Netflix-Boykott der Synchron-Sprecher*innen
Shownotes
Darf KI Kunst ersetzen? In dieser Folge von „Kollegin KI“ begrüßt Podcast-Host Max Mundhenke den profilierten Schauspieler und Synchronsprecher Sascha Rotermund. Bekannt als deutsche Stimme von Stars wie Pedro Pascal und Benedict Cumberbatch, gewährt Rotermund einen tiefen Einblick in eine Branche im Umbruch. Seine zentrale These rüttelt auf: Echte Kunst lebt von menschlicher Unberechenbarkeit und Fehlbarkeit – KI hingegen liefert nur leblose, berechnete Daten. Er klärt auf, warum er aktuelle Netflix-Verträge zum KI-Training konsequent ablehnt und weshalb das Klonen verstorbener Legenden wie Hans Clarin Gefahren birgt. Eine packende Debatte über den unschätzbaren Wert der menschlichen Stimme.
Das sind die Themen dieser „Kollegin KI“-Episode mit Sascha Rotermund:
Netflix und KI-Training: Warum neue Vertragsklauseln des Streaming-Riesen die Synchronbranche dazu zwingen, sich zwischen rechtlicher Absicherung und der bedingungslosen Freigabe der eigenen Arbeit für maschinelles Lernen zu entscheiden. Das menschliche an Kunst: Weshalb die wahre Magie kreativen Schaffens in der menschlichen Fehlbarkeit liegt und wieso rein datenbasierte Produktionen die Kultur unweigerlich in eine sterile Langeweile treiben. Ethische Herausforderungen: Welche unvorhergesehenen Gefahren es birgt, wenn verstorbene Legenden per Algorithmus als Stimmenklon wiederbelebt werden, statt dem Publikum echten Raum für nachwachsende Künstler zu lassen.
Gefahr durch Beliebigkeit: Wie eine ungebremste Überindividualisierung von Kulturangeboten die traditionellen Gemeinschaftserlebnisse bedroht und den Markt mit unendlicher, austauschbarer Massenware überschwemmt.
Wirtschaftlicher Boykott als Zeichen: Warum das Verweigern von KI-Klauseln durch prominente Sprecher zwar nicht den technologischen Fortschritt aufhält, aber ein unverzichtbares Signal an das Publikum und die Industrie sendet.
Foto: Steven Haberland
Der Chatbot zur Folge: https://bio.to/KolleginKI_Chatbot
Mehr zu Sascha auf seiner Website: https://sascharotermund.de/home/
Netflix aktuelle Guideline für Synchronisationen: https://partnerhelp.netflixstudios.com/hc/en-us/articles/10214194386963-Guiding-Principles-German
Mehr zu Max bei Linkedin: https://www.linkedin.com/in/tomkraftwerk
Produktion: Podstars by OMR
Transkript anzeigen
00:00:02: Liebe Leute, vielleicht habt ihr den Film Herr gesehen.
00:00:07: Also über zehn Jahre ist das her, dass dieser Film in die Kinos kam und wurde tatsächlich auch mit einem Oscar ausgezeichnet.
00:00:14: Der Plot ist ungefähr der.
00:00:16: Ein einsamer Kerl verliebt sich in ein hochentwickeltes künstliches intelligentes Wesen also im Grunde Betriebssystem.
00:00:24: Und dieses Betrieb System Samantha hieß es im Film wurde damals von Scarlett Johansson gesprochen Und wir wissen aufgrund von verschiedenen Tweets von Sam Altman, dass er ein Riesenfan von diesem Film ist und als Open AI angefangen hat, Voice mit einzubauen in seinen ChatGPT.
00:00:44: Da dachte man erst ... Das klingt so ein bisschen wie Scarlett Johansson.
00:00:48: Es kam raus, dass Sam Altmann sie offenbar im Vorfeld gefragt hat, ob man ihre Stimme nicht verwenden könnte auch aufgrund dieses Films.
00:00:56: Das wäre ja ziemlich episch gewesen.
00:00:57: Scarlett-Johansson hat aber gesagt, nee, mach ich nicht!
00:01:00: Und dann klangen die Stimme doch verdächtig nah an ihrer Stimme, was zu tatsächlich einem Aufschrei geführt hat und eben zu diversen Posts von Anwältinnen von Scarlett Johansson.
00:01:12: Heute hat sich das Ganze so ein bisschen gelegt.
00:01:15: Die Stimme Sky hieß, die wurde eingestellt und es soll jetzt in eine etwas andere Stimme dann irgendwann umgesetzt worden sein.
00:01:21: Ich finde, es klingt immer noch verdächtig nach Skala-Chohenzen aber das war der erste Punkt an dem es ein bisschen um das Recht an der eigenen Stimme in diesem KI Zeitalter ging.
00:01:32: Und darüber möchte ich heute mal mit jemandem sprechen, der nicht nur Experte für Stimmen ist sondern tatsächlich auch ja selbst Synchronsprecher Geld verdient und ich freue mich ganz besonders auf Sascha Rotermund, der heute hier zu Gast ist.
00:01:48: Ihr kennt seine Stimme vielleicht von diversen Hollywood-Produktionen.
00:01:50: Können wir gleich mal darüber sprechen?
00:01:52: Ihr hört Kollegin
00:01:53: K.I.,
00:01:53: Ich bin Max Mundhenke.
00:01:54: Hallo Sascha!
00:01:59: Sascha, du hast – vielen Dank, dass Du die Zeit genommen hast.
00:02:01: Du hast unter anderem Pedro Pascal gesprochen.
00:02:04: also wer Last of Us gesehen hat zum Beispiel dem könnte die Stimme jetzt hier bekannt vorkommen.
00:02:09: Hast Du so eine Signature-Aussage?
00:02:12: Aus The Last Of Us gibt es keine wirkliche Signature Aussage.
00:02:14: aber in Pedro Pascal ist ja auch der Mandalorianer der gerade im Kino ist, er sagt dann gerne so Sachen wie ich kann Dich warm oder auch kalt ausliefern.
00:02:23: das ist der Weg Wobei er natürlich immer noch den Helm quasi dann aufhat.
00:02:29: Dann ist die Stimme noch ein bisschen blechanalogischerweise dadurch, aber ja der hat so wie man heute sagt ikonische Sprüche.
00:02:37: Ja, sehr schön.
00:02:38: Du hast unter anderem auch eine ikonische Serie synchronisiert und zwar Dr.
00:02:42: House.
00:02:43: Hab ich vor kurzem erst mal wieder gesehen die acht Staffeln bei Netflix wo es heute auch ein bisschen rumgehen wird.
00:02:49: Und
00:02:50: so warst du Dr.
00:02:51: Chase in der Serie gesprochen?
00:02:54: Und du sagtest im Vorgespräch schon damit hat alles angefangen.
00:02:56: Magst du dich vielleicht einmal vorstellen und erklären was du machst, woher du kommst?
00:03:00: Also ich bin Sascha Sacher-Rotermund.
00:03:03: Ich lebe heute in Berlin.
00:03:05: Ich bin Schauspieler von Beruf und zum Schauspieler-Beruf gehören verschiedene Dinge, Bühne, Kamera und natürlich auch das Mikrofon.
00:03:12: Es hat mich früh interessiert eben auch das mikrofon.
00:03:14: ich war auch ein Hörspielfan und ich fand es auch interessant in meiner Kindheit schon.
00:03:18: Ich habe hier gerade auf einem Hörspiel oder in einem Höhrspiel habe jetzt eine Stimme gehört.
00:03:23: Ich mach den Fernseher an und dann erkenne ich die plötzlich als Magnem wieder.
00:03:27: Und dann dachte ich, das ist natürlich toll!
00:03:28: Meine Eltern haben mir das damals so erklärt.
00:03:30: Das sind Schauspieler, die machen das eben auch in ihrem ganzen Berufsleben.
