangen und dann bin ich irgendwann über einer Ausschreibung vom Studium Hamburg die hat einen so einen Haus der jungen ProduzentInnen bin ich darauf gestoßen, dass ich vielleicht ja auch Filmproduzentin bin und also reingerutscht.

00:01:14: Und hab ganz lange Musikfilme gemacht im Kinder- und Jugendbereich.

00:01:18: Und dann auch Schloss Einsteinen.

00:01:19: das ist so glaube ich die Marke, die die meisten Leute kennen.

00:01:22: Alles

00:01:22: ist ... alles

00:01:23: ist ...

00:01:24: Ja genau!

00:01:25: So ist

00:01:25: es aus, alles ist intelligent.

00:01:29: Und aktuell, was hast du aktuell so für Projekte?

00:01:32: Genau.

00:01:33: Ich hab dann tatsächlich auch einen weiteren Standbein aufgebaut und eine Sendung über Unternehmerinnen, Gründerinnen und Investorinnen.

00:01:38: Aber im Kinder- und Jugendfilmbereich habe ich mit ganz vielen Schauspielenden, mit denen ich auch bei Einschränke arbeitete, neue Helden, Heldinnenfiguren entwickelt und wir sind an einer Serie über Vampiro und Piraten dran.

00:01:48: Aber heute – ich glaube das ist auch das Projekt, worüber wir am ehesten sprechen – geht es um ein Fantasyfilm, eine Welt in der Musik verboten ist aber sich alles im Schokolade dreht!

00:01:56: Ja, Schokolandier... Ja, heißt da glaube ich.

00:01:59: Ich hatte den Teaser dazu schon gesehen.

00:02:01: Also sehr spannend!

00:02:02: Die Regisseurin von Schloss Einstein hier und du hast... Du hast ja verschiedene Schnittpunkte wo man sagen kann, da ist KI erstmal grundsätzlich kritisch.

00:02:11: Zum einen machst du, du bist Kulturschaffende?

00:02:13: Ja, du machst Kunst.

00:02:16: ich habe da neulich eine ganz geile Diskussion gehabt mit jemand aus der Musikbranche der sagte die MusikerInnen das sind eigentlich die Künstlerinnen wir als Produzenten die in der Industrie arbeiten Wir sind eigentlich kulturschaffenden weil wir erst dafür sorgen dass die Kunst zur Kultur wird.

00:02:32: Interessant, finde ich gut.

00:02:33: Fand dich auch

00:02:34: nicht schlecht!

00:02:35: Du arbeitest jetzt an der Schnittstelle als Regisseurin also du verantwortest im Grunde produzierst dann im Grunden solche Projekte setzt die um und natürlich auch mit Kindern und Jugendlichen.

00:02:45: gerade das macht das Ganze natürlich noch mal besonders spannend gerade in Bezug auf KI, denn KI ist überall.

00:02:51: Ja ich hatte diesen Artikel erwähnt im Intro da geht es darum dass KI mittlerweile für Skripte eingesetzt wird die Postproduktion zunehmend komplett automatisiert wird auch Special Effects natürlich vermehrt mit KI ja produziert werden und das KI eigentlich so.

00:03:10: das Thema gerade bei den Tarifverhandlungen ist von den Schauspielgewerkschaften in den USA.

00:03:15: Also da wird das Thema grade ziemlich heiß behandelt.

00:03:18: hier in Deutschland kriegen wir ein paar Ableger mit, gerade durch unsere große Community der Synchronsprecherinnen.

00:03:24: wie erlebst du das denn eigentlich gerade in Deutschland?

00:03:26: die ganze Debatte um KI im Film?

00:03:29: Ganz vielfältig, aber besonders weil du sagst SynchronsprecherInnen.

00:03:31: Ich hab tatsächlich in meinem Projekt Schokoland eine Schauspielerin die eine sehr bekannte Synchronstimme ist für eine internationale Figur und als wir das Projekt gestartet haben, wussten wir noch gar nicht welche Möglichkeiten wir auf dem Weg dahin haben werden.

00:03:45: Das heißt, ich bin schon immer auf der neugierigen Seite.

00:03:48: Was können wir machen?

00:03:49: Was steht uns zur Verfügung und auf einer Art und Weise sehe ich das natürlich auch als Demokratisierung von Prozessen.

00:03:55: Also was können auch kleine Innenhausproduzentinnen und Filmbutikern wie wir es sind – was können wir eigentlich

00:04:00: machen?".

00:04:01: Und jetzt stehe ich wirklich an der Schnittstelle mit exakt dieser Synchronsprecherin die bei mir Schauspielerin ist in dem Projekt Angefangen KI einzusetzen und ich möchte eben meine Kreativen mitnehmen.

00:04:13: Ich will ja, dass die davon auch partizipieren!

00:04:15: Ich will, dass wir Zusammenmöglichkeitsräume schaffen und eigentlich auch gucken, dass wer ja ähnlich wie die GEMA ist geschafft hat jetzt in dem Urteil mit ZUNO... Dass die Musiker im Beteiligt werden also wie zum Beispiel Helene Fischer, ich weiß nicht ob du den Fall mitgekriegt hast für Atemlos?

00:04:27: Du kannst das nicht mehr auf den KI-Plattformen eingeben und die Texte werden reproduziert Und wenn du das in einer Musik-KI abrufst oder Teile davon erkennbar sind, dann bekommt Helene Fischer oder ihr Label, ihr Management bekommt Anteile.

00:04:41: Und ich glaube, das ist der einzige Weg.

00:04:43: Wie auch immer wir es schaffen können, dass wir quasi wie so ein Fingerprint für stimmliche Uherheberschaft aber auch Gesichts-Uherheber schafft.

00:04:50: Dass wir diese kreative Leistung irgendwie festhalten können damit wir auch Datantiemen verteilen weil wir müssen partizipieren.

00:04:56: Genau die hier in der Fischer Story ist eine ganz interessante, weil ich glaube am Ende kriegt ja nicht unbedingt das Management direkt Geld wenn ich richtig informiert bin sondern eher die GEMA die das dann natürlich wieder ausschütten kann.

00:05:04: Die GEMA glaube ich so einen Lizenz Deal mit ZUNO gemacht Und das ist ja auch immer die Frage, so partizipieren dann tatsächlich kleine Künstlerinnen noch daran.

00:05:13: Wenn man im Grunde über die großen Verwertungsgesellschaften diese Verträge schließt kann man sich natürlich darüber streiten.