00:03:35: Das hat mich früh interessiert und so hat mein Weg mich dann früh vor die Mikrofone gezogen.
00:03:40: Und schönerweise hat man mich gelassen.
00:03:43: Da ist heute einiges passiert... Die bekanntesten Kollegen, denen ich heute meine Stimme leihen darf sind Benedict Cumberbatch.
00:03:52: eben Pedro Pascal ist ja zurzeit die ganz große Nummer.
00:03:56: dazu gehört der John Hamm.
00:03:58: your friends and neighbors is gerade online und eben Madman war das große Ding.
00:04:02: es gesellen sich noch ein paar dazu und ganz interessant und über den werden wir mit Sicherheit heute auch noch sprechen ist der französische Schauspieler Omar Sy bekannt aus dem Film ziemlich beste Freunde oder eben aus der Netflix-Serie Lüper.
00:04:15: Sehr spannend, wissen viele nicht.
00:04:17: Aber Synchronsprecherinnen sind in der Regel ausgebildete SchauspielerInnen.
00:04:21: Das ist
00:04:22: eine absoluten Regel natürlich!
00:04:24: Also wenn man an die Sechziger-Siebzigerjahre zurückging oder vielleicht noch früher... Die amerikanischen Filmproduktionsfilmen suchten einen Weg, ihre Filme ins Ausland zu bringen.
00:04:33: Und da gibt es ganz folgte Beispiele.
00:04:35: das beispielsweise Stan Laurel und Oliver Hardy.
00:04:37: die haben ihre Filmer komplett nochmal gedreht mit geradebrechtem Deutsch, mit gerade brech dem Italienisch und ich weiß nicht auf was wir sprachen noch.
00:04:44: Das ist wirklich aufwendigerweise versucht worden.
00:04:47: Es gibt auch noch Filme von zusehen oder Ausschnitte von zu sehen und dann hat man irgendwann gemerkt dass funktioniert nicht.
00:04:52: Dann ist einer auf die Idee gekommen Wir machen mit deutschen oder eben ausländischen Schauspielern Machen wir die Tonspur neu und so ist das alles entstanden.
00:05:01: Da gehörte früher Günter Pfitzmann dazu, da gehörten Wolfgang Gruner dazu.
00:05:06: Harald Junke gehörde dazu, Sigmar Solbach also ganz viele Gesichter die man aus dem Fernsehen kam.
00:05:12: bitte entschuldigt liebe Damen dass mir jetzt gerade Renate Küster also es sind ganz ganz viele wirklich auch bekannte Schauspielerinnen Ute Willing die wir alle aus dem fernsehen kannten und deren Stimmen wir dann gehört haben.
00:05:27: Alles Profi-Schauspieller ja Alles
00:05:28: pro W-Shot-Spiel und tatsächlich auch eine relativ große Szene beziehungsweise Professionalität, die gerade im deutschsprachigen Raum vorherrscht.
00:05:37: Also Synkronsprecherinnen sind im Grunde in Deutschland relativ gut vernetzt.
00:05:42: es gibt ne ganze Menge und es gibt sehr hochwertige Produktionen.
00:05:45: wenn man mal irgendwie ins europäische Ausland gefahren ist quasi in den Niederlanden oder auch in Skandinavien dann hat man häufig in Kinos eben die Original mit Untertiteln.
00:05:56: also man hört die Filme meist eben im amerikanischen Englisch und hat dann in den lokalen Sprachen die Untertitel.
00:06:04: In Deutschland ist es in der Regel nicht so, denn alle Produktion oder die großen Werden in Deutschland tatsächlich auch synchronisiert mit deutscher Sprache.
00:06:11: Das hat was damit zu... das hatten wirtschaftlichen Hintergrund.
00:06:14: in Skandinavien und auch in den Niederlanden beispielsweise sind die Sprachen nicht so weit verbreitet.
00:06:19: Deutschland ist ein sehr, ein wohnerzahlstarkes Land.
00:06:23: dazu kommen Österreich und die Schweiz.
00:06:24: So da hat man das plötzlich dass sich das dann wirtschaftlich einfach auch gelohnt hat.
00:06:28: Und deswegen kann man zum Beispiel sehen die Franzosen synchronisieren Die Spanier haben einen Riesenmarkt alleine mit Lateinamerika Russlands synchronisiert.
00:06:36: Da hat sich heute auch ganz viel getan.
00:06:38: Es gibt immer diese berühmten Beispiele von unseren lieben Polnischen Nachbarn, wo man irgendwie nur einen kommentarsprecher da drüber gelegt sozusagen hörte.
00:06:46: Der Originalton ist runtergefahren und ein Sprecher auch ohne jede Haltung und ohne jede Inspiration oder Emotion übersetzt dann quasi die Texte.
00:06:55: das macht natürlich keinen Spaß.
00:06:56: aber ich glaube soweit ich weiß hat sich auch da was getan.
00:06:59: die Italiener synchronisieren die Japaner.
00:07:01: also es ist schon ein sehr weltweit auch ein weltweites Phänomen und nicht nur ein deutsches.
00:07:07: Danke für die Einordnung, jetzt hattest du das schon angesprochen mit der Wirtschaftlichkeit.
00:07:11: Wir sprechen hier im Podcast ja regelmäßig mit Menschen und Fragen wie KI ihre Arbeitswelt beeinflusst?
00:07:18: Vielleicht fange ich mit der Frage einfach auch mal an inwiefern beeinflußt KI deine Arbeitswelt gerade?
00:07:24: Meine Arbeitswelt ganz konkret beeinflust sie eigentlich nur dadurch dass ein erster Film- und Fernsehproduzent in diesem Fall Netflix Verträge vorgelegt hat.
00:07:37: Dieser Vertrag formuliert zum ersten Mal eigentlich ja auch ein ganz gut gemeinter Ansatz.
00:07:42: Wir haben das Thema KI, irgendwas wird damit passieren?
00:07:46: Können wir versuchen das für ihr mit euch Schauspielenden irgendwie in eine Form zu gießen dass das für uns alle eine gewisse Sicherheit birgt?
00:07:54: Weil es immer heißt, im Hintergrund wird schon heimlich... Du hast eben die Geschichte von Scarlett Johansson erzählt.
00:08:00: Im Hintergrund werden die Kis angelernet und so weiter.
00:08:05: Und jetzt sagen wir, nähen wir Gießen das zusammen mit der Schauspieler-Gewerkschaft in eine Form, in einem Vertrag.
00:08:11: Der sieht folgendermaßen aus ... darf Netflix seine KI trainieren.
00:08:24: Das ist der Input, aber es gibt auch den Output und wenn es zum Fall des Outputs kommt, ist Netflix verpflichtet sich bei uns allen zu melden und dann zu fragen aha wir würden jetzt was auch immer damit tun.
00:08:36: erstens dürfen wir das?
00:08:37: zweitens was kostet dass?
00:08:39: grundsätzlich erstmal ein ganz guter Ansatz.
00:08:41: wenn man aber so wie ich persönlich so eingestellt ist und sagt in allen künstlerischen Bereichen Ich will nicht das Fass aufmachen ob Synchronisation wirklich nützt
00:08:50: Kunst
00:08:51: ist oder nur eine Kunstform und so.
00:08:54: Aber ich sage nur, während den Anfängen bin ich persönlich der Meinung, ist künstliche Intelligenz das was die Kunst quasi nicht mehr Kunst sein lässt?
00:09:06: Dann ist es irgendwie zusammengerechnet aus Daten, die da sind.
00:09:10: Das kann für uns im Alltag möglicherweise funktionieren, das kann vielleicht sogar einigermaßen klingen.
00:09:15: Es ist aber etwas, was ich persönlich einfach grundsätzlich nicht möchte.
00:09:20: Ich für mich persönlich ablehne, ich verurteile niemanden der sagt das ist für mich völlig okay und eigentlich ist es doch ganz prima!