00:05:19: aber im Grundes glaube ich zumindest aus meiner Meinung Schritt in die richtige Richtung Dinge zu lizenzieren und dann wirklich zu sagen hey wenn ihr mit den AI Tools Geld damit verdient und neue Kunst entwickelt, die dann vielleicht auch Kultur wird.

00:05:33: Wenn ich das mal in der Definition bleibe ... Dann haben die KünstlerInnen auch daran zu profitieren und das ist ein richtiger Weg, ob da tatsächlich am Ende des Weisheits letzter Schluss sein wird, sei mal dahingestellt.

00:05:47: aber ich finde es gut dass da Bewegung drin ist.

00:05:49: Gibt's solche Sachen auch im Schauspielbereich gerade schon?

00:05:54: Also ich glaube wirklich die große Crux ist, anderen kreativen Departments.

00:05:59: Ich war lange im Regieverband im Vorstand, wo wir auch versucht haben mit Verdi die eine andere Art von Vertretungen sind und Netflix und den ganzen großen Playern in der Verhandlung zu schaffen.

00:06:08: Wir sind so zersplitterte Gruppen, die jeweils ihre Einzelinteressen vertreten.

00:06:12: Also es gibt die Standgewergenschaften, es gibt Schauspielerinnen, es ist die Drehbuchautor-Innen ... Und da macht das seit über hundert Jahren.

00:06:21: Die mit der GEMA haben das schon so lange professionellisiert, dass sie gute Wege haben.

00:06:26: Für uns ist es gerade so schwierig das festzumachen und ich glaube deshalb müssen wir umso mehr hingucken und schauen wie wir unsere Interessen vertreten können.

00:06:34: Und ich verstehe aber natürlich die ganzen Ängste, auch derjenigen mit denen ich arbeite und frag mich wie kriegen wir das hin?

00:06:39: Weil ich will nicht die ganze Zeit als Räuberin bezeichnet werden oder... Also ich sehe das total.

00:06:45: Ich sehe dass in dem Moment wo ich eine Plattform bediene oder was ausprobiere benutze ich geraubtes Material, wo kein Einverständnis besteht.

00:06:54: Das ist einfach so!

00:06:55: Ich generiere etwas was wieder in die Plattform eingespeist wird Und natürlich bin ich in dem Moment wie eine Betäterin.

00:07:02: Ich bin die ganze Zeit an dieser moralischen Schnittstelle, ich weiß darum, mir ist das vorkommen klar... ...ich sehe keine andere Möglichkeit gerade für mich als nicht einer der großen Playerinnen weiter meinen Beruf auszuüben und entscheidern zu

00:07:14: bleiben."

00:07:15: Indem ich mich beteilige, indem ich mitgesteite und auch weiß was ich da tue.

00:07:19: Das ist mir total wichtig.

00:07:21: Super interessant weil du ja als Regisseurin natürlich auch so ein bisschen die Stoßrichtung vorgibst.

00:07:25: Du planst, du guckst nach Kamerainstellungen.

00:07:28: wie kann eine Botschaft auch im Film vermittelt werden?

00:07:31: Und natürlich ist AI da eine neue technische Möglichkeit.

00:07:35: Ähnlich wie CGI es damals war, kann man heute noch mal ganz andere Sachen mit AI machen aber ich weiß gar nicht wie CGI damals aufgenommen wurde.

00:07:44: Gab's da ähnliche Widerstände auch von den Künstlern?

00:07:48: Immer wenn neue technologische Entwicklungen starten oder wir gesellschaftlich in neu kreative Prozesse kommen gibt das immer Gegenbewegungen und die Frage Also können wir dazu stehen und sagen, wir machen das.

00:08:00: Ich hab jetzt in deinen Podcast beispielsweise mit der Rebecca Gottwald reingehört von Burda die ich auch kennenlernen durfte Und es ist natürlich ganz ganz toll wenn solche großen Vorreiter das in die Hand nehmen und sagen, wir versuchen ihr Prozess zu gestalten.

00:08:12: Darin können sich andere orientieren.

00:08:13: Und wir geben auch Orientierung einen sicheren Rahmen, indem andere sich ausprobieren können.

00:08:18: Für uns als kleinere Player ist halt die Frage wie können wir das machen ohne ständig da im Shitstorm zu sein?

00:08:24: Weil also wie du sagst ich sehe es halt wirklich genauso.

00:08:27: Ich will aber dass wir dahingucken und ich will meine Leute beteiligen.

00:08:30: Ich will, dass wir das Handwerk erhalten können und natürlich können nicht jeden Beruf erhalten und nicht jede Person in dem Job.

00:08:37: Das ist einfach so Wie du sagst, ich als Regisseurin gebe die Vision vor.

00:08:41: Für mich waren schon immer diese großen Welten ... Ich hab früher gedacht, ich werd die deutsche Tim Burton.

00:08:46: Also ich will sozusagen diese großen fantastischen Welten gestalten und bin so seit zwölf in dem Feld.

00:08:52: Mir wurde gesagt, das kannst du hier nicht machen.

00:08:53: Du musst nach Amerika.

00:08:54: Diese Vision kriegst du nicht finanziert?

00:08:56: Das kannst du vergessen!

00:08:57: Dann habe ich angefangen mit Private Equity zu arbeiten und andere Finanzierungswege zu schaffen und darüber meine Karriere gestaltet.

00:09:04: Das war damals auch sehr unüblich.

00:09:08: Und ich wünsche mir, dass wir jetzt irgendwie auf eine positive Art und Weise gucken.

00:09:12: Wie können wir da auch diesen unternehmerischen Geist zusammen nutzen?

00:09:16: Weil es geht so viel!

00:09:19: Ich habe währenddessen ... Also, ich hab ne Projektentwicklungsförderung gehabt für einen großen Spielfilm, den ich seit zehn Jahren ... Das sollte eigentlich mein erster Film sein.

00:09:26: Dann dachte ich mach erst mal was Kleines, dann hab ich einen anderen großen Märchenfilm gemacht, egal.

00:09:30: Und diese Idee zu Schokoladener in dieser Schokoladenwelt wo die Musik verschwunden ist... gibt es halt einfach mein großes Projekt.

00:09:37: Ich weiß, dass das sozusagen meine Legend ist und was ich hinterlassen will an diesem Projekt arbeite ich schon wahnsinnig lange.

00:09:43: jetzt habe ich diese relativ große Projektentwicklungsförderung bekommen und auf einmal starten diese Möglichkeiten und als ich angefangen hab mit den Tools zu arbeiten.