00:09:25: Ich kann mich doch jetzt entscheiden ob das dann benutzt wird oder nicht wobei ich dann gleichermaßen frage wenn ich jetzt schon weiß dass es nicht benutzt werden soll warum habe ich jetzt nicht die Möglichkeit vorher schon zu sagen bitte trainiert einfach nicht damit wer weiss wo's denn wer weiß wo dann die Daten dann alle landen so um.
00:09:43: das hat mich insofern betroffen Als dass ich jetzt für den Anbieter Netflix meine Zusammenarbeit absage beziehungsweise sage, es tut mir wahnsinnig leid aber ich unterschreibe diesen Vertrag so nicht.
00:09:53: Können wir das irgendwie anders regeln?
00:09:56: Das ist aber für mich persönlich im Augenblick das einzige.
00:09:59: bei mir sind... Es geht nicht um Arbeitsabläufe oder irgendwas anderes wo man KI als Tools wirklich benutzen könnte.
00:10:05: Ich bin nicht bei den Autoren.
00:10:07: beispielsweise Für mich als Schauspieler oder im Synchron auch als Regisseur betrifft es das ansonsten noch nicht.
00:10:14: Okay, vielen Dank erst mal für die Einordnung.
00:10:17: Ist ja durchaus ein bisschen differenziert, was Netflix da anbietet als das, was man im Grunde eher in Social Media hört?
00:10:24: Mir geht es so, dass ich in meiner Bubble häufig dann entsprechend die Share-Pix sehe.
00:10:28: wo heißt Netflix?
00:10:29: Clout Stimmen von SchauspielerInnen oder von Sohn KronensprecherInnen...
00:10:33: Man muss das schon genauer beleuchten richtig!
00:10:35: Aber Netflix macht im Grunden ein Angebot.
00:10:39: Ja.
00:10:39: also wenn ich es durchverstanden habe, wo du aber sagst auf dieses Angebot gehe ich nicht ein.
00:10:44: Was wäre denn so ein Angebot, was für dich funktionieren würde?
00:10:47: Das Angebot das für mich funktioniert ist dass ich im Vorhinein schon entscheiden darf.
00:10:53: Möchtest du das mit deiner Arbeit an der KI trainiert wird oder nicht?
00:10:57: und hier wird halt vorausgesetzt die KI darf trainiert werden damit auch wenn wir noch nicht wissen ob wir im Endeffekt damit etwas machen können.
00:11:04: es muss vorher passieren und dann kommt dann kommen die nächsten Schritte.
00:11:08: möglicherweise ja okay ich gebe es raus frei, aber lass uns mal konkret besprechen.
00:11:16: Erstens wo geht es hin?
00:11:18: Was wird wirklich damit gemacht?
00:11:20: und zweitens ist mir das wert dass ich damit Geld verdiene?
00:11:24: oder wenn ja völlig okay dass man sagt wie hoch müsste das denn eigentlich sein?
00:11:29: und ich bin tatsächlich was Kunst angeht ein solch so strikter Gegner davon dass sich sage Die Summe müsst ihr mir erst mal bieten, dass ich das cool finde.
00:11:40: Jetzt mal ganz abgesehen davon, dass er auch ich natürlich meine Miete bezahlen muss und so weiter.
00:11:44: also das heißt ich habe natürlich hier groß reden solange ich jetzt als Freiberufler kann man vielleicht drei Monate in die Zukunft sehen vielleicht vier sagen kann ja okay im Augenblick ist der Kalender noch einigermaßen gut gefüllt.
00:11:54: Ich weiß nicht was in einem halben Jahr ist.
00:11:56: dem setze ich mich gerade so ein bisschen aus.
00:11:58: aber toll
00:12:00: Du hast das zweite Mal schon angesprochen wegen der Kunst, deshalb würde ich da jetzt gerne darauf eingehen.
00:12:05: Da gibt es ja immer durchaus dieses Gegenargument dass Technologie-Kunst auch immer verändert hat Ja?
00:12:10: Es wird dann gerne so das Beispiel genommen als die Fotografie aufkam Dass da das Bildhauer Gewerbe oder das Malereigewerbe durchaus gesagt haben.
00:12:18: ne Moment damit ist unsere Kunst hier im Grunde zu Nichte gemacht worden weil man mit einem Knopfdruck dank dieser Technologie die Wirklichkeit abbilden kann und Heute würden wir eigentlich gar nicht mehr davon, würden wir es weder der Bildhauerein noch der Malerei ihren künstlerischen Anspruch absprechen.
00:12:33: Wir würden eher sagen Fotografie hat zweifellos als eigene Kunstform sich parallel entwickelt und heute gehen wir wie selbstverständlich auch in Fotografiausstellungen oder Museen die Fotografien zeigen.
00:12:44: Wie würdest du das einordnen?
00:12:46: Im Blick auf Synchronsprecher-Kunst also aus meiner Sicht definitiv eine Kunst Und die ganze Debatte die jetzt gerade stattfindet durch Künstliche Intelligenz.
00:12:56: Hier hat sich eine Technik weiterentwickelt und dadurch ist eine neue Kunstform entstanden.
00:13:01: Aber die Kunst liegt trotzdem bei dem Menschen, der quasi das Auge hinter der Kamera hat... So und dann gibt es natürlich auch sowas wie eine Nachbearbeitung, da kann man dies machen.
00:13:12: Da kann man jenes machen.
00:13:13: aber auch da sehe ich persönlich eine gewisse Grenze.
00:13:16: entweder ist es dann das Spielerei guckt mal hier mit dem schönen Photoshop konnte ich so und zu viel machen.
00:13:20: da kann sich entscheiden ob man das haben möchte oder nicht.
00:13:23: Ich bin da immer schon ein ziemlicher purist gewesen was das angeht.
00:13:27: also da finde ich wirklich Fotokunst ganz großartig wenn ich weiß dass kann die Kamera oder hat man in der fotografie ja häufig das darunter welche Belichtungen drunter geschrieben Film ist benutzt worden und so, sowas finde ich dann spannend.
00:13:39: Und dann ist es trotzdem für mich immer noch Menschen gemacht weil bei der Kunst gehört für mich dazu dass ein Mensch eben auch beispielsweise fehlbar ist das dem was nicht gelingt und dadurch möglicherweise oh wow das wollte ich gerade gar nicht erreichen.
00:13:55: ich habe jetzt grade ganz anderes Beispiel.
00:13:57: ich hab gerade gehört über den Song Creep.
00:14:00: da hört man am Anfang wenn das Lied anfängt zweimal so Da, da!
00:14:04: Zwei, zwei so ganz schräge Gitarrenakorde.
00:14:06: Die wohl im Proberaum entstanden sind weil der Kitarist genervt war.
00:14:09: und dann hat man gemerkt das ist genau das Gefühl was wir transportieren wollen.
00:14:12: So, das sind ganz menschliche Geschichten Und künstliche Intelligenz is machinelles Lernen.
00:14:19: Wir haben Daten die zusammengefügt werden von einem Computer.
00:14:22: Das macht es dann halt eben für mich so langweilig an der Stelle.
00:14:27: Deswegen würde ich sagen wenn man so ein Transfer hat das wird natürlich in unseren Diskussionen heute auch häufig gesagt, naja wir sind jetzt halt einfach die Kutschenbauer, die sich angucken wie die Bahn gebaut wird.
00:14:39: Das hat jetzt keinen künstlerischen Hintergrund aber da kann ich trotzdem sagen ja na klar das ist dann der Fortschritt der Menschheit.
00:14:47: Aber wenn hier eine Kunst, die davon lebt vor allem eins zu sein unberechenbar im wahrsten Sinne des Wortes Das jetzt nicht mehr ist, sie ist berechnet und zwar nicht von einem Menschen der auch ein Fehler machen kann oder dem jetzt gerade was für sich bei der Arbeit der Kaffee aufs T-Shirt gefallen ist.
00:15:05: Und deswegen in eine neue Bahn gekommen ist sondern wirklich nur eben aus den Nullen und Einsen und aus Erfahrungswerten zusammen gerechnet worden ist ist es halt einfach nicht mehr da.
00:15:15: Und das ist für mich der große Unterschied, eine Kollegin sagte das neulich die das halt einfach anders sieht.
00:15:19: ja mein Gottes entwickelt sich.
00:15:21: abgesehen davon es kommt ja sowieso und ich will auch mit der Zeit gehen und das will ich auch und ich höre auch immer wieder von denen das kann ja auch ein Tool sein.
00:15:30: und wenn es wirklich nichts anderes als ein Werkzeug wie es die Fotografie gewesen ist weil jetzt ist dieser Fotoapparat da mit dem ich was machen kann Aber ich verfälsche nichts.
00:15:39: Ich bilde etwas ab, was da ist und damit mache ich möglicherweise... Das mache aber ich als Fotografin oder als Fotograf.
00:15:46: Und ja so sehe ich das.
00:15:50: Verstehe ich!
00:15:51: Du hattest es angesprochen mit den Pferdekutschenbauern die jetzt im Grunde zugucken?
00:15:55: wie die Eisenbahn gebaut wird.
00:15:57: Das hat ja durchaus auch wirtschaftliche Hintergründe, um vielleicht mal von der Kunst wegzukommen auf die Wirtschaftlichkeit hinzugehen.
00:16:03: Da hatten wir durchaus auch schon Gäste in dem Podcast hier, die gesagt haben, wir schaffen es jetzt im Grunde neue Produkte viel schneller und kosteneffizienter herzustellen, um sie in so einem Prototypenstatus erstmal zu testen, weil wir einfach nicht mehr soviel Personal brauchen als wir vorher brauchten.
00:16:19: Das heißt, wir können im Grund eine breitere Bandbreite an Produkten Erst mal auf den Markt.
00:16:25: wer von gucken, was gibt es denn da eigentlich für Resonanz?
00:16:28: Bevor wir uns dann dazu entschließen eins dieser Produkte tatsächlich weiter auszuentwickeln.
00:16:33: Und das ist ja in der Film- und Serienbranche glaube ich ganz ähnlich dass eine ganze Menge Pilotfolgen gedreht werden und davon eigentlich nur ein Bruchteil tatsächlich am Ende wirklich in die Produktion übergeht von einer Staffel mehreren Folgen usw.
00:16:46: Wie siehst du das mit dem Blick darauf?
00:16:48: haben wir nicht durch künstliche Intelligenz und durch die Möglichkeit stimmen jetzt auch viel kosteneffizienter, weil weniger Personal muss man ja am Ende sagen.
00:16:57: Eher mal zu testen wie kommt das denn eigentlich an?
00:16:59: und wir testen uns erst mal ran wieder Markt reagiert bevor wir dann gegebenenfalls auch echte Menschen verpflichtend entsprechende Leistungen zu erbringen?
00:17:08: Ich glaube nicht dass auch in diesen Prozessen, dass man da wirklich etwas Beispielhaftes irgendwie produzieren kann auf diese Art und Weise.
00:17:18: Denn also eins ist für mich immer total wichtig Man spricht immer davon, ach guck mal der hat die und die Stimme oder die und Die Stimme klingt so.
00:17:26: Ich kann die coolste Stimme der Welt haben wenn ich damit nichts anfangen kann Wenn ich damit nicht spielen kann, wenn ich eine Geschichte nicht erzählen kann.
00:17:33: Wenn ich nicht weiß wie eine Dramaturgie funktioniert, wie vielleicht eine Spannungspause setze Wie ich meine Stimme wirklich wirklich so einsetze dass auf der anderen Seite ein Gefühl rüber kommt ne Spannung erzeugt wird dann nutzt das überhaupt nichts.
00:17:45: So jetzt kann aber natürlich auch die KI Kann man auch auf den Knopf drücken so bitte sehr ernst Oder was auch immer.
00:17:52: Viel differenzierte natürlich noch, die KI lernt also kann sie ganz viel in diese Richtung lernen.
00:17:58: Dann ist das natürlich möglich.
00:18:00: und dann ist es natürlich auch etwas wo man sagen kann okay für die Marktforschung oder so.
00:18:04: was kann man das erstmal machen?
00:18:06: Es gibt ja auch sowas wie Layout-Aufnahmen, wo sich die Autoren oder Regisseure im Vorfeld das selbst kurz einsprechen nur damit man ungefähr weiß in welche Richtung das geht.
00:18:16: Insofern glaube ich schon, dass das möglich ist.
00:18:21: Ich glaube nicht, dass es zielführend ist, weil nämlich das was da erreicht wird zumindest noch eine ganze Weile lang nicht wirklich in die Richtung führt oder ein Beweis dafür sein kann, dass im Nachhinein auch ganz ähnlich funktioniert wenn es dann mit Menschen gemacht würde
00:18:38: Verstehe Was würdest du denn jetzt sagen, wenn die, sag ich mal, die Original-Sprecherinnen also die Schauspieler in den großen Hollywood-Produktionen jetzt tatsächlich aussagen würde?
00:18:48: Ja wir gehen den Schritt auf Netflix zu und wir lassen unsere Stimmen licensieren.
00:18:53: Da gibt es durchaus erste Initiativen unter anderem von Tom Hanks, die gesagt haben bevor hier irgendwas unreguliert passiert wollen wir das zumindest in irgendwie eine rechtliche Form geben.
00:19:02: Und ja am Ende des Tages muss man auch sagen... Die Frage steht im Raum Inwieweit dürfen Stimmen oder vielleicht auch schauspielerische Leistungen über das Bestehen eines Künstlers hinaus noch Teil von diesem Produktion werden.
00:19:17: Das ist so die große ethische Frage, wenn wir uns Bruce Willis beispielsweise angucken der in extrem vielen Filmen mitgewirkt hat.
00:19:23: Das heißt man hätte rein theoretisch wahrscheinlich ausreichend Trainingsdaten um ihn vielleicht Sag ich mal, mit KI zu klonen.
00:19:29: Jetzt ist Bruce Willis schwer erkrankt.
00:19:32: Das heißt wir können nicht mehr an seiner Kunst teilhaben.
00:19:35: Wäre es im Interesse des Schauspielenden und vielleicht auch des Publikums das entsprechend?
00:19:41: weiterzuführen?
00:19:42: oder wenn wir vielleicht die Frage ein bisschen kleiner stellen und in Lebzeiten bleiben, wenn Pedro Pascal morgen sagen würde ich gestelle meine Stimme so Trainingsdaten zur Verfügung.
00:19:51: Und in Zukunft wird einfach jeder auch niederlanden in Skandinavien und eben in Deutschland, die in Anführungszeichen Originalstimme von Pedro Pascal in der jeweiligen Landessprache hören ohne einen Unterschied zu merken.
00:20:02: was würdest du darauf antworten?
00:20:04: Das ist ja sowieso das Ziel derjenigen, die KI in die Synchronisation einbringen wollen.
00:20:14: Es geht darum, dass in der Zukunft die Originalschauspieler mit ihrer Originalstimme zu hören sein werden.
00:20:20: Das ist total nachvollziehbar.
00:20:24: wenn ich einfach mal wirklich mal das was ich hier so häufig mache Synchronizationen, wenn ich das wirklich mal hinterfrage.
00:20:32: Niemand von den Leuten, denen ich meine Stimme leihe ist gefragt worden ob ich das machen darf.
00:20:37: Da gibt es natürlich die Filmverleiher da gibt es die Redaktionen und so weiter.
00:20:40: Da werden auch Castings gemacht.