00:09:51: Ich habe zum Beispiel ganz viel gelernt über Kamerafahrten, über Kameramöglichkeiten.

00:09:55: Weil ich natürlich sonst in sehr engem Austausch bin mit meinem ganzen Personal und meinem Team.

00:10:00: Was können wir an Licht setzen?

00:10:01: Wie kann man das alles einrichten?

00:10:02: Wie können wir uns bewegen auch bei drei Hundertsechzig Grad

00:10:06: usw.?

00:10:06: Auf einmal hatte ich so viele Möglichkeiten... Ich hatte das Gefühl, dass absolute Education-Möglichkeiten an der Stelle bestehen.

00:10:15: Für Menschen, die nicht die Chance haben, an eine Filmhochschule zu gehen und so weiter.

00:10:19: Da sind so viele Ressourcen auf einmal aufgegangen.

00:10:23: Und für mich ist einfach dieses total zwigespaltene Gefühl gleichzeitig zu denken ... ich darf das nicht!

00:10:28: Ich

00:10:30: finde, da ist ganz viel drin.

00:10:32: Allein diese, was du sagtest auch angefangen mit Private Equity zu arbeiten also sich tatsächlich im Grunde Geld zu leihen auf von Investoren die natürlich dann auch Gewinn damit machen wollen was ja in den USA bei großen Hollywood Produktionen gegangen und gäbe es ja üblich dass da Leute reingehen und sagen okay wir wollen hier im Grund unsere Rendite haben.

00:10:48: und das finde ich immer ganz spannend wenn man sich das anguckt eben vielleicht auch wieder diese Diskrepanz zwischen Künstlerinnen und Kulturschaffenden, dass das am Ende natürlich irgendwie auch eine Industrie ist.

00:10:58: Und es damit Geld verdient wird.

00:10:59: Und dass du da möglicherweise als Regisseurin nochmal einen anderen Blick drauf hast weil du weißt... Irgendwoher muss die Kohle für die Künstlerinnen kommen.

00:11:06: Aber Künstlern selbst sagen, das was wir hier machen ist natürlich ein Handwerk, dass schützenswert ist.

00:11:10: und jetzt kommt hier eine neue Technologie und die könnte uns dieses Handwerk streiten.

00:11:15: Vielleicht sogar besser weil sie sind verfügbar.

00:11:17: Die KI-Avatare sprechen alle Sprachen, die es gibt auf der Welt.

00:11:22: Die können im Grunde genau das, was wir auch können bei Machine Learning.

00:11:25: schon so weit ist.

00:11:26: Wie siehst du diese Gefahren tatsächlich?

00:11:28: Also wenn jetzt morgen alle Schauspieler in den Synchronsprecherin sagen, hey wir machen das.

00:11:33: Wir bauen ein eigenes large language model trainieren das mit unseren Gesichtern, mit unserem Film und unseren Stimmen usw.. Glaubst du, man könnte morgen aufwachen und sagen Ups wir haben irgendwie alles an Kunst da jetzt abgegeben.

00:11:45: Und es wird einfach nur noch am Fließband produziert?

00:11:49: im Tim Burton ist dir vielleicht die Nightmare before AI Christmas oder so?

00:11:56: Also glaubst du hättest das für realistisch?

00:12:01: absolut gar nicht.

00:12:02: also ich Ich finde, ich glaube einfach, dass wir uns in einer totalen Transformation oder Revolution wie auch immer wir das jetzt bezeichnen befinden und im Moment in der Phase sind, dass man sich auf eine Seite stellen muss.

00:12:14: Man muss sich total positionieren und muss einfach damit klarkommen was es bedeutet entweder man ist begrenzt weil man sich ausschließt oder man hat eben so ne große Marke für sich selber dass man das sich leisten kann.

00:12:24: also das finde ich auch gut finde ich wichtig wenn dann die Menschen das machen weil ich glaube wir brauchen diese Gegengewichte um diese Gesetze auszuhandeln Und auf der anderen Seite diese Neugierde und die Potenziale zu nutzen.

00:12:33: Wir können jetzt was gestalten, ich glaube das ist auch wir als Frauensternchen wirklich uns damit einbringen müssen weil ich sehe ja auch den Bayes in den Ergebnissen.

00:12:42: Ich sehe einfach was da rauskommt.

00:12:43: Ja.

00:12:44: Und nochmal zu dieser Frage konkret.

00:12:48: Ich finde es ganz pragmatisch zu sehen bei Beispiel von Science Fiction Romanenfilmen

00:12:52: usw.,

00:12:53: die für mich total ... Wie sagt man, wie Monochrom?

00:12:57: Also die sehen aus wie es gibt eine Weltgestaltung.

00:13:00: Alles ist stahl alles ist technisch alles ist robotisch.

00:13:04: Aber wie sieht denn das robotische aus?

00:13:05: vielleicht ist das ja sieht das auch wie ein smack kühlschrank Vielleicht ist ja skandinavisch design wer knows im moment sehe ich ganz ganz viel diese prognosen die total beängstigend sind und ganz viele ausschließen.

00:13:17: Ich sehe auf den Straßen sehr, sehr viele sehr unschöne Autos zum Beispiel und frage mich wie kann das... Wie ist das passiert?

00:13:23: Was haben wir gemacht?

00:13:24: Wo haben wir die schönen Autos hingepackt.

00:13:25: Und ich glaube dass wir dafür einfach so vielfältig für möglich arbeiten müssen und diese Perspektiven brauchen damit wir uns wohl fühlen in diesen Zukunftsutopien, die wir haben, dass wir Lust haben auf diese Zukunft.

00:13:38: Ich glaube wir brauchen generell mehr Utopien, weil gerade ist ja eigentlich eher dystopisch.

00:13:42: Egal wo man hinguckt und ich glaube da sind natürlich die Medien auch mit ein bisschen verantwortlich aber vielleicht auch der wie du sagst so der Mangel das mangelverständnis für ästhetik weiß er doch relativ schwierig ist irgendwie grade.

00:13:54: ich weiß was zu meinen ich finde es auch vielleicht

00:13:57: krass.

00:13:57: wie kann wie ist das passiert?

00:13:58: ich verstehe es einfach nicht dass ich bin eben gerade hier hinter euer gebäude.

00:14:01: da steht ein kleiner mikrolino Pastelfarben, wunderschönes Auto und ich finde es sehr cool.

00:14:09: Das freut mich sehr.

00:14:09: Ich finde das schön, dass einfach in diese Richtung auch entwickelt wird.

00:14:12: Und ich würde jetzt überhaupt nicht behaupten, dass ist eine rein feminine oder weibliche Perspektive, sondern ich glaube einfach, dass wir diese Vielfalt da wieder brauchen und die brauchen wir überall.

00:14:19: Die brauchen wir auch in der digitalen Technologie und in der Entwicklung da damit wer alles abbilden können und damit auch ja damit es viel fältiger ist

00:14:27: Ja, wo du es gerade seid.

00:14:29: Wir sitzen im Studio ist auch eine Videofolge mal wieder ein Video Podcast.

00:14:32: wenn ihr uns zu gucken wollt könnt ihr das auch tun.

00:14:34: und wir sitzen in Hamburg hier in den Heiligen Hallen von OMR wo auf dem Hinterhof schöne Autos stehen und auf dem Parkplatz vorne die Porsche.

00:14:42: Liebe Grüße

00:14:43: an Sie!

00:14:45: Genau, also wir sind in Hamburg und ja es ist eine gute Frage.

00:14:49: vielleicht ist das aber auch so ein bisschen Nostalgie?

00:14:51: Also wenn ich jetzt irgendwie so aushole als Sozialwissenschaftler irgendwie ja gut die Zeiten gerade sind schwierig vielleicht flüchtet man sich dann eher wieder zurück.

00:14:58: Wir sagen ja ohnehin immer die Nineties sind weg und so gibt da viele Sachen die von damals wieder aufgenommen werden.

00:15:02: Vielleicht weil uns das so ein bisschen Sicherheit gibt, ja?

00:15:05: Und weil wir einfach gerade auch nicht die Umstände haben kreativ zu werden etwas zu schaffen.

00:15:10: Hollywood ist ja seit Jahren in der Krise sagt man war ja eigentlich nur noch das reproduziert wird was eben schon da war.

00:15:15: jetzt erleben wir eine ganze Menge Fortsetzung von von Filmen weil es einfach funktioniert weil wer einfach glaube ich.

00:15:21: also Wenn ich es jetzt so küchenpsychologisch irgendwie ausdrücken darf, vielleicht ist das einer der Gründe.

00:15:25: Aber lass uns vielleicht mal gucken wie AI da in Zukunft auch helfen kann?

00:15:29: Also KI und Kreativität ist ja ohnehin ein Spannungsfeld.

00:15:32: Ich selbst bezeichne mich als Creative Technologist.

00:15:36: Ja, Projekte umzusetzen und ich wirklich jedes Mal erlebe ich das wenn nicht irgendwie wieder was poste.

00:15:44: Wieder jetzt habe ich irgendein so einen grünen bashing bot gebaut der so ein bisschen diese Diese Social Media Trends Hops nimmt weil man an allem gerade die Grünen online Schuld gibt und so.

00:15:54: Und da kam wieder dieser dieser typische kommentar ja dass das erste KI Projekt für mich was ist wo ich sagen will Das wird sich das unterstützt.

00:16:01: Ich das habe ich auch unter jedem meiner projekte mindestens eine Person die dann sagt so AI totaler Mist.

00:16:06: aber das finde ich cool Leute, vielleicht solltet ihr einfach gucken.

00:16:11: Es gibt halt schlechte Sachen und gute Sachen.

00:16:13: so von vornherein etwas abzulehnen weil man sagt ich bin hier ideologisch dagegen und es gibt irgendwie Probleme löst ja nicht ein Problem.

00:16:21: Und da vielleicht mal auf den Film geguckt was könnte denn da auch an Kreativität vielleicht auch ein neuer Ästhetik entstehen wo uns KI wirklich weiterhelfen könnte?

00:16:32: Ich glaube, du sprichst genau das an.

00:16:35: Wir haben jetzt quasi alle Möglichkeiten da liegen und wir versuchen durch diesen rechtlichen ... Themen durch Datenschutz und so weiter.

00:16:42: Wir versuchen, Server in Europa zu nutzen, wir versuchen die rechtliche Situationen so zu limitieren, dass wir uns sicher fühlen in der Nutzung.

00:16:49: Und das was wir jetzt machen können ist, wir können das visuell so professionell aussehen lassen, dass Leute davon überzeugen können.

00:16:56: Weil ich glaube, so viele Menschen haben Ideen und kommen nicht in die Umsetzung weil wir das nicht konkretisieren können.

00:17:01: Ja.

00:17:01: An dieser Stelle sehe ich eben genauso für den Film.

00:17:03: Wir können so viele gute Ideen im Film platzieren.

00:17:07: Was sehe ich im Film?

00:17:08: Ich muss jetzt nur kurz referieren, weil die haben diese gründeren Sendungen gemacht.

00:17:11: Die ganz toll ist Create F the Fee My Founder Show.

00:17:14: Da haben wir zehn Gründern mit neun Innovationen Und ich sehe das und denke, das wird die ganze Zeit entwickelt.

00:17:20: Zum Beispiel erster veganer Schwangerschaftstest.

00:17:22: Wo seh' ich das denn im Tatort?

00:17:23: Wo erleb' ich denn dass wir total progressiv sind in der Gesellschaft?

00:17:28: stattdessen werden da die ganzen Zeit die alten Ideen von Gestern reproduziert.

00:17:31: uns geht immer nur um Mord!

00:17:33: Ich glaube da haben wir sozusagen gesellschaftlich gerade soviel Möglichkeiten weil wir können so viel kleinen Gegenbrück erzeugen und diese ganzen neuen Ideen einfach rausschmeißen Und das finde ich super charmant.

00:17:43: Das heißt

00:17:43: du kannst, ja okay natürlich kannst mit weniger Geld und dadurch auch viel freier Themen platzieren in Filmen gerade wenn du ansprichst Private Equity.

00:17:52: es gibt da dieses schöne Beispiel beispielsweise bei Kriegsfilmen.

00:17:55: Wenn in den USA große Kriegsfilmproduktionen sind dann ist es so dass das Equipment in der Regel vom US-Militär geliehen wird.

00:18:02: also die stellen das zur Verfügung.

00:18:04: im Gegenzug gucken sie aber über die Drehbücher.

00:18:08: Also es ist bei großen Kriegsproduktionen in der Regel so, dass wirklich sehr extrem aufwendig.

00:18:12: irgendwie muss der Panzer besorgen und so ein Kram nachbauen.

00:18:16: Ich hatte das mal gelesen.

00:18:18: ich hoffe sind keine Fake News hier sonst korrigiert mich gerne in den Kommentaren oder per Mail aber dass tatsächlich die das Militär entsprechend Sachen gerne bereitstellt dann aber auch sagt dann wollen wir aber auch irgendwie drauf gucken damit das halt bisschen Werbung ist.