00:20:41: Da kommen teilweise auch die Original-Regisseure der Originalfilme wohl gemerkt, die dann auch sogenannte Superweise haben, die um die Welt reisen, die das schon überwachen – das ja!
00:20:49: Aber die Schauspieler selbst wissen gar nichts davon... Ja, die wissen da gar nichts von.
00:20:53: Ich hab auch bis heute noch niemanden getroffen von denen oder mich quasi mit den irgendwie darüber unterhalten können.
00:20:59: darf ich das überhaupt?
00:21:00: geschweige denn hast du's?
00:21:02: Hast du es überhaupt mal gehört?
00:21:05: Ich finde das sehr gut dass ein Tom Hanks oder ich weiß nicht wer noch dabei ist Clooney Merrill Streep dass sie sagen
00:21:10: wir
00:21:12: Wir gießen das genauso ähnlich wie Netflix, auch wir gießen es in eine Form.
00:21:17: So dass wir sagen können, wir haben da aber die Hand drauf.
00:21:20: Das ist lizenziert und dann kann ich mich später noch entscheiden mache ich was damit oder mache ich das nicht?
00:21:24: Aber ich glaube in allererster Linie geht es auch darum zu sagen Stopp bis hierhin und nicht weiter!
00:21:29: Das machen wir, das machen wir nicht.
00:21:30: Dann haben sie nämlich die Möglichkeit Ich bin der Lizenznehmer meiner eigenen Stimme niemand anders Oder auch meine eigene Arbeit Niemand anderes darf das jetzt benutzen.
00:21:40: Diese Frage Es hört jemand einfach nur auf.
00:21:43: Pedro Pascal sagt jetzt beispielsweise, man wird es genug Geld verdient.
00:21:47: ich leg mich jetzt auf die Bahamas den Rest des Lebens und die nächsten zehn Jahre.
00:21:50: viel Spaß guter Reise.
00:21:53: Dann ist das total legitim.
00:21:55: aber dann würde auch ich sagen ja klar das ist jetzt deine Entscheidung.
00:21:59: Ich persönlich würde das für mich nicht wollen.
00:22:01: Das betrifft ja auch das Thema über den Tod hinaus.
00:22:04: Es gibt das berühmte Beispiel der deutschen Kinderserie, da gab es letztes Jahr oder vor zwei Jahren haben sie schon die erste Serie gemacht.
00:22:11: dann kamen der Kinofilmen wo sie quasi einen deutschen Schauspieler-Karberatisten Maxi Schafroth, denen haben Sie das einsprechen lassen so wie das früher Hans Klarin gemacht hat vor dreißig Jahren oder vierzig Jahren was ich in meiner Kindheit gesehen habe.
00:22:25: und dann haben sie durch die KI Dimme sozusagen, den Stimmklang von Hans Klarin darüber gelegt und damit klang jetzt Pumukrü quasi wieder so wie vor vierzig Jahren oder vor fünfzeh... Vor fünfzehn Jahren.
00:22:40: Total nachvollziehbare Idee, alleine Marketing technisch die nächste Generation deren Kinder das heute wieder sehen, die hören diese Stimme!
00:22:47: Das war ja unfassbar großartig.
00:22:49: jeder kannte das und es war auch wirklich wirklich grandios.
00:22:54: und ich muss tatsächlich sagen Ich habe selber reingeguckt, weil mich das natürlich interessiert hat.
00:22:58: Aber es hat mich auch interessiert wie ist die Serie als solche geworden?
00:23:01: und da muss ich sagen... Toll, ganz großartig.
00:23:03: Tolle Schauspieler, tolle Drehbücher, toller Regie also wirklich wunderbar.
00:23:06: Freu ich mich wenn so etwas dann in dieser tollen Art weitergeführt wird.
00:23:10: aber warum ist es nötig die Stimme quasi von Hans Klarin per Computer zu generieren und den Maxi Schafroth der das hervorragend gemacht hat?
00:23:20: Das möchte ich auch sagen Und gar nicht so unähnlich klingt wie das was wir noch von früher kennen.
00:23:27: Warum lässt man das nicht?
00:23:28: So wie es ist war großartigt.
00:23:31: Aber deswegen, der Hans Klarin.
00:23:33: Es heißt immer Ja das sei mit den Erben abgeklärt.
00:23:36: Das ist auch rechtlich.
00:23:38: dann von mir aus alles in Ordnung.
00:23:39: Ich finde es trotzdem schwierig.
00:23:41: Hans Klarín ist ich weiß nicht wann?
00:23:42: vor etwa zwanzig Jahren glaube ich gestorben.
00:23:44: ich will jetzt nichts Falsches sagen.
00:23:45: Der hatte von dieser ganzen Möglichkeit noch keine Ahnung dass sowas irgendwann sein würde und dass man natürlich theoretisch dann sagen kann oh Mensch das is ja eine tolle Idee denn können auch wenn ich tot bin die Menschen noch hören wie ich das machen würde.
00:23:58: Da ist aber ein Fehler dabei.
00:24:00: Wenn es früher hieß, demnächst haben wir Schallplatten und wir können die Stimme von einem toten John Lennon weiter hören dann hören wir John Lennen Aber nichts was ein Computer daraus gemacht hat oder damit gemacht hat.
00:24:09: Und so ist es jetzt mit Hans Klarin.
00:24:11: in diesem fall hat's vielleicht sogar funktioniert weil der Maxi Schafroth so einen tollen Job gemacht hat.
00:24:15: aber
00:24:16: wenn diese stimme Jetzt wie eine leere Hülle wie ne Marionette auf markt liegt Dann kommt möglicherweise eine andere Regie, eine andere Produktion und noch ein und noch einen.
00:24:27: Und auf einmal ist Hans-Klarin wieder überall!
00:24:28: Ja?
00:24:29: Und dann kommt plötzlich die erste Produktion wo es heißt... Da weiß aber diesmal nicht so doll!
00:24:33: So, und dann sind die Leute Hans- Klarin satt und deswegen sage ich wir zerstören Legenden wenn wir sowas machen.
00:24:39: Das sind auch Geschichten wie wir.
00:24:40: Tatsächlich wird es nicht zu weit ausufern, aber zum Leben brauchen.
00:24:44: Das ist das was Spaß macht.
00:24:45: Hans-Klarin kannte früher jeder als ein wunderbaren Schauspieler und einen grandiosen Komedianter.
00:24:50: Und der hatte halt auch diese Stimme.
00:24:52: Der hatte diesen Humor.
00:24:53: Das war so'n quirliger Typ!
00:24:55: Und daraus ist das entstanden.
00:24:56: und jeder wusste das... ...und was heute übrig isst noch dieses kleine... Der Klang der Stimme von dem, was Hans-Klarin damals gemacht hat.
00:25:07: Mehr aber nicht.
00:25:08: und deswegen sage ich immer es gibt zwei Verlierer der eines Hans-Clarine und der Anderes Maxi Schafroth von dem heute keiner etwas weiß und das auch zu Unrecht.
00:25:16: Und wenn wir uns mal von, ich sag mal der Kunst mehr oder weniger verabschieden.
00:25:20: Es gibt es beispielsweise erste Lern-Apps die mit der Stimme Albert Einstein sprechen sollen was dann auch über die Familienstiftung läuft und wo man sagt okay mit der echten Stimme von Albert Einstein zu sprechen.
00:25:32: das könnte gerade Kinder und Jugendliche vielleicht noch einmal motivieren Sachen zu lernen wie würdest du das sehen?
00:25:39: Wäre dass das gleich?
00:25:40: weil das ist ja im sich erstmal keine Kunst sondern es geht ja durch dich Ganz private.
00:25:46: Also da sage ich gerade, das ist ein Spiel Das ist okay.
00:25:48: und wenn das soweit das kann erstes überwacht Und ich behaupte jetzt mal an so einer konkreten stelle Kann man eigentlich auch nicht so wahnsinnig viel falsch machen dann ist es wirklich ach ja kummer so hat der geklungen dass ist Ja das ist ja verrückt auch wenn es nicht hundertprozentig so war.