00:18:30: Deshalb sind auch so Anti-Kriegsproduktion wie Jarhead oder so wenn man sich solche Antikriegsfirme anguckt die wenig Equipment aus, da siehst du nicht die großen Flugzeuge oder die die großen Panzer oder wie auch immer.

00:18:41: Und natürlich hat man jetzt mit KI nochmal eine ganz andere Möglichkeit sich halt eben auch von solchen Dingen zu befreien und rein theoretisch sagen klar machen wir hier irgendwie die AAA Produktionen, die eigentlich Milliarden kosten würde.

00:18:52: aber wir umgehen dann vielleicht auch Abhängigkeiten, die wir zu Investoren haben oder zu gewissen Institutionen die uns Equipement leihen und gehen dann mit neuen Ideen raus.

00:19:01: also eigentlich sehe ich da auch durchaus Möglichkeiten.

00:19:05: Was sind die Sorgen, die dir denn da täglich eigentlich begegnen?

00:19:09: Du sprichst ja... du bist gerade in Kinder- und Jugendfilmen.

00:19:12: Ja was sagt das Management?

00:19:15: Was sagen tatsächlich die Schauspieler?

00:19:16: In wo stößt du da auf Konflikte und wollen wir hier vielleicht heute mal aufräumen mit so gewissen Vorurteilen?

00:19:23: Also musst ihr einfach vorstellen im Kinder-und Jugendfilmbereich also zum Beispiel Schloss Einstein, die haben glaube ich vier bis acht tausend Bewerbungen pro Jahr auf acht Neurollen.

00:19:31: Diese vier bis acht Tausend Menschen haben natürlich keine Agentur.

00:19:33: Die haben keine Rechtsberatung, keine Rechtsvertretungen und das heißt was wir jetzt auch gerade mitkriegen?

00:19:39: Das ganze Thema mit Kulinen zum Thema Deepfags also das heißt die Schwierigkeit was passiert mit Bildmaterie.

00:19:45: aber es ins Internet kommt.

00:19:46: Wir haben durch.

00:19:47: seit der Corona Pandemie ist es eine Selbstverständlichkeit dass wir E-Castings machen.

00:19:51: das heißt das sind natürlich geschützte Plattformen Aber trotzdem in irgendwelchen Datenbanken sind diese ganzen Videos.

00:19:59: Das heißt, wir haben unheimlich viel Material von Kindern und Jugendlichen auch ... theoretisch weiß ich nicht in welcher Leakentfernung sozusagen was da verfügbar ist.

00:20:10: So das ist so das eine Thema.

00:20:11: Deswegen dieses ganze Thema Stimmreicht, Persönlichkeitsrecht, Gesichtsrecht.

00:20:15: wie können wir das schützen?

00:20:16: Weil ich möchte unbedingt mit meinen jungen Menschen weiterarbeiten.

00:20:21: Da sind einfach ... Ich bin die Zukunft aber die sind auch die Zukunft.

00:20:25: Wir brauchen uns einfach.

00:20:27: Es führt für mich auch keinen Weg daran vorbei.

00:20:29: Also unabhängig von Science Fiction ist nicht nur eine Farbe, sondern vielfältig aber dass wir definitiv Filme immer mit Menschen machen und machen wollen.

00:20:38: es wird mit Sicherheit die fünfhundert Menschen geben, die sagen ich bin jetzt der Film.

00:20:43: Ich mache alles selber, ich mach everywhere everything all at once Und das funktioniert und die können damit Geld machen.

00:20:48: super bitteschön.

00:20:50: Ich arbeite mit Menschen.

00:20:51: Meine Ideen entstehen auch dadurch, dass ich mit meinen SzenografInnen arbeiten darf.

00:20:55: Dass wir zusammen Ideen spinnen und für mich sind diese ganzen KI-Möglichkeiten Tools um mehr und besser zu werden.

00:21:02: Aber gerade für das Thema Kinder und Jugend sehe ich einfach total große Herausforderungen und ich weiß nicht wie die Lösung aussieht im Moment.

00:21:08: Ich verstehe einfach, dass die Agenturen zu mir sagen ... Aber natürlich anders als jetzt zum Beispiel in Skandinavien, wo viele schon in jungen Jahren ein sehr gutes Englisch sprechen.

00:21:24: Auch ein britisches Englische beispielsweise.

00:21:26: Das haben wir in Deutschland selten.

00:21:28: Ich möchte aber nicht mit britischen SchauspielerInnen arbeiten müssen sofort, sondern ich will eigentlich mit den Leuten hier arbeiten!

00:21:35: könnt ihr euch vorstellen, ihr könnt das auf Englisch sprechen?

00:21:37: und über Voice Enhancements zum Beispiel von Re-Speecher oder Eleven Laps kann man die Stimme wirklich perfekt hochbritisch klingen lassen.

00:21:45: Es ist aber nach wie vor deine Stimme was ich total wichtig finde, was ich ganz toll finde.

00:21:48: also du kannst dir quasi eine Qualitätsverbesserung geben durch diese Tools WIF sprechen das ab usw.

00:21:55: Und es gibt halt ganz große Bedenken dazu Und da stehe ich halt und sehe so, wir haben doch Möglichkeiten.

00:22:00: Und noch können wir die Vorreiterin sein aber... Verstehe

00:22:04: ich.

00:22:04: Da find' ich auch widerspannend was da ja zwei Seiten der Medaille gibt.

00:22:08: zum einen gibt's ja diese Synchronsprecher in Deutschland, die sagen unser Handwerk soll auch erhalten bleiben und deshalb wollen wir nicht das im Grunde alles jetzt hier von Netflix und so mit KI zur Verfügung gestellt wird.

00:22:17: auf der anderen Seite stehen natürlich die Künstlerinnen selbst, die vielleicht auch ein Interesse daran haben dass ihre eigenen Stimmen in anderen Sprachen zu hören sind weil es einfach nochmal bisschen was von der Persönlichkeit eben ist ne?

00:22:27: Und das finde ich ein superspannenden Konflikt.

00:22:29: Hab ich so noch nicht gesehen?

00:22:30: Da müsste man mal irgendwie Adressieren auflösen.

00:22:33: Das

00:22:33: passiert ja auch, also es gibt jetzt zum Beispiel bei Eleven Laps die haben ... Ich will nicht lügen, aber ich glaube, elf Tausend, die du nutzen kannst und das sind zum Teil natürlich synthetisch hergestellte Stimmen, aber du kannst deine eigene Stimme zur Verfügung stellen und alle natürlich, die jetzt gerade in dieser Krisensituation sind überlegen sich auch wie kann ich meine Ressourcen monetarisieren was total Sinn macht?

00:22:55: Ich glaube einfach, wie können wir schaffen, dass alle beteiligt sind?

00:23:00: Weil wir haben die Ressource dann nur einmal.

00:23:02: Ja klar!

00:23:02: Dann ist sie weg.

00:23:03: Ich glaube das Ganze wird natürlich noch schwieriger wenn es um Kinder und Jugendliche geht.

00:23:06: Also wenn du jetzt ansprichst, dass ihr da Datenbanken habt, gerade während Corona irgendwie mit den... mit den E-Castings, dass du gesagt hast, angefangen habt.

00:23:14: Dass man die entsprechend schützt?

00:23:16: Wie sieht das aus mit so nachträglicher Bearbeitung?

00:23:19: Es gab ja irgendwie diesen Indiana Jones Film der Aktuelle wo er auch ... Also Harrison Ford wurde im Nachhinein ein bisschen jünger gemacht.

00:23:27: Hatten wir an anderer Stelle hier auch schon wurde damals dann auch gesagt, es sah total schlecht aus und so.

00:23:31: Aber das sind ja auch Möglichkeiten, die wir gerade haben oder?

00:23:35: Ich hab genau diesen Fall auch.

00:23:37: Er muss einfach vorstellen, Finanzierung eines Films dauert in Deutschland zwischen ein bis sechs, sieben Jahren.

00:23:44: Es gibt Leute die dann erst nach zehn Jahren ihren Film machen können weil Entwicklungsprozesse, Finanzierungsprozese ist für mich aus einer Theaterwelt kommen wo man sechs Wochen fünf Stück hat.

00:23:52: es utopisch gewesen.

00:23:53: ich dachte was macht ihr da?

00:23:55: Und inzwischen ist das zum Teil für mich auch eine Realität dass sich ja Projekte ab die schon sehr lange liegen und man guckt halt was man gerade finanziert kriegt Indiana Jones mit der Verjüngung.

00:24:04: Deswegen, ich arbeite viel mit Kindern und Jugendlichen die Altern.

00:24:07: Ja klar!

00:24:09: Und möchten natürlich trotzdem weiterhin diese Rollen behalten.

00:24:12: Ich schreibe in die Verträge am Anfang immer rein.

00:24:15: Ihr habt das erst recht darauf

00:24:16: usw.,

00:24:17: aber passt das dann noch?

00:24:18: Wie kann ich den Leuten mitnehmen?

00:24:19: Ich finde es superinteressant, aber ich verstehe halt alle Bedenken.

00:24:22: also wenn ich mir vorstelle meine eigenen Kinder würden dann und so weiter... Also ich glaube Die allerwichtigste Entwicklung wäre, dass die großen Player, die großen Sender und Broadcaster, für diesen ganzen Bereich wirklich da die Poleposition einnehmen.

00:24:38: Und sich sagen wir gestalten die Verträge, wir setzen Standards.

00:24:42: Weil dann ist es für alle anderen auch leichter.

00:24:44: Es müssen einfach Regeln gesetzt werden?

00:24:47: Ja.

00:24:47: Klar kann man das amerikanische Modell fahren zu sagen, wir machen einfach mal den Schaden... Das kriegen wir dann schon irgendwie hin wenn wir erst einmal die Million gemacht haben

00:24:55: oder

00:24:55: Milliarden.

00:24:55: aber Ich merke halt einfach, da sind wir ja Bürokratie gewohnt.

00:24:59: So sind wer aufgebaut in Deutschland und öffentlich-rechtlichen insbesondere... Wir brauchen Orientierungspunkte!

00:25:07: Und das kann kein kleiner Player irgendwie schaffen, sondern da müssen wir uns irgendwie zusammentun oder jemandem.

00:25:11: Deswegen finde ich es auch so toll mit dem Bordervalag zu sehen.

00:25:14: Das ist ja möglich.

00:25:15: Es ist ja ermöglichter Systeme zu schaffen und das brauchen wir.

00:25:18: Das heißt du würdest dir gerne wünschen dass ihr mehr an einem Strang zieht euch an einen Tisch setzt gemeinsam und guckt was können wir hier ausarbeiten damit wir zum einen die nächste Iteration von Filmschaffenden vielleicht auch mitgestalten können.

00:25:31: Sichern können vielleicht doch erst mal, denn man muss ja sagen am Ende des Tages werden Produktionen deutlich günstiger.

00:25:35: es gibt deutlich mehr Konkurrenten oder Mitbewerber auf dem Markt, die auf Filmproduktion machen Wie in der Wirtschaft auch.

00:25:43: Wenn du sagst, ich möchte diese Technologie nicht nutzen, den man anders wird zu nutzen und dann hast du unter Umständen im Nachhinein das nachsehen.

00:25:50: Also wer nicht mit der Zeit geht, geht mit derzeit oder wie es so schön ist.

00:25:53: Was

00:25:53: ich war total interessant, wenn du weil du sagste, ist deutlich einfacher... Es gibt das Handy jetzt seit Ewigkeiten, wie viele Filme im Handy wurden gemacht.

00:26:01: Also Kinofilme.

00:26:03: In Cannes gab's mal sogar einen.

00:26:04: Es gibt dann wirklich nur so Ausstellungsstücke, weil wer sich am Ende hinsetzt, obwohl es alles geht und trotzdem macht ... Und dann Kunstwerk daraus macht in den Anfangszeiten nicht ein Video-Podcast was alles sehr wichtig und sehr löblich.

00:26:15: aber die Konkurrenz ist gar nicht so groß und dementsprechend wird zwar wahnsinnig viel Masse produziert Aber diese wenigen haben es halt wahnsinnisch schwer durchzusetzen.

00:26:26: Wir hatten im Vorgespräch, glaube ich, drüber gesprochen über so Technologie und Kultur als die Fotografie erfunden wurde.

00:26:30: Ja gab es ja damals durchaus oder soll es durchaus auch Protest gegeben haben von Bildhauern, von diesem ganzen Gewerbe der Malerei und so die gesagt haben wenn man jetzt auf Knopfdruck sowas hier erstellen kann woran wir hier Wochen Monate Jahre sitzen dann entwertet das auch unsere Arbeit total.

00:26:46: Und mittlerweile sind wir an einem Punkt, also keiner würde glaube ich sagen Fotografie hat keinen künstlerischen Anspruch oder hat da irgendwas entwerted von Gemälen?