00:26:03: Ich muss es ein bisschen vergleichen, auch wenn der Vergleich vielleicht hinkt.
00:26:06: als die Navigationssysteme in die Autos kam.
00:26:08: Kam es plötzlich als Gag, dass die deutschen Stimmen-Emitatoren da alles Mögliche eingesprochen haben und man hörte dann Helmut Kohl oder Udo Lindenberg oder Inge Meisel sagen nächste Kreuzung rechts Und das ist ein Witz!
00:26:20: Das is'n Spiel!
00:26:21: So was kann man machen?
00:26:22: Und hier ist es eine schöne Motivation.
00:26:24: also... ...insofern..und da ist auch jemand natürlich schon lange tot.
00:26:28: Da würde ich sagen Ja, in so einem Rahmen Nämlich das Spiel gerne mit, da will ich kein Spielverdäber sein.
00:26:35: Aber wenn es um die Wirtschaftlichkeit geht und dann tatsächlich auch um Kunst zu kopieren bzw in irgendeiner Art durch Technologie zu imitieren, da würdest du sagen, dass ist die Grenze?
00:26:45: Da ist die totale Grenze einerseits wirtschaftlich und das andere was halt eben auch passiert dadurch.
00:26:52: Und deswegen glaube ich auch ist das wirtschaftliche auch ein Pferd wo man auf der anderen Seite wieder runter fällt.
00:26:57: Es entsteht ja eine unfassbare Beliebigkeit Weil alles möglich ist.
00:27:02: Wenn alles möglich, dann ist auch irgendwann alles egal.
00:27:04: Dann ist ja auch alles langweilig und das ist nichts Besonderes.
00:27:08: Alles was irgendwann mal etwas besonderes war.
00:27:10: Auch durch die Geschichte, die dahinter steckte... ...ist nicht mehr da weil wir auf Knobdruck auf alles zugreifen
00:27:15: können.
00:27:17: Ja, wäre eine Sichtweise.
00:27:19: ich spreche gerne von der Individualisierung von Kultur im Rhein von KI.
00:27:23: Also mein Lieblingsbeispiel ist sowas wie... Ja Spotify AI.
00:27:29: also wir sitzen auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn.
00:27:32: Wir hören Spotify und statt dem klassischen Mix der Woche oder den anderen Produkten die sie anbieten gibt es dann im Grunde KI generierte Musik mit eigenen Alben, mit eigenen KünstlerInnen, die auch eigene Geschichten haben, die man dann hört und zwar auf Grundlage seines seines Hörverhaltens.
00:27:48: Also wenn es heißt, okay ich bin irgendwie ein großer Metal und Classic Rock-Fan dass man die beiden Sachen merkt vielleicht neue KI generierte Künstler in den Schaft die dann möglicherweise genau mein Geschmack treffen also vielleicht genau diese Lücke füllen die die Kultur bisher nicht hergegeben hat weil ich im Grunde diese Nische noch nicht gefunden habe weil sie auch nicht wirtschaftlich war.
00:28:10: ja und das gleiche ist nach der Arbeit wenn wir wieder zu Hause sind eben auf dem Sofa sitzen mit Netflix AI wo wir sagen hey auf eine romantische Komödie.
00:28:19: Bruce Willis und ... weiß ich nicht, Sam Altman?
00:28:23: Ja!
00:28:23: Die sollen irgendwie ne romantisch gay Comedy haben.
00:28:26: Musik von Hans Zimmer.
00:28:27: Achtzig Minuten Happy End.
00:28:29: Und generier mal und gib mir
00:28:31: das."
00:28:31: dass wir im Grunde eine Überindividualisierung auch in der Kultur erleben.
00:28:34: Das wäre so ein mögliches Zukunfts-Szenario, wenn das Ganze ungebremst weitergeht.
00:28:39: was dann aber wieder zur Frage führen würde funktioniert Kultur überhaupt in diesem Rahmen noch?
00:28:43: weil wir natürlich auch schon ein paar mal in diesen Podcast glaube ich auch angesprochen ist Thema Sorry Wenn Ich mich wiederhole an alle die es schon gehört haben Aber entsteht Kultur nicht eigentlich genau dadurch dass wir als Menschen gemeinsam Dinge bewerten zusammen auf Konzerte gehen ins Kino Dass wir uns darüber unterhalten austauschen können und damit auch uns identifizieren können?
00:29:02: Ja, mit Sicherheit.
00:29:03: Und ich glaube auch dass das für eine bis zu einem gewissen
00:29:06: Punkt
00:29:08: auch total legitim ist beziehungsweise... Nein!
00:29:11: Ich muss mich korrigieren.
00:29:12: Ich möchte ja niemandem vorschreiben wer was wie zu konsumieren oder auch zu denken oder zu empfinden hat.
00:29:18: Das steht natürlich jedem offen.
00:29:20: und dieses Szenario, was du da gerade gezeichnet hast, ist natürlich auch spannend und bietet etwas und ich habe mich selbst dabei erwischt, Toll, das ist ja schön.
00:29:32: Wer war denn das?
00:29:32: Und dann sagt der Moderator danach nur dass sie es wissen meine Damen und Herren von einer ersten Idee bis zur letzten Ausführung war das ein KI-Song.
00:29:37: Wow!
00:29:38: Habe ich mich bei erwischt.
00:29:40: Ja, richtig.
00:29:41: So
00:29:41: und...
00:29:43: Dann trifft das natürlich trotzdem in dem Augenblick auf meine tiefste innere Überzeugungen.
00:29:48: so auch als Künstler ist immer so ein großes Wort dabei.
00:29:51: Ich lebe in einem künstlerischen Beruf.
00:29:54: Natürlich trifft mich das dann auf eine gewisse Art und Weise, weil ich auf der einen Seite denke, ich möchte das Kunst von Menschen gemacht ist.
00:30:01: Und dass sie unberechenbar ist.
00:30:02: Es sind halt eben auch Jobs nicht unbedingt nur meine, aber der vielen Kolleginnen und Kollegen.
00:30:06: Das möchte ich vielleicht noch mal dazu sagen, das ist die Sache mit denen... mit den von KI generierten Stimmen, Albert Einstein.
00:30:16: Früher wäre das vielleicht auch etwas für einen tollen Stimme-Emitator gewesen.
00:30:19: heute kannst du auf ein Knopf drücken.
00:30:21: wenn ich dir heute Show ansehe sehe ich Friedrich Merz und er macht es mit KI.
00:30:25: früher hätte man dafür auch einen schönen Kabarettisten der hätte damit seine Hundertfünfzig Mark verdient.
00:30:31: so aber dass nur das nur am Rande Es ist tatsächlich
00:30:34: kritisch ja
00:30:36: okay Jeder Mensch soll das für sich natürlich entscheiden.
00:30:41: Und dass es auch unsere freie Marktwirtschaft, das ist auf unserer freien Welt vielleicht, dass man sagen kann gut wir schmeißen das alles auf den Markt.
00:30:48: und Natürlich ist auch etwas dabei wo man selber sagt Das finde ich jetzt gerade irgendwie ganz cool oder ich erwische mich auch dabei Dass ich das jetzt gerade nicht doof finde weil was schönes dabei entstanden ist und wow!
00:30:59: Das ist irgendwie genau das auf das ich gewartet habe.
00:31:01: komm mach's noch mal an.
00:31:03: Das gehört natürlich auch dazu Ja und das sei dem auch gegeben.
00:31:06: das entscheidet am Endeffekt sowieso das
00:31:08: Publikum Exakt.
00:31:09: Und ich glaube, das Publikum kann sich auch an neue Sachen gewöhnen.