00:26:53: Das existiert trotzdem parallel nebeneinander.

00:26:57: Glaubst du als Regisseurin, als eine die im Grunde die technische Entwicklung der letzten Jahre dann ja auch irgendwie mitgenommen hat und auch was wirtschaftlich alles verändert hat, glaubst du dass KI-Kunst mit menschlicher Kunst irgendwie ähnlich coexistieren kann wie Fotografi Malerei?

00:27:15: Ich glaube, das ist ja jetzt schon der Fall.

00:27:17: Ich weiß noch, als mir die ersten KI-Musikstücke vorgespielt wurden zum Beispiel in dem Moment wo mir jemand gesagt hat, dass es KI hat sich für mich in mir entwertet.

00:27:27: Total absurdes.

00:27:29: und das gleiche Erlebnis habe ich aber auch.

00:27:30: wenn ich Menschen dieses Projekt gezeigt habe und einige gesagt haben mit KI dann ist es nichts mehr wert.

00:27:38: Was ich mir an dieser Stelle wünsche, diese Aufklärung, dass Leute verstehen dass es ein Tool ist oder viele Tools sind, die Sachen verändern oder vereinfachen.

00:27:45: Aber es nimmt mir nicht ... Die Entscheidung, es nimmt mich nicht das was ich reingebe.

00:27:49: Wenn ich nichts reingeben kann und keine Vision habe kommt nichts raus.

00:27:52: Oder es kommt irgendwas raus und dann ist es Zufall ob es jemandem etwas bedeutet?

00:27:56: Ja

00:27:57: genau also.

00:27:58: Es ist ein schönes Beispiel, weil ich immer wieder daran denken muss dass sich damals bei der Universität der Künste war und so einen Prof gesagt hat.

00:28:05: Da gab es gerade neue... Ich glaube Udo und Suno waren gerade relativ neu und alle haben mit KI Musik experimentiert.

00:28:11: und er sagte Er wollte mal neue Musikstücke schaffen oder Mergen Und hat dann im Grunde deutsche Countrymusik erfunden mehr oder weniger.

00:28:18: Aber es gibt keine deutsche Country-Musik Also sehr wenig.

00:28:20: und er sagt er wollte sich das mal anhören und hat so viel Spaß dann gefunden Dass sie sich irgendwie wohl zwei Alben produzierte damit und gesagt hat ich höre die jetzt auch in meinem privaten Umfeld.

00:28:28: Das führt mich immer wieder zu der Frage, was passiert wenn wir Kultur überindividualisieren?

00:28:33: Wenn wir demnächst sage ich mal auf den Weg zur Arbeit Spotify AI hören beispielsweise.

00:28:37: Dann kommt Musik die auf Grundlage unserer Vorlieben, die ja Spotify kennt einfach jetzt gerade generiert wird.

00:28:44: vielleicht hängt das auch irgendwie so ein bisschen mit unserem Social Media zusammen.

00:28:48: dann er hat schlechte Laune.

00:28:49: also machen wir vielleicht irgendwie solche Musik und solche Und dann werden ganze Bands geschaffen die für uns individuell zählen.

00:28:55: Wenn wir weitergehen auf das Film Thema ist dann, wir kommen ja nach der Arbeit nach Hause haben Spotify einer Bahn gehört und setzen wir uns auch sofort machen Netflix Eier an.

00:29:03: Und sagen hey ich hätte irgendwie Lust auf eine Kinderserie mit denen und den Schauspielern.

00:29:11: aber halt vor zehn Jahren also verjüngen die mal das ganze Filmmusik von Hans Zimmer.

00:29:16: Achtzig Minuten Romcom Happy End generieren mal und wir gucken es dann.

00:29:21: Oh, jetzt kommt's.

00:29:22: Schloss A. Einstein.

00:29:24: Ja,

00:29:24: Schloss Einstein!

00:29:26: Ich

00:29:26: hab ein Lauf heute mit dem dummen Wort mitzulitzen.

00:29:28: Danke.

00:29:29: Genau also wie siehst du das?

00:29:32: Wenn KI tatsächlich mal abunabhängig von der professionellen Ebene auf der du dich bewegst tatsächlich auch immer mehr ins Wohnzimmer kommt und wir alle in der Lage sind das Ganze zu bedienen weil da geht es ja gerade massiv hin.

00:29:44: Ich glaube auch, dass das auf jeden Fall stattfinden wird.

00:29:46: Ich glaube trotzdem, dass es da Heavy-User innen gibt und andere die das überhaupt nicht brauchen oder wollen.

00:29:52: ich glaube, dass wie viele andere Themen Hype ist und sich dann abnutzt weil ich möchte mich nicht jeden Tag im Bridgeten sehen.

00:29:59: also vielleicht doch aber vielleicht auch nicht oder wie ich als kleine Einstein-Version gewesen wäre, als Schülerin in dem Kosmos keine Ahnung.

00:30:07: Ich glaube das die Neugierde darauf verschwindet und ich kann mir trotzdem vorstellen dass es auch da einen Education Effekt gibt.

00:30:13: also wenn ich mir vorstelle dass ich Hidden Figures ein ganz toller Film aus den USA um die ganze technologische Entwicklung ging wie Datensätze von schwarzen Frauen damals gelocht wurden, die ersten Programmierungen.

00:30:27: Wenn ich mir vorstelle ... Ich kam mich als schwarze Frau, die vielleicht kein Vorbild hatte.

00:30:30: Ich kann mich selber oder meine Mutter da sehen in diesem Film und das motiviert mich anders.

00:30:36: Das finde ich ein total spannender Newcase.

00:30:38: Also ich glaube es gibt einfach so wie bei Sovielem, es gibt beide Seiten.

00:30:43: aber ich glaube nicht dass das sozusagen Regie- oder Filmen

00:30:47: usw.,

00:30:47: oder das künstlerische Handwerk unsere Branche verschwindelässt sondern wir transformieren uns

00:30:52: Wir transformieren uns.

00:30:54: Glaubst du denn, dass es... dass Kultur überhaupt individuell funktionieren kann.

00:30:58: Das ist so eine Sache, die ich immer mit Kulturschaffeln besprechen.

00:31:02: Die Frage wo ich herkomme, also wir brauchen wir nicht irgendwie Referenzen?

00:31:07: wenn wir uns jetzt über Tim Burton unterhalten oder wenn wir zusammen auf dem Konzert sind und dann Fieberstum mit tausenden Leuten mit ist das nicht das was Kultur am Ende für uns dann auch interessant macht?

00:31:15: Und wenn wir es überindividualisieren und sagen okay wir hören unsere eigenen KI-generierten Bands und gucken unsere KI generierten Filme, die wir aber mit niemandem teilen und besprechen können funktioniert Kultur dann überhaupt noch?

00:31:26: Ich glaube total, auch wenn das überhaupt nicht mein Ziel oder meinen Anspruch wäre.

00:31:34: Also bei diesen ganzen individualisierten Projekten, zum Beispiel wird es mit Sicherheit ja immer auch Referenzpunkte geben.

00:31:39: Ob das jetzt ist ich im Einstein-Kosmos oder... Ich glaube, dass geht nicht ohne die Kulturreferenzen.

00:31:46: Weil das sind die Magen und die IPs, die wir geschaffen haben, unsere Erbe sind wo sich alle gerade drauf stürzen weil das die Sicherheit ist?

00:31:53: Wo wir uns sicher fühlen können.

00:31:54: dann können wir uns darin individualisieren.

00:31:57: Ich glaube aber auch, ich weiß nicht wie es dir geht.

00:31:59: Ich habe früher Musik geschrieben für mich die heute für mich was bedeutet.

00:32:02: Die hab' ich noch nie jemandem gezeigt und die macht was mit mir jetzt!

00:32:06: Und ich glaube das Kunstwerke auf einen Menschen wirken können auch ohne die anderen und dass das eine absolute Berechtigung hat.

00:32:13: Ich glaub da gibt's nicht das ein oder das andere sondern kannst du dich drauf einlassen ja oder nein?

00:32:17: Cool.

00:32:18: Das ist finde ich die erste wirklich gute Antwort die ich auf diese Frage gehört habe.

00:32:22: vielen lieben Dank.

00:32:24: Hast du noch zum Schluss vielleicht etwas, was wir vergessen haben?

00:32:28: Etwas, was du noch dringend ansprechen möchtest.

00:32:30: Bestimmt

00:32:31: aber es fällt mir nicht ein!

00:32:32: Dann macht das soweit nichts und kann ich nur sagen Franziska Pullmann liebe Zubehörende wenn ihr aus der Kreativbabel, aus der Filmbubble kommt man kann dich erreichen.

00:32:43: ja setzt euch gerne an einen Tisch und versucht eine Lösung für alle zu finden.

00:32:46: Ich glaube wir profitieren alle.

00:32:47: Nicht nur die kulturschaffenden profitieren davon wenn sie mit an einer Lösung arbeiten, sondern tatsächlich auch die Konsumenten.

00:32:56: Diejenigen, die jeden Tag von dieser Kultur profitieren und sich diese Kunst gerne angucken... Auch die werden sich mit Sicherheit freuen wenn da vielleicht mehr Diversität am Ende vielleicht entsteht weil man eben nicht mehr auf die großen Geldgeber angewiesen ist Wenn es mehr Nischenprojekte gibt, die man dann eben auch in höherer Stückzahl produzieren kann.

00:33:16: ich glaube Es gibt eine ganze Menge positive Dinge, die wert sind mal unter die Lupe zu nehmen.

00:33:22: Franziska Pohlmann macht das schon und hält die Lupe.

00:33:26: Ich danke dir, genau ich glaube wir müssen dahin gucken wo es schön ist weil dann multiplizieren wir das

00:33:32: besser.

00:33:32: könnte man diese folge nicht abschließen?

00:33:34: vielen lieben dank dass du da warst und ja bis zum nächsten dienstag.

00:33:44: Ja, Leute.

00:33:45: Ich hab mich noch mal selbst gefactcheckt.

00:33:47: Ich musste dem auf den Grund gehen.

00:33:48: Zwecks Militär und Equipment Line und Beratungen so.

00:33:51: Und tatsächlich war das ein relativ großes Thema bis in die zehner Jahre eigentlich, dass man sich Beratung, Equipement, Logistik usw.

00:33:59: vom Militäre geliehen hat bzw.

00:34:03: bekommen hat.

00:34:04: Im Gegenzug wurden Drehbücher dann auch angepasst.

00:34:07: Es gibt so ein paar bekannte Beispiele aus der Filmgeschichte, in denen das verweigert wurde unter anderem Jarhead wo der Regisseur aus sagte, das Ganze sei ohne Militärhilfe ausgekommen oder Apocalypse Now.

00:34:20: den Klassiker, wo man dann tatsächlich auf fremde Militärs zurückgegriffen hat um einfach das Equipment zu bekommen.

00:34:27: Mittlerweile ist es tatsächlich so dass auch dank der neuen Technologie, Dank der neuen technik wie CGI und so weiter immer eine weniger große Rolle spielt.

00:34:36: also es ist mittlerweile auch machbar.

00:34:38: cooles Beispiel eigentlich dafür dass Technologie auch für Unabhängigkeit sorgen kann im Plot und in der Ausgestaltung von Kunst und Kultur.

00:34:47: bleibt mir noch am Ende übrig.

00:34:49: haben wir das auch geklärt?

00:34:50: ja Bleibt mir doch am Ende übrig, mal vielleicht hier mit meiner Lieblingskollegin so ein bisschen was durchzuspielen.

00:34:56: Ich habe mir überlegt liebe Kolleginnen wir werden einen Filmklassiker zusammen einsprechen.

00:35:02: Na das nenne ich mein Plan!

00:35:04: Dann such dir schonmal einen Klassiker aus, ich wärme meine digitale Stimme auf und wir lassen die Dialoge schillern.

00:35:10: Okay pass auf ja ich fange an du führst den Dialog fort.

00:35:14: weißt Du wie sie den Quarter Pounder in Paris nennen?

00:35:18: Na klar, sie nennen ihn Royal mit Käse.

00:35:21: Und jetzt mal ehrlich... Willst du etwa über das metrische System philosophieren oder einfach weiter coole Filmzitate raushauen?

00:35:29: Ja, du hast es mit dem Dialog glaube ich nicht verstanden!

00:35:32: Du hättest Nähe sagen sollen und ich hätte die erklären sollen dass Royal US Cheese heißt und dir dann erklären sollen das ist wegen dem metrischen Vollkommen egal!

00:35:42: Du bist kein Pip-Fiction Fan habe ich schon verstanden.

00:35:44: wir hören uns nächsten Dienstag wieder Oder am Freitag, wenn ihr mögt.

00:35:49: Zur Snackbox bis dahin!

00:35:50: Ciao

00:35:58: ciao!

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