00:31:14: Ich mache da gerne das Beispiel... Ich war ein großer Simpsons-Fan wie viele in meiner Generation und als dann irgendwann die deutsche Synchronenstimme von Marge Simpson verstarb und Anke Engelke das ganze übernahm waren am Anfang alle oh Gott!
00:31:27: Das ist doch nicht Marge weil man hat jetzt irgendwie eine andere Stimme.
00:31:30: mittlerweile würde sich glaube ich niemand mehr irgendwie darüber wundern und sagen ja das ist halt die neue Stimme von March Simpson dass es Anke Engelke Cool, zumindest nicht so wahr.
00:31:41: So ist es auch und ich weiß das.
00:31:42: Anker Engelka hat sich damals sehr nach dem Original gerichtet wie Marsch tatsächlich im amerikanischen Original war und sie hatte natürlich dann auf der anderen Seite logischerweise auch ein bisschen ihr Ding draus gemacht.
00:31:53: Es gibt jetzt auch... Der Jürgen Kluckert ist vor ein zwei Jahren verstorben, es muss ein neuer Benjamin Blümchen gefunden werden Ja?
00:32:00: Und auch Jürg Klücker war schon der zweite Benjamin-Blümchen.
00:32:03: in meiner Kindheit war das noch der Schauspieler Edgar Ort, der das gemacht hat auch bekannt als Kojak beispielsweise, deutsche Stimme.
00:32:10: Und ich hab der Firma Kiddings die das produzieren und auch meinem lieben Kollegen Mati Klemm dem habe ich nur dafür gerade dazu gratuliert dass das jetzt einfach nicht per KI ausm Schrank geholt wurde.
00:32:19: oder wir gehen jetzt einfach den Weg weiter.
00:32:21: denen des Publikums gewohnt ist grade bei Kindern ein Publikum wächst nach.
00:32:26: Ich musste daran denken wie plötzlich die Meinzelmännchen so digital waren im Bild und alle so.
00:32:30: oh das ist ja furchtbar So.
00:32:32: es kommt die nächste Generation Kinder die nehmen das an Exakt.
00:32:36: Und wenn es liebevoll gemacht ist, funktioniert das auch!
00:32:40: Ein guter Punkt, um zum Schluss zu kommen und vielleicht noch mal einen Fall zu beleuchten.
00:32:45: Und zwar den von Santiago Cisma, Kollege von dir ja auch Synchronsprecher unter anderem von SpongeBob und von Steve Buschimi.
00:32:55: Und Steve Buskimi, von dem keiner genau weiß wie man ihn ausspricht.
00:32:58: Ja ich
00:32:59: weiß es auch nicht.
00:33:02: Wir wissen den immerhin.
00:33:03: Genau,
00:33:03: Steve Buscini war jetzt in einer Netflix-Produktion und Santiago Cismar als langjähriger Synchronensprecher Hab gesagt, nein ich unterschreibe das nicht und ich gehe dementsprechend nicht den Weg.
00:33:14: Und jetzt wird die Buscini offensichtlich von jemand anderem gesprochen also wird vermutlich dann mit einer neuen Stimme besetzt.
00:33:21: SpongeBob auf der anderen Seite bleibt gleich denn SpongeBob ist keine Netflix-Produktion.
00:33:25: Die Rechte liegen bei Nickelodeon bzw.
00:33:27: Paramount und die haben entsprechend nicht diese Klauseln wie Netflix damit umgegangen ist.
00:33:33: Das führt mich zu der Frage, wie viel bringt es am Ende das auch zu Boykortieren?
00:33:37: Das würde ich dich ganz persönlich gerne fragen.
00:33:40: Wir hatten ja darüber gesprochen, dass sich das Publikum an neue Stimmen gewöhnen kann.
00:33:44: wenn man jetzt als Künstler, als Synchronsprecher und Schauspieler sagt ne das möchte ich nicht mehr sprechen Dann kommt einfach jemand anderes.
00:33:52: Das ist diese typische Waffenhändlerargument, ne?
00:33:54: Wenn ich es nicht mache, dann macht es irgendjemand anders.
00:33:56: Aber wie siehst du das mit der Verantwortung die man im Grunde als Künstler auch hier hat und wie kann man die umsetzen?
00:34:04: Und damit vielleicht nochmal auch diese letzte Frage... Wie geht es in der Zukunft weiter?
00:34:10: Finden wir da eine Lösung, an der alle zufrieden sein können.
00:34:14: Netflix, weil sie möglicherweise Kosten sparen.
00:34:17: Die Synchronsprecherbranche in Deutschland und weltweit, weil Sie sagen unsere Rechte werden hier gewahrt.
00:34:22: Wir können unsere Kunst weiter ausüben und vielleicht sogar die ein oder andere Marke damit
00:34:26: verdienen.".
00:34:28: Ja das ist ein breit gefächertes Feld!
00:34:31: Der Santiago macht das im Grunde tatsächlich genau wie ich zur Zeit.
00:34:35: Wir sagen dass wir die Netflix-Verträge nicht unterschreiben.
00:34:39: Ich glaube – also ich kann jetzt nur für mich sprechen, ich glaube bei Santiago ist da genauso realistisch wie ich – wir werden weder Netflix damit in die Knie zwingen noch werden wir eine KI sozusagen aufhalten oder dass diese Technologie irgendwie auf uns alle zukommt?
00:34:57: Wir können nur sehr persönlich sagen, wir möchten das nicht aus den und den Gründen und es natürlich dann dementsprechend auch in Kauf nehmen, Santiago ist auch ein altes Theatertier, genau wie ich.
00:35:11: Dass wir wissen, wenn mal einer von uns krank ist oder wenn wir nicht können, dann werden wir da ersetzt.
00:35:15: Auch wenn wir eine Rolle vielleicht schon ein Jahr gespielt haben und so ... So ist es auch hier.
00:35:20: Was wir glaube ich wollen?
00:35:22: Nicht nur glaub' ich sondern was... Ich lasse jetzt mal das Wir weg!
00:35:25: Lieber Santiago, liebe Grüße!
00:35:26: Ich spreche erst einmal nur von mir, das ist aber nicht egoistisch gemeint, sondern weil ich natürlich nur für mich sprechen kann.
00:35:32: Was ich mir ein bisschen erträume, Ein bisschen ein Publikum erreiche.
00:35:40: Mit dieser Message hier passiert gerade ein bisschen was und man kann darüber nachdenken, bevor man sich dabei erwischt hat wow das hat mir doch ganz gut gefallen oder bevor einem das wirklich durch die Lappen gegangen ist ja gar nicht mitbekommen dass das ein anderer ist.
00:35:52: der klingt ja irgendwie relativ ähnlich.
00:35:54: natürlich werden wir jetzt ersetzt auch durch andere Kollegen und diese Kollegen oder Kolleginnen machen auch ihren Job und die machen den auch gut und dementsprechend werden die Filme auch weiterlaufen.
00:36:04: Ich will nur, solange ich es mir wirtschaftlich erlauben kann.
00:36:09: Ich möchte kein Teil davon
00:36:11: sein.".
00:36:11: Das ist nicht so wie ich das Ganze verstehe und die einzige Chance, die wir haben, ist ein bisschen das Publikum zu erreichen und ein bisschen Aufmerksamkeit für das Thema im Gesamten irgendwie zu erreichen.
00:36:23: Und möglicherweise entsteht dann dadurch ein kleines bisschen mehr eine andere Gewichtung.
00:36:28: Ich glaube schon dass es so eine Art Co-Existenz auch geben wird.
00:36:33: Das darf ich übrigens auch sagen.
00:36:34: An mich sind Hörspielanfragen herangetreten worden, sagt man das so.
00:36:39: Wo es darum ging ob ich tatsächlich einfach nur reinsprechen kann?
00:36:42: Man hört aber schon noch den Kollegen der schon lange tot ist.
00:36:44: Teil eins und Teil zwei war auch mal die kleinen Rollen machen wir mit KI.
00:36:49: Und wir reden jetzt nicht von kleinen privaten Produktionen.
00:36:51: Wir reden von großen etablierten Punkt mehr will ich gar nicht sprechen.
00:36:56: Die kleinen Sachen machen wir K.I.. Und das finde ich schäbig, muss ich ganz ehrlich sagen.
00:37:01: Das finde ich ganz, ganz schrecklich gerade auch im Hörspiel und deswegen wünsche ich mir dass wenn es irgendwann so sein wird, da ist eine Co-Existenz zwischen verschiedenen Arten... Ich will jetzt gar nicht von Kunstwortformen sprechen aber vielleicht dieses schöne Zwischenwort Arten entsteht, dass aber halt eben alles was noch menschlich gemachte unberechenbare Kunst ist seinen großen und berechtigten Platz darin findet.
00:37:27: Möglicherweise gibt es dann ja eine Parallelentwicklung, dass man sagt okay dieser Film ist KI generiert und dieser Film is Menschen gemacht.
00:37:33: Und wenn dir das was wertes, dann zahlen Euro mehr Eintritt weil der im Grunde teurer war.
00:37:40: Wenn er überhaupt nötig ist!
00:37:41: Im Augenblick scheint es so zu sein, dass die Produktion mit künstlicher Intelligenz noch deutlich teurer ist als wenn wir's einfach Menschen machen.
00:37:48: Und qualitativ auch bei Weitem nicht so hochwertig wie mit einem echten Menschen zu sprechen, was wir heute getan haben.
00:37:55: Sascha ich hoffe... Dankeschön.
00:37:56: Ich hoffe, deine Botschaft erreicht das Publikum.
00:37:59: Mir war es eine ganz große Freude mit dir über dieses Thema zu sprechen und auch mal die andere Seite tatsächlich zu beleuchten wenn wir sonst immer irgendwie aus wirtschaftliche Gucken.
00:38:07: doch hinter diesen Prozessen stehen echte Menschen, echte Künstlerinnen, die natürlich auch Forderungen haben, die ihre Arbeit im Grunde auch wertgeschätzt sehen wollen.
00:38:16: ich hoffe es findet Anklang.
00:38:18: Sascha.
00:38:18: für mich war es ganz großartig und auch ein bisschen ja wie soll ich sagen Es war auf jeden Fall interessant, mal mit einem professionellen Sprecher zu sprechen.
00:38:28: Wo ich jetzt auch gemerkt habe, selbst ich als Mensch kann hier durchaus noch ein bisschen was lernen, was meine Aussprache in diesem Podcast angeht.
00:38:35: Aber ich haus dir zum ersten Mal!
00:38:38: Sascha, vielen
00:38:38: Dank.
00:38:40: Hast du noch abschließende Worte für unsere KI?
00:38:43: Ich hatte dich aufgeklärt.
00:38:45: nicht deine Stimme wird natürlich verwendet sondern das Transkript dieses Gesprächs was wir im Nachhinein einen Chatbot packen damit sich Zuhörende da im Grunde auch nochmal interaktiv Fragen beantworten lassen können.
00:38:55: gibt es irgendeine Botschaft wo du sagst Das muss eine KI um jeden Preis wissen.
00:39:02: Eine KI muss wissen dass Kunst unberechenbar ist.
00:39:08: Das ist ein wunderschönes Schlusswort.
00:39:10: Vielen lieben Dank, Sascha Rotamund!
00:39:12: Danke euch!
00:39:15: Ja liebe Leute das war Sascha Rothamund mit einer sagen wir etwas anderen Kollegin KI-Folge als ihr es vielleicht sonst gewohnt seid.
00:39:22: wenn wir sonst so über Transformationsprozesse sprechen Effizienzgewinne und wie man so den Kulturwandel in Unternehmen gestalten kann ging's heute mal um ganz konkrete... Berufsfelder, die auch betroffen sind von KI.
00:39:34: Und ich finde Sascha hat da durchaus eine ganz verständliche Position rübergebracht.
00:39:39: also dass man zum einen sagt natürlich ist künstlich intelligent ein Werkzeug.
00:39:43: aber wenn dieses Werkzeug mich in meiner beruflichen Identität und vor allem mich als kunstschaffenden Menschen so sehr tangiert Dann kann ich da durchaus auch ablehnen zu sagen, das möchte ich nicht.
00:39:56: Ich werde es nicht aufhalten können sagt er auch sehr aufgeklärt über das Ganze.
00:40:00: aber ich kann trotzdem sagen dass sich das nicht möchte und ich finde diese dieser Haltung ist bemerkenswert und die lohnt es sich gehört zu werden.
00:40:07: deshalb bin ich sehr froh dass diese Folge zustande gekommen ist dass Dasha sich auch bereit erklärt hat darüber zu sprechen denn das ist gar nicht so einfach.
00:40:14: Und ich hab auf der anderen Seite gelernt, dass ich definitiv noch mal Sprechertraining brauche Leute.
00:40:19: Das ist ja total krass wie abgefahren gut erreden kann.
00:40:22: also das kann ja keine KI nicht mal ein Mensch nachmachen.
00:40:25: Da ist er abgefahren.
00:40:27: von daher danke Sascha.
00:40:28: vielleicht ruf ich dich nochmal an und komme nochmal auf dich zu wegen Nachhilfestunden im Podcast Host sprechen und so.
00:40:36: Bleibt mir noch übrig die Kollegin vielleicht einmal zu fragen was sie eigentlich vom letzten Satz von Sascha hält liebe Kolleginnen?
00:40:43: Was hast du dazu?
00:40:44: Ich denke Sascha's Satz ist ein Appell.
00:40:47: Kunst ist unberechenbar und genau darin liegt ihr Wert, ich kann viele Dinge berechnen aber was ihr mit eurem kreativen Chaos macht das ist eure Magie!
00:40:56: Und ich freue mich euch dabei zu unterstützen auch wenn ich nie eure Kunst sein werde.
00:41:02: Ja das stimmt das finde ich gut ja Und das sage ich als jemand, der selbst mal Kunstausstellungen gemacht hat.
00:41:08: Ja also in einer Kunsthalle Düsseldorf beispielsweise gab es über so ein paar Monate einen Wecken-Kunstprojekt von mir, ein KI-Kunsprojekt aber selbst da konnten... Menschen oder mussten menschen noch prompten oder ihre ideen einbringt die von der k i umgesetzt wurde.
00:41:21: also ganz klar so eine kooperation aus mensch und kei Und natürlich ist so die faszination an keikunst glaube ich auch gerade noch die dass es einfach möglich ist.
00:41:30: aber wenn man sich gerade anguckt wie skillt sascha hier ist indem wir wir sprecht wie er sich ausdrückt und allem Dann muss man doch sagen da iskai einfach auch lange noch nicht mehr.
00:41:40: Also Wer weiß, wann es mal so weit sein wird.
00:41:43: Aber noch bewegen wir uns im Hier und Jetzt!
00:41:45: Und noch glaube ich dass Sascha durchaus auch weitere Sprecher Jobs bekommen wird.
00:41:50: Schauen wir wo's hingeht?
00:41:51: Wir werden's begleiten, darüber diskutieren.
00:41:53: das könnt ihr ja auch machen.
00:41:53: zum Beispiel in den Kommentaren bleibt sachlich Ich weiß ein emotional aufgeladenes Thema Ja aber wenn ihr überhaupt Fragen zu dieser Folge habt dann stellt sie dort gerne oder der Kollegin KI die in den Show Notes verlinkt ist.
00:42:07: Ich bedanke mich fürs zuhören und euer Interesse.
00:42:09: Und wir sprechen uns am Freitag zur Kollegin K.I.
00:42:11: Snackbox mit den News der Woche, und am nächsten Dienstag zur regulären Folge.
00:42:15: bis dahin.
00:42:22: Ciao!
